Offensivdrang: Nils Seufert, hier im Heimspiel gegen den HSV, soll auch gegen Magdeburg Impulse setzen. - © Wolfgang Rudolf
Offensivdrang: Nils Seufert, hier im Heimspiel gegen den HSV, soll auch gegen Magdeburg Impulse setzen. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Nils Seufert: Der DSC-Youngster genießt das Vertrauen seines Trainers

Bielefeld. Nils Seufert schaut seinem Gegenüber in die Augen, lächelt und sagt „Hallo". Auf das übliche Händeschütteln verzichtet er bei der Begrüßung aber. Nicht, weil der Mittelfeldspieler von Arminia Bielefeld, wie man nun meinen könnte, unhöflich wäre. Im Gegenteil. Seufert befolgt lediglich eine kürzlich in der Mannschaft eingeführte Regel, die helfen soll, eine Übertragung von Viren und Bakterien zu vermeiden. Noch mehr kranke Spieler als Cédric Brunner, der für das Heimspiel am Sonntag gegen den 1. FC Magdeburg (Anstoß: 13.30 Uhr) wegen einer Mandelentzündung ausfallen wird, kann Arminia nämlich nicht gebrauchen. Schließlich werde es, sagt Seufert, „ein schweres, zweikampfbetontes Spiel, in dem es auf die Mentalität ankommt". Julian Börner steht wieder zur Verfügung Für Brunner soll, wie DSC-Trainer Uwe Neuhaus bestätigt, Jonathan Clauss am Sonntag die Position des rechten Verteidigers einnehmen. Eine weitere Umstellung gegenüber dem mit 3:0 gewonnenen Spiel in Regensburg dürfte es in der Innenverteidigung geben, wo Stephan Salger wohl für den wiedergenesenen Julian Börner weichen muss. Der Kapitän fiel in Regensburg aufgrund muskulärer Probleme im Oberschenkel aus. Öffentlich festlegen mochte sich Neuhaus in dieser Frage am Freitag aber noch nicht. Klar dürfte indes sein, dass Nils Seufert am Sonntag – sofern er gesund bleibt – in der Startelf stehen wird. So war es schließlich in allen drei Punktspielen des Jahres, die Arminia allesamt für sich entschied. Der Mittelfeldakteur genoss schon das Vertrauen von Ex-Trainer Jeff Saibene, und er darf sich auch der Wertschätzung durch Uwe Neuhaus gewiss sein. Nach einer nicht nur für das ganze Team, sondern auch für ihn persönlich schwierigen Phase im Herbst, als ihn muskuläre Probleme plagten und er verletzt ausfiel, ist Seufert längst wieder fit und imstande, Arminias Spiel zu bereichern. "Ich wollte ihn schon nach Dresden holen" „Ich wollte ihn schon damals von Kaiserslautern nach Dresden holen", verrät Ex-Dynamo-Coach Neuhaus. Er schätzt die Ballsicherheit und das Auge des 22-Jährigen, der zurzeit auf der Achterposition im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommt: „Nils passt in die Art und Weise, wie wir spielen wollen." Zugleich sieht Neuhaus bei Seufert „Luft nach oben. Er hatte in der Schlussphase des Spiels gegen Hamburg Konzentrationsschwächen und Ballverluste, die eigentlich nicht typisch für ihn sind". Als eher spielerisch veranlagter Typ sei zudem das Defensivverhalten weiter ausbaufähig. Mit Blick auf Seufert und Manuel Prietl, die bei gegnerischem Ballbesitz Arminias Block vor der Abwehr bilden, sagt Neuhaus: „Es ist gut, unterschiedliche Spielertypen wie sie zu haben. Aber der eine – Prietl – darf sich nicht aus dem Spielerischen rausnehmen und der andere – Seufert – genauso wenig aus dem Kämpferischen. Es muss sich ergänzen." Ein Tor "wäre das i-Tüpfelchen" Seufert ist dazu bereit, er sagt, das 4:3:3-System „kommt mir entgegen", weil seine Rolle „in Ballbesitz einen Tick offensiver als vorher" sei. Fehlt eigentlich nur, dass er auch als Torschütze in Erscheinung tritt. „Das wäre das i-Tüpfelchen", bestätigt Seufert. Geht es nach den DSC-Fans, darf es am Sonntag gern soweit sein.

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