Auf Arminia: Patrick Koch (rechts) und Daniel Zimmermann vor dem Spiel in Köln mit der Flagge ihres DSC-Fanclubs "90plus3". - © privat
Auf Arminia: Patrick Koch (rechts) und Daniel Zimmermann vor dem Spiel in Köln mit der Flagge ihres DSC-Fanclubs "90plus3". | © privat

Arminia Bielefeld Mit so viel Herzblut haben sich DSC-Fans auf das Auswärtsspiel eingestimmt

Die Kabinenansprache von Carsten Rump im Mai 2017 ist auch heute noch präsent

Bielefeld/Köln. Mit seiner Kabinenansprache an die Mannschaft sorgte Arminia Bielefelds damaliger Co-Trainer Carsten Rump im Mai 2017 bundesweit für Aufsehen. Dass die Motivationsrede knapp zwei Jahre danach bei Fans des Zweitligisten noch immer präsent ist, beweist ein Video vom vergangenen Samstag. „45.000 beten zu Gott, dass wir das Spiel gewinnen!" Darin stimmt DSC-Fan Patrick Koch den schwarz-weiß-blauen Anhang vor dem Auswärtsspiel der Arminia beim 1. FC Köln in seiner Garage im Kölner Ortsteil Junkersdorf mit den Worten Rumps ebenso stimmungs- wie humorvoll auf die Partie ein: „45.000 beten zu Gott, dass wir das Spiel gewinnen!" Koch (45), geboren in Bielefeld und aufgewachsen in Schloß Holte, ist Vorsitzender des Kölner Arminia-Fanclubs „90plus3" (www.90plus3.de). Er hatte Anhänger des DSC und des FC vor und nach dem Spiel zu einem Fanfest zu sich nach Hause eingeladen. Unter den Gästen war auch Arminia-Präsident Hans-Jürgen Laufer. Was das Ergebnis betrifft, klappte es mit Kochs Einstimmung nicht ganz so gut wie bei Rump. Während der DSC damals Braunschweig mit 6:0 überrollte, kassierte die Mannschaft jetzt in Köln eine 1:5-Packung. Wirkung entfaltete die Garagenansprache aber immerhin insofern, als die Adressaten – und genauso die anwesenden Kölner Anhänger – viel Spaß daran hatten. „Das war einfach weltklasse" Auch im Stadion passte die Stimmung unter den mitgereisten gut 4.000 Arminia-Fans. Trotz der deutlichen Niederlage unterstützten die Anhänger ihr Team auch und gerade in der Schlussphase des Spiels mit ihren Gesängen auf vorbildliche Weise. „Das war einfach weltklasse", lobte Präsident Laufer den Auftritt der Bielefelder Fans, „darauf können wir wirklich stolz sein!" Äußerst bedauerlich und völlig unverständlich findet Laufer dagegen das Verhalten von 13 Bielefeldern, die nach einer Schlägerei nahe einer Stadtbahnhaltestelle in Köln in Polizeigewahrsam genommen wurden. „Es gibt leider manchmal eine Handvoll Leute, die versucht, den anderen den Spaß zu verderben", sagte der Präsident. Friedliche Zusammenkünfte mit Beteiligung von Anhängern beider Seiten wie am Samstag beim Fanclub „90plus3" in Köln seien geeignet, „dem entgegenzuwirken und zu zeigen, dass es auch ganz anders und viel besser geht".

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