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Jubel: Die Arminen Brian Behrendt (l.) und Cedric Brunner nach dem Spiel. - © picture alliance/dpa
Jubel: Die Arminen Brian Behrendt (l.) und Cedric Brunner nach dem Spiel. | © picture alliance/dpa

2. Liga Grandiose Aufholjagd: Arminia Bielefeld gewinnt in Dresden mit 4:3

Bielefeld dreht einen 3:1-Rückstand

Peter Burkamp
31.01.2019 | Stand 31.01.2019, 10:53 Uhr |
Patrick Albrecht

Dresden. Welch ein Spiel. Einer sehr schwachen ersten Halbzeit ließen die Arminen in Dresden eine starke zweite folgen und drehten einen 1:3-Rückstand in einen 4:3-Erfolg Mit Spannung erwarteten die etwa 300 mitgereisten Bielefelder Fans die Aufstellung des DSC. Auf den Außenverteidigerpositionen hatten links Florian Hartherz und rechts Cédric Brunner die Nase vorn. Uwe Neuhaus verzichtete zunächst auf Reinhold Yabo in der Anfangsformation. Schon einiges besser in Form ist Joan Simun Edmundsson, der im Mittelfeld anspielen durfte. Viel Ballbesitz, wenig Chancen Wie geplant versuchten die Gäste, im 4:3:3-System über die Innenverteidiger das Spiel aufzubauen. Risiko vermeidend und mit Hilfe von Torwart Stefan Ortega verzeichneten die Arminen zwar viel Ballbesitz, ohne jedoch vorn Gefahr zu erzeugen. Dynamo fiel das erste Mal nach zehn Minuten auf. Julian Börner grätschte Erich Berko noch rechtzeitig in die Parade. Sobald sich die schnellen Dresdner Spitzen Osman Atilgan und Moussa Kone oder Rechtsaußen Erich Berko in Szene setzen, wurde es gefährlich in Nähe des Bielefelder Strafraums. Ein kluger Pass auf Atilgan, der von einem Stellungsfehler Börners und Hartherz profitierte, brachte dann das 1:0 (19.). Es dauert nicht lange, da bereitet Koné das 2:0 vor. Im Sprint in Richtung Bielefelder Tor läuft er Börner und Behrendt davon. Letzterer kann ihn nur durch ein Foul im Strafraum stoppen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Brian Hamalainen sicher. An Moussa Koné waren auch Jeff Saibene und die Arminen zu Beginn der Saison 17/18 interessiert. Er war jedoch zu teuer. Im Winter wechselte er dann für eine Million Euro vom FC Zürich nach Dresden. Hoffnung durch ein Eigentor Dann kam Hoffnung auf: Dresdens Hamalainen schoss Atik Baris bei einem Rettungsversuch an, so dass der Ball ins Tor trudelte – 1:2. Immerhin war dieser Szene mal ein ansehnlicher Angriff vorausgegangen. Nach einer Chance in der 30. Minute war es auch in dieser Szene Andreas Voglsammer, der für Gefahr gesorgt hatte. Mit einer tollen Parade verhinderte Stefan Ortega in der 40. Minute das 1:3 nach einem Kopfball von Koné. Wenig später ist er machtlos. Koné erzielt das 3:1 für Dynamo. Die Abwehr der Arminen macht einmal mehr eine schlechte Figur im eigenen Strafraum. Plötzlich machte Arminia Druck Knapp zehn Minuten nach Wiederbeginn sorgte Joan Simun Edmundsson wieder für Hoffnung im Lager der Arminen. Mit der Hereinnahme von Yabo für den ineffektiven Staude agierten die Gäste plötzlich druckvoller. Sie hatten Pech, als Voglsammers Kopfball vom Innenpfosten wieder aus dem Tor sprang. Der mittlerweile verdiente Ausgleich gelang dennoch. Fabian Klos verwandelte einen Foulelfmeter in der 69. Spielminute, nachdem er selbst gefoult worden war. Im Schlussdrittel drängte Arminia auf den Siegtreffer, während Dresden nur gelegentlich konterte. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Rote Karte gegen Marco Hartmann, der Klos auf dem Weg zum Tor foulte. Die 4:3-Führung der Arminen fiel dann nach einer schönen Kopfballkombination von Klos und Börner. Letzter nickte zum Siegtreffer ein (79.), nach fünfminütiger Nachspielzeit rissen die Arminen jubelnd die Arme hoch.

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