Arminia Bielefeld DSC-Trainer Neuhaus mahnt seine Spieler zur Konzentration

"Wir dürfen nicht einfach nur die zwei Siege genießen und nichts mehr dafür tun, den dritten einzufahren"

Philipp Kreutzer
07.02.2019 | Stand 07.02.2019, 09:48 Uhr |

Bielefeld. Mit zwei Siegen ist Arminia Bielefeld ein perfekter Start ins neue Zweitliga-Jahr gelungen. Eigentlich eine ideale Voraussetzung für die nächste Aufgabe am Freitag ab 18.30 Uhr bei Jahn Regensburg. Das sieht auch Uwe Neuhaus so. Zugleich ist Arminias 59-jähriger Trainer erfahren genug, um zu wissen, dass gerade Phasen des Erfolgs auch Gefahren bergen. „Wir dürfen nicht einfach nur die zwei Siege genießen und nichts mehr dafür tun, den dritten einzufahren", mahnte Neuhaus am Tag vor dem Abflug nach München. Mit der Trainingsleistung am Dienstag war der Coach nicht zufrieden und machte dies seinen Spielern unmissverständlich klar. „Ich glaube schon, dass die Mannschaft grundsätzlich willig ist. Gestern war es mir aber nicht genug, da hat bei der Umsetzung der Aufgaben die Qualität gefehlt", sagte Neuhaus. Klarer Fall: Der Trainer sieht eine seiner wichtigsten Aufgaben in dieser Woche darin, die Sinne zu schärfen. Und ist zuversichtlich, dass ihm dies gelingt. „Ich glaube schon, dass ich die Mannschaft noch erreiche", stellte der erst Mitte Dezember verpflichtete Cheftrainer augenzwinkernd fest. "Das Hamburg-Spiel war für uns wie geschaffen" Die Sorge, dass es nach dem 2:0 gegen den HSV einen Spannungsabfall geben könnte, erklärt sich auch durch den Kontrast zwischen der jüngsten und der nächsten Partie. „Das Hamburg-Spiel war für uns wie geschaffen", sagte Neuhaus, „der Tabellenführer kommt, wir hatten in Dresden Rückenwind bekommen, ausverkauftes Haus, mehr geht eigentlich nicht. Jetzt Regensburg. Da muss jeder wissen, dass 100 Prozent von jedem einzelnen und auch als Mannschaft verlangt wird. Wenn wir das nicht in den Kopf bekommen, dann wird es richtig schwer, dann glaube ich auch nicht, dass wir da etwas mitnehmen." Eine Diskrepanz ergibt auch auch aus der Spielweise des Gegners. Während der HSV das Spiel macht, tut Regensburg genau das nicht. „Sie nutzen den geplanten Ballverlust als taktisches Mittel, um ins Gegenpressing zu gehen", erläuterte Neuhaus, „da, wo sie den Ball hinspielen, sind sie massiv versammelt. Dann geht es darum, sich schnellstmöglich und sicher zu befreien, denn woanders müssen ja Räume sein". Der Trainer erwartet beim Tabellenneunten einen „Stresstest über 90 Minuten", seine Spieler müssten „die Aufmerksamkeit bei 100 Prozent halten". Das wird Winter-Zugang Reinhold Yabo, bei seinen Teilzeit-Einsätzen in Dresden und gegen Hamburg sehr stark, wohl noch nicht über die volle Spieldauer schaffen. Eher schon Fabian Klos und Joan Simun Edmundsson. Beide wurden im Spiel gegen den HSV angeschlagen ausgewechselt, sollen aber am Freitag in Regensburg dabei sein. Nils Seufert, der am Dienstag wegen eines leichten Infekts pausierte, trainierte tags darauf wieder normal mit.

realisiert durch evolver group