Voller Einsatz: Fabian Klos (links) und Joan Simun Edmundsson (rechts) im Spiel gegen den Hamburger SV. - © Wolfgang Rudolf
Voller Einsatz: Fabian Klos (links) und Joan Simun Edmundsson (rechts) im Spiel gegen den Hamburger SV. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Fabian Klos ist auf dem Weg der Besserung

Bielefeld. „Wir haben 2:0 gegen den HSV gewonnen, heute sucht Ihr kein Haar in der Suppe", beschied Fabian Klos am Samstag lachend die Reporter. Arminia Bielefelds Stürmer empfahl stattdessen, die Situation zu genießen: „Wir können heute alle zufrieden nach Hause fahren." Verletzung "ist nicht der Rede wert" Auch von seinen Problemen mit dem Sprunggelenk, die ihn zur Auswechslung zwangen, mochte Klos sich nicht die gute Laune verderben lassen. „Ist nicht der Rede wert", meinte er nur und nahm denn auch – genauso wie der ebenfalls angeschlagene Joan Simun Edmundsson – am Montag am Regenerationstraining teil. Für die Zweitliga-Begegnung am Freitag bei Jahn Regensburg (Anstoß um 18.30 Uhr) dürfte Arminias Rekordtorjäger zur Verfügung stehen. Bei Edmundsson dagegen ist es für eine Prognose noch zu früh. So groß die Freude bei Klos und den anderen Arminen nach dem Erfolg verständlicherweise war: Uwe Neuhaus fand durchaus ein Haar in der Suppe. Arminias Trainer erkannte bei allem Lob für seine Kicker Verbesserungsbedarf im Offensivspiel der zweiten Halbzeit gegen nur noch zehn Hamburger. „Es legt keiner die Füße hoch" Arminia verteidigte zwar effektiv, nutzte aber Umschaltmomente kaum noch für Konstruktives. „Da hätten wir uns mehr Möglichkeiten herausspielen müssen", befand Neuhaus. Es bleibt also weiterhin viel zu tun. Neuhaus sagte, er habe keine Sorge, dass seine Spieler das anders sehen könnten. „Es legt keiner die Füße hoch, dafür ist der Konkurrenzkampf zu groß. Und bei einem solchen Ansatz werde ich sofort gegensteuern." Der Trainer sieht seine Mannschaft weiterhin in einem Prozess, das 4:3:3-System zu verinnerlichen. Die Umsetzung gelingt phasenweise schon recht gut. Arminia bemüht sich um spielerische Eröffnungen, zugleich erweisen sich auch lange Bälle – wie etwa in Dresden vor Edmundssons 2:3 – als wirksames Mittel. "Mit Klosi haben wir vorne einen echten Ochsen drin" „Wenn es brennt, jagen wir das Ding hoch vor und haben mit Klosi vorne einen echten Ochsen drin", verdeutlichte Andreas Voglsammer nach dem HSV-Spiel. Er selbst erzwang am Samstag nach Klos-Vorlage die Rote Karte gegen Hamburgs Sakai – und hätte sicher nichts dagegen, wenn das Zusammenspiel auch am Freitag wieder funktionieren würde.

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