Zukunft offen: Die Verträge der Bielefelder Innenverteidiger Stephan Salger (links) und Julian Börner laufen zum Saisonende aus. - © Christian Weische
Zukunft offen: Die Verträge der Bielefelder Innenverteidiger Stephan Salger (links) und Julian Börner laufen zum Saisonende aus. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Gesucht: Ein Neuer für Arminias Innenverteidigung

Die Abwehrzentrale steht wegen der hohen Anzahl an Gegentoren besonders im Fokus. In den Planungen spielen auch auslaufende Verträge eine Rolle

Bielefeld. Sechs Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen: Bei Arminia Bielefeld stimmen 2019 bisher die Ergebnisse. Es gibt aber auch weniger erfreuliche Zahlen, die angesichts des so gut wie sichergestellten Klassenerhalts ebenfalls Fragen im Hinblick auf die kommende Spielzeit aufwerfen. Etwa die schon 44 Gegentore in den bislang 28 Partien der laufenden Saison. Nur drei Mannschaften der 2. Liga haben mehr Treffer hinnehmen müssen als der DSC: die auf den Abstiegsplätzen befindlichen FC Ingolstadt (49) und MSV Duisburg (46) sowie der SV Darmstadt 98 (48). Innenverteidigung nicht immer sicher Die Verantwortung beim Torwart zu suchen, wäre falsch. Stefan Ortega spielt erneut eine Top-Saison. Ebenso unfair wäre es, allein die Abwehr an den Pranger zu stellen. Schließlich haben alle Spieler Defensivaufgaben zu erfüllen. Gleichwohl macht insbesondere die Innenverteidigung nicht immer den sichersten Eindruck. Mit Julian Börner (28), Stephan Salger (29) und Brian Behrendt (27) standen zu Beginn der Spielzeit nur drei nominelle Innenverteidiger zur Verfügung, mit Amos Pieper (21) kam in der Winterpause ein talentierter Vierter hinzu. Gesucht: Einer, der der Abwehr mehr Stabilität verleiht Sportchef Samir Arabi und Trainer Uwe Neuhaus denken nun über mindestens eine weitere personelle Auffrischung in der Innenverteidigung zur neuen Spielzeit nach. Einer, der der Abwehr mit seiner Qualität auf Anhieb mehr Stabilität verleiht, wäre ganz nach ihrem Geschmack, und ein solcher Transfer ist dank verbesserter wirtschaftlicher Voraussetzungen nicht mehr nur reines Wunschdenken. In Bewegung ist die Planung für den künftigen Innenblock ohnehin, denn die Verträge von Börner und Salger laufen zum Saisonende aus. Bislang ist offen, ob sie verlängert werden. Nachdem Rekordtorjäger Fabian Klos bis 2021 unterschrieben hat, steht nun der Kapitän auf Arabis Liste. Börner, seit 2014 bei Arminia, hat einen auch für seine eigenen Ansprüche wenig zufriedenstellenden ersten Saisonteil abgeliefert, sich aber in diesem Jahr stabilisiert. An anderen Angeboten, etwa von Darmstadt 98, soll es dem Linksfuß, der immer für ein Kopfballtor gut ist, dem Vernehmen nach nicht mangeln. Der Abwehrchef hat zugleich mehrfach betont, wie wohl er sich in Bielefeld fühlt. „Ich kann mir sehr, sehr gut vorstellen, hier langfristig zu verlängern", sagte Börner schon im Sommer 2018, und an dieser Haltung hat sich nichts geändert. "Einen Spieler mit Börners Qualität zu finden, ist nicht so einfach" Auch Neuhaus hat seine Wertschätzung schon zum Ausdruck gebracht, er sagte: „Wenn man einen Spieler mit seinen Qualitäten irgendwo anders suchen muss, muss man lange suchen. Das ist nicht so einfach." Klub-Verantwortliche und Börner sind grundsätzlich willens, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Ob eine Einigung gelingen wird, ist eine andere Frage. Gibt es mit Börner keinen Abschluss, steigen Salgers Chancen auf Weiterbeschäftigung. Schließlich müsste Arminia sonst gleich zwei Neue für die Innenverteidigung finden. Und zwar möglichst Linksfüße wie Börner und Salger, weil Neuhaus die Innenverteidigung am liebsten mit je einem Links- und einem Rechtsfuß besetzt. Bei Behrendt und Pieper ist der rechte der stärkere Fuß. Auch Salger, seit 2012 beim DSC, hat schon stärkere Saisons gespielt, sich aber ebenfalls zuletzt verbessert präsentiert. Was zudem für ihn spricht: Salger kann auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Auch deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass es auch für ihn, der 2018 einen Einjahresvertrag bei Arminia erhielt, in Bielefeld über die laufende Saison hinaus weitergehen wird.

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