Arminias Trainer Uwe Neuhaus hat Lust auf den kommenden Gegner. - © Wolfgang Rudolf
Arminias Trainer Uwe Neuhaus hat Lust auf den kommenden Gegner. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld DSC-Trainer Uwe Neuhaus freut sich auf St. Pauli

Vor dem Spiel am Sonntag schwärmt der Coach von der besonderen Atmosphäre im Millerntor-Stadion.

Bielefeld. "Das war die Spielbeobachtung, um die ich mich fast geprügelt habe." Mit dieser Aussage verdeutlicht Arminia Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus vor dem Zweitliga-Spiel seiner Mannschaft am Sonntag beim FC St. Pauli (Anstoß: 13.30 Uhr/live bei nw.de), wie gern er schon früher das Hamburger Millerntor-Stadion besucht hat. "St. Pauli war schon immer ein Klub, der ein besonderes Flair hat. Noch besser war das alte Stadion, mit den VIP-Zelten hinten, mit dem Casino hintendran", sagt Neuhaus. Verantwortlich für die Atmosphäre seien die Fans des Kiez-Klubs: "total leidenschaftlich, wahnsinnig geduldig". Insofern sei es ein Spiel, fasst der DSC-Coach zusammen, "auf das ich mich besonders freue". "St. Pauli wird alles versuchen, den Traum vom Aufstieg noch zu verwirklichen" Nach dem Trainerwechsel bei den Hamburgern - Jos Luhukay löste in der Woche Markus Kauczinski ab - rechnet Neuhaus nicht unbedingt mit einer grundlegend veränderten taktischen Ausrichtung bei den Paulianern. Und dennoch werde die Mannschaft vermutlich anders auftreten als zuletzt: "Sie werden mit maximaler Intensität und Motivation zu Werke gehen. Nach dem Trainerwechsel können wir uns darauf einstellen, dass die Mannschaft alles versucht, den Traum vom Aufstieg noch zu verwirklichen." Von seinem Team, dem Stürmer Fabian Klos nach weitestgehend überstandener Fußverletzung aller Voraussicht nach von Beginn an angehören wird, erwartet der Trainer trotz des Umstands, dass es mit aktuell 38 Punkten nach Lage der Dinge weder auf- noch absteigen wird, auch weiterhin den maximalen Willen zum Sieg. "Je mehr Ballbesitz es gibt, desto unruhiger wird es im Stadion" Zudem erhofft sich der Trainer, dass die Mannschaft etwas aus dem Spiel in Fürth (2:2) gelernt hat. Dort wurde sie in der Anfangsphase davon überrascht, dass der Gegner im Mittelfeld anders als erwartet mit einer Raute agierte. "Wir müssen auf die Dinge reagieren, egal, was der Gegner anbietet. Wir müssen unser Spiel durchziehen", fordert Neuhaus. Ein geeignetes taktisches Mittel, um dem Gegner dessen Wucht zu nehmen, werde es auch am Sonntag in Hamburg sein, die Kugel möglichst lange in den eigenen Reihen zu halten. "Je mehr Ballbesitz es gibt, desto unruhiger wird es im Stadion", sagt Neuhaus, "und das kann ja auch ein Teilziel sein." Arminia rechnet mit 2.900 Anhängern, die die Mannschaft zum Spiel in Hamburg begleiten. Die Profis Sven Schipplock, Christopher Nöthe, Nils Quaschner und Joan Simun Edmundsson werden dem DSC verletzungsbedingt fehlen.

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