Starke Vorstellung in Regensburg: Cedric Brunner setzt sich gegen Regensburgs Sargis Adamyan (l.) durch. Rechts schaut Debütant Amos Pieper zu.  - © Wolfgang Rudolf
Starke Vorstellung in Regensburg: Cedric Brunner setzt sich gegen Regensburgs Sargis Adamyan (l.) durch. Rechts schaut Debütant Amos Pieper zu.  | © Wolfgang Rudolf

Arminia Arminias Sieg ist vor allem eine Mannschaftsleistung

Verletzungsbedingte Umstellungen in der Abwehr bringen den DSC beim 3:0 in Regensburg nicht aus dem Konzept

Peter Burkamp
11.02.2019 | Stand 11.02.2019, 14:31 Uhr

Bielefeld. In der Hinrunde war es nur einmal gelungen, zu Null zu spielen. Mit dem 3:0-Erfolg in Regensburg feierten die Bielefelder Zweitligaprofis nun schon zum zweiten Mal hintereinander in der Rückrunde eine Partie ohne Gegentor. „Wir haben da angeknüpft, wo wir am Samstag gegen den HSV aufgehört haben", meinte Fabian Klos. Dabei war Trainer Uwe Neuhaus sogar gezwungen gewesen, nach der Verletzung von Julian Börner die Innenverteidigung umzustellen und nach dem Ausfall von Brian Behrendt im zweiten Durchgang den jungen Zugang Amos Pieper ins kalte Wasser zu werfen. Sowohl Salger als auch Pieper erledigten ihre Aufgabe gut. „Ich war mit beiden sehr zufrieden", sagte Uwe Neuhaus nach dem Sieg beim SSV Jahn. Er habe „hundertprozentiges Vertrauen" in Salger, führte der DSC-Trainer aus. Der 29-Jährige dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, habe „eine souveräne Leistung gebracht". Unterschied zwischen Regionalliga und 2. Liga Zu seiner Aufgabe gehörte in der zweiten Halbzeit auch, Amos Pieper bei seinem ersten Zweitligaeinsatz „ein bisschen zu führen" (Neuhaus). Der Wintereinkauf aus Dortmund habe bewiesen, dass er sehr veranlagt sei, teilweise aber auch spüren müssen, „dass es ein Unterschied zwischen Regionalliga und Zweiter Liga ist, was die Robustheit angeht", meinte Neuhaus. Pieper habe „einige Kopfbälle gegen die Regensburger gewonnen und Salger sei richtig gut gewesen", lobte auch Arminias bester Spieler in Regensburg, Torwart Stefan Ortega, seine beiden Vorderleute. „Man kann nicht alles verhindern, wir haben einfach sehr gut zusammengearbeitet", sagte Ortega. Ein Lob auf die Teamleistung formulierte auch Cedric Brunner, der die Glückwünsche zu seinem ersten Ligator für die Arminen an seine Mitspieler weiterreichte. „Ich gebe das Kompliment gern an die ganze Mannschaft. Dass wir hinten dicht gehalten haben, ist die Basis für einen Erfolg." Er habe von Anfang an ein gutes Gefühl gehabt. Stephan Salger habe seine Aufgabe extrem gut gemeistert. „Hinten standen wir solide, und wir können es auch mal wegstecken, wenn einer ausfällt", sagte Brunner, der seine Position auf der rechten Seite in der Viererabwehrkette durch die Vorstellung in Regensburg gefestigt haben dürfte. Arminias Außenverteidiger sprach von einem Sieg der Mentalität. „Das Match war hart umkämpft. 3:0 klingt klar, aber es war enger, als das Resultat aussagt." "Wir haben einen ziemlich guten Torwart" Besonders im Schlussdrittel bedrängten die Gastgeber das Arminen-Tor. Grundsätzlich fand Fabian Klos, sei es keine Schande, dass man sich bei einer 3:0-Führung etwas tiefer gegen eine Mannschaft wie Regensburg stellt. „Insgesamt haben wir relativ viel zugelassen", sah der Routinier Verbesserungspotenzial und war auch froh, „dass wir einen ziemlich guten Torwart gehabt haben". Dass DSC-Schlussmann Stefan Ortega in der Schlussphase in den Mittelpunkt des Geschehens rückte, lag daran, dass sich die Arminen zu selten befreien konnten. „Die Regensburger agieren mit einer Intensität gegen den Ball, da ist es brutal schwer, gepflegten Fußball zu spielen", meinte Uwe Neuhaus. So blieb die Partie trotz einer 3:0-Führung sehr lange spannend.

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