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Umkämpftes Hinspiel: Andreas Voglsammer (links) und Arminia kamen im Dezember gegen Emanuel Taffertshofer und den SVS nicht über ein 1:1 hinaus. - © Christian Weische
Umkämpftes Hinspiel: Andreas Voglsammer (links) und Arminia kamen im Dezember gegen Emanuel Taffertshofer und den SVS nicht über ein 1:1 hinaus. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia in Sandhausen: Mannschaften der Stunde im direkten Duell

Der SV Sandhausen hat eine beinahe sensationelle Aufholjagd hingelegt

Philipp Kreutzer
08.05.2019 | Stand 08.05.2019, 16:59 Uhr

Bielefeld. 0:3 zu Hause gegen Aue und Tabellenplatz 18: Nach dem 24. Spieltag dieser Zweitliga-Saison sprach nicht viel für den Klassenerhalt des SV Sandhausen. Seitdem aber hat der SVS derart beeindruckend gepunktet, dass im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld und damit am vorletzten Spieltag der Klassenerhalt gelingen kann. Die Partie im BTW-Stadion am Hardtwald wird am Sonntag um 15.30 Uhr angepfiffen. „Ich kann mich nicht erinnern, dass der SV Sandhausen jemals eine solche Siegesserie gefeiert hat", sagt Vereinspräsident Jürgen Machmeier ebenso beglückt wie ungläubig. 20 Punkte hat seine Mannschaft dank sechs Erfolgen und zwei Unentschieden aus den acht Spielen seit dem 0:3 gegen Aue geholt. Nur beim 1:1 gegen Paderborn und beim 2:2 in Duisburg gab es in dieser Phase keine Siege, zuletzt gewannen die Kurpfälzer 3:2 in Heidenheim. Mit Riesenschritten aus dem Tabellenkeller Der Vorsprung auf den ebenfalls mit Riesenschritten aus dem Tabellenkeller steigenden FC Ingolstadt, der aktuell Relegationsplatz 16 belegt, beträgt fünf Zähler, zudem hat Sandhausen ein um neun Treffer besseres Torverhältnis als der FCI. Holt Sandhausen gegen Arminia oder eine Woche später in Regensburg einen Punkt, wird Ingolstadt wohl selbst mit Dreiern gegen Darmstadt und in Heidenheim nicht mehr vorbeiziehen. Auffälligster Kicker beim SVS ist Andrew Wooten. Der Stürmer aus den USA ist in Top-Form, hat in den acht ungeschlagenen Spielen neun Tore erzielt und liegt mit 17 Treffern in der Torjägerliste der 2. Liga auf Rang vier und damit einen Platz vor Arminias Fabian Klos (16). Es kommt also wieder eine echte Herausforderung auf die DSC-Defensive zu. Verstecken müssen sich die Bielefelder aber nicht, schließlich haben sie im zweiten Saisonabschnitt genauso gut gepunktet wie der nächste Gegner. Mit je 25 Zählern belegen Sandhausen und Arminia in der Rückrundentabelle die Plätze drei und vier. Selbstbewusstsein dürfte bei Arminia nach dem 2:0-Sieg gegen Paderborn ohnehin in ausreichendem Maß vorhanden sein. „In fast allen Spielen auf Augenhöhe" Großen Anteil am beinahe sensationellen Schlussspurt der Sandhäuser hat Uwe Koschinat. Der Trainer, der im Oktober von Drittligist Fortuna Köln kam und Kenan Kocak ablöste, bewahrte trotz lange ausbleibender Erfolge die Ruhe. Warum? Weil seine Mannschaft schon zuvor „in fast allen Spielen auf Augenhöhe" gewesen sei und „oft mit Pech verloren" habe. Die Einstellung seiner Spieler sei immer sehr gut gewesen, lobte der 47-Jährige vor wenigen Wochen und bat daher auch das Umfeld um Gelassenheit und Geduld. Die Entscheidung im Kampf um den Klassenerhalt, sagte Koschinat voraus, werde für sein Team erst am letzten Spieltag fallen. Nun kann es sogar schon eher klappen.

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