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Im Hinspiel gab’s den ersten Sieg unter Uwe Neuhaus: Arminias Anderson Lucoqui läuft den Kielern Dehm (l.) und Mühling davon. - © Christian Weische
Im Hinspiel gab’s den ersten Sieg unter Uwe Neuhaus: Arminias Anderson Lucoqui läuft den Kielern Dehm (l.) und Mühling davon. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia muss noch einmal alles geben

Mit einem Sieg zum Abschluss gegen Kiel kann der DSC ein Saisonziel erreichen

Peter Burkamp
17.05.2019 | Stand 17.05.2019, 05:28 Uhr

Bielefeld. Die bedeutenden Fragen den Auf- und Abstieg in der 2. Liga betreffend werden am letzten Spieltag auf anderen Plätzen geklärt. Für Arminia Bielefeld geht es dennoch nicht nur um die berühmte goldene Ananas, wenn am Sonntag, Anstoß 15.30 Uhr, Holstein Kiel zu Gast in der Schüco-Arena ist. „Wir wollen natürlich gewinnen. Das letzte Spiel einer Saison bleibt immer ein bisschen länger in Erinnerung", sagt Abwehr-Routinier Stephan Salger. Mit einem Erfolg könnten die Arminen eines ihrer Saisonziele erreichen. Besser als in der vergangenen Spielzeit wollten sie abschneiden, hieß es im vergangenen Sommer. Gewinnt der DSC am Sonntag, würde das Punktekonto auf 49 anwachsen – ein Zähler mehr als im Vorjahr. Seitdem die TV-Gelder unter anderem auch von der Abschlussplatzierung abhängig berechnet werden, ist es auch nicht mehr ganz egal, ob man als Zehnter oder Neunter ins Ziel kommt. DSC spürt die Bochumer im Nacken „Wir wollen uns nicht überholen lassen", betont Stephan an Salger mit Blick auf die Bochumer (43 Punkte), die dem DSC auf den Fersen sind. Ihrerseits könnten die Arminen bei entsprechenden Ergebnissen noch mit den Regensburgern (48 Punkte) die Plätze tauschen. Selbst Gegner Kiel befindet sich tabellarisch nicht ganz außer Reichweite. Allerdings wäre schon ein 5:0-Heimsieg nötig, um das Team aus dem hohen Norden noch zu übertrumpfen – angesichts der Qualitäten des Gegners eine gewagte Wette. Deutlich wahrscheinlicher ist ein neuer Zweitligarekord im Zuschauerbereich. Kommen am Sonntag 20.689 Besucher und mehr ins Stadion, knacken die Arminen erstmals in ihrer Zweitligageschichte die Schallmauer von 19.000 Zuschauern im Saisondurchschnitt. Da der DSC im Vorfeld mit rund 23.000 Fans (darunter 1.500 Gäste) rechnet, dürfte zum zweiten Mal hintereinander ein neuer Spitzenwert erreicht werden. Erst in der vergangenen Spielzeit war die Marke von 18.000 Zuschauern im Schnitt pro Heimspiel gefallen. Salger erwartet ein wildes Spiel Die große Kulisse dürfte die DSC-Profis zusätzlich beflügeln und zu einer guten Leistung motivieren, bevor sie sich am Montagnachmittag in den Urlaub verabschieden. Stephan Salger, der möglicherweise wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen muss, nachdem er in Sandhausen den gesperrten Manuel Prietl im Mittelfeld ersetzt hatte, erwartet „ein hochinteressantes Spiel". Bielefeld und Kiel hätten keinen Druck mehr und könnten daher ein letztes Mal große Spielfreude entwickeln: „Beide Mannschaften wollen kicken. Ich glaube, es könnte ein wildes Spiel werden." Bleibt abzuwarten, ob die Gäste Salgers Erwartungen erfüllen. Bei den Kielern bestimmte zuletzt die Zukunftsplanung immer mehr das Geschehen. Trainer Tim Walter (Vertrag bis 2020) soll vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart stehen. Die Schwaben haben jüngst schon die Verpflichtung des Kielers Atakan Karazor vermeldet. Die „Störche" stehen offenbar vor einem größeren Umbruch. Bisher sind acht Abgänge fix.

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