Voll motiviert: Reinhold Yabo will sich in Benidorm in eine starke Verfassung bringen, um Arminia tatkräftig unterstützen zu können. - © Wolfgang Rudolf
Voll motiviert: Reinhold Yabo will sich in Benidorm in eine starke Verfassung bringen, um Arminia tatkräftig unterstützen zu können. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Reinhold Yabo: Arminias neuer Hoffnungsträger in der Offensive

„Ray“ zieht die neue Herausforderung beim DSC internationalen Einsätzen mit RB Salzburg vor. Er ist von der Philosophie des Trainers angetan.

Peter Burkamp
15.01.2019 | Stand 15.01.2019, 14:38 Uhr |

Benidorm. Es ist der Überraschungscoup schlechthin: „Ray is back" heißt es beim DSC. Reinhold Yabo ist zurück bei Arminia. Während des Trainings in Benidorm wirkt es so, als wäre er nach seinem sechsmonatigen Gastspiel Anfang 2017 gar nicht in Salzburg gewesen. Jetzt ist der vielseitige Offensivspieler keine Leihgabe, sondern mit einem langfristigen (kolportiert bis 2022) Vertrag ausgestattet. In Arminias Umfeld wird der Transfer sehr positiv beurteilt. Die DSC-Fans setzen große Hoffnungen in den bald 27-Jährigen, der in der Spielzeit 17/18 erheblichen Anteil am Klassenerhalt hatte. „Viele Leute haben das Spiel gegen Braunschweig im Kopf, in dem mir ein Dreierpack gelang", weiß Yabo, dass er einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Der 6:0-Erfolg gegen die Eintracht war die Basis für den eine Woche später vollendeten Ligaverbleib. "Ich werde mich immer voll reinhängen" Die aus seinem kurzen, aber erfolgreichen Gastspiel resultierenden Erwartungen an ihn empfindet der U-17-Europameister von 2009 nicht als Hemmnis. „Druck gehört dazu. Den habe ich auf eine andere Weise auch in Salzburg gehabt. Da musste ich mich auf internationalem Niveau beweisen. Die Leute können von mir erwarten, dass ich mich immer voll reinhängen werde." Er wolle sich in eine top Verfassung bringen und starke Leistungen zeigen. Dass Arminia wie bei seinem ersten Gastspiel erneut in den Abstiegskampf verwickelt ist, hat Yabo nicht davon abgehalten, sich an den DSC zu binden. „Wir haben jetzt eine ganz andere Truppe als vor zwei Jahren. Ich sehe den Kader qualitativ stärker", meint er und ergänzt: „Der Tabellenplatz spiegelt die eigentliche Qualität nicht wider." Die Vorbereitung findet Yabo wichtig: „Man setzt sich Ziele, und wir sind hier, um uns in die Verfassung zu bringen, attraktiven Fußball zu spielen und in der Liga zu bleiben." An Letzterem hat der gebürtige Jülicher, dessen Eltern aus der Demokratischen Republik Kongo nach Deutschland kamen, keine Zweifel. Welche Rolle auf dem Platz er übernehmen wird, darauf möchte sich Yabo nur in einer Hinsicht festlegen. „Auf jeden Fall eine offensive. Letztlich kommt es auf das System an und wie es interpretiert wird." "Ich brauche den Drang nach vorn" Am Montagmorgen probierte Trainer Uwe Neuhaus, der Yabo für seine Vorbereiter- und Abschlussqualitäten gleichermaßen schätzt, verschiedene Formationen aus. „Ich kann als zweiter Stürmer, links bei drei Spitzen oder auch als einer der Achter spielen. Ich brauche den Drang nach vorn", sagt Yabo. Er findet es gut, dass der Trainer „uns Inhalte vermittelt, damit wir spielerische Lösungen finden, dass wir uns in Situationen bringen, wo wir torgefährlich sind". Diese Philosophie gefällt Yabo. In Bielefeld sucht er „eine neue Herausforderung". Dass er mit RB Salzburg die Chance hat, auf internationaler Bühne aufzutreten, habe für ihn nicht mehr die Bedeutung besessen. „Ich hatte dieses Erlebnis. Das war kein ausschlaggebendes Argument mehr. Das Gesamtpaket beim DSC hat gepasst", betont Yabo. Außerdem waren da die positiven Erinnerungen an Bielefeld. An den sportlichen Erfolg und die Geburt seines Sohnes Prime Lucas. Verfolgen Sie das Trainingslager im Liveticker:

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