Ist für eine Einführung der Technologie in der 2. Liga: Arminias Sportchef Samir Arabi. - © Christian Weische
Ist für eine Einführung der Technologie in der 2. Liga: Arminias Sportchef Samir Arabi. | © Christian Weische

Arminia/SCP Zweitligisten aus OWL sagen Ja zum Videobeweis

Der SC Paderborn und Arminia Bielefeld werden in der nächsten Woche für eine Einführung der Technologie zur kommenden Saison in der 2. Liga stimmen.


Bielefeld/Paderborn. Die Szenen, die ihnen am Dienstag in Frankfurt vorgespielt wurden, hätten Samir Arabi und Markus Krösche nicht benötigt, um sich eine Meinung zum Thema Videobeweis zu bilden. Doch sie bestätigten die Sport-Geschäftsführer von Arminia Bielefeld und SC Paderborn in ihren Haltungen. „Der Videobeweis macht den Fußball gerechter", sagte Arabi nach der Tagung der Zweitliga-Manager bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Arminias Sportchef betonte zwar, er werde sich an die in Frankfurt getroffene Abmachung halten und nicht öffentlich preisgeben, ob Arminia am Donnerstag, 21. März, bei der Abstimmung über eine Einführung des Videobeweises in der 2. Liga zur kommenden Saison mit Ja oder Nein votieren wird. Dennoch ist klar, dass von den Bielefeldern, die dann durch Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek vertreten sein werden, eine Stimme pro Beweis kommen wird. Arabis Aussagen lassen keinen Zweifel Daran lassen Arabis Aussagen zum Thema keinen Zweifel. Zum Beispiel diese: „Man stelle sich nur mal vor, eine Mannschaft könnte am letzten Spieltag in die Bundesliga aufsteigen, und dann würde eine so gravierende Fehlentscheidung getroffen wie beispielsweise neulich bei uns im Magdeburg-Spiel mit der Roten Karte gegen Julian Börner." Vor diesem Hintergrund hält Arabi die mit der Einführung der Technologie verbundenen Kosten für den Einsatz des Videoassistenten und die entsprechende Technik von rund 200.000 Euro pro Klub pro Saison für verhältnismäßig. „Aktuell", sagte Paderborns Markus Krösche, „haben wir keinen Videobeweis, und dann beschäftige ich mich auch nicht mit einem möglichen Szenario, was wäre, wenn." Grundsätzlich aber erachtet auch er den Videobeweis als geeignetes Mittel, den Fußball gerechter zu gestalten. „Wenn es gelingt, das Eingreifen des Videoassistenten in einen vernünftigen Rahmen zu packen und die ganze Geschichte transparenter zu gestalten, dann ist das schon eine sinnvolle Geschichte", sagte Krösche. Zugleich betonte der Paderborner Sport-Geschäftsführer, er gehöre zu denen, die es akzeptieren, „wenn ein Schiedsrichter mal falsch liegt". Beim Videobeweis wird die 2. Liga der Bundesliga in der nächsten Woche aller Voraussicht nach folgen, bei der Torlininien-Technologie „Hawk-Eye", bei der es um die Frage „Tor" oder „kein Tor" geht, dagegen vorerst nicht. Sie steht nicht zur Abstimmung. Dass unter den Spielsequenzen aus der laufenden Saison, die Schiedsrichter Dr. Jochen Drees den Zweitliga-Managern in Frankfurt präsentierte, vergleichsweise viele mit Beteiligung von Arminia waren, ließ Arabi nach eigener Aussage „schmunzeln". Es waren Szenen, die wie im Magdeburg-Spiel oder bei Abseitsstellungen vor Gegentoren gegen St. Pauli und Sandhausen mit Hilfe des Videobeweises wohl kaum Anerkennung gefunden hätten. Genauso allerdings Andreas Voglsammers Tor zum 1:0 gegen den Hamburger SV, das wegen Foulspiels ebenfalls nicht hätte zählen dürfen.

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