Immer dabei: Der von Arminia ausgeliehene Nikolai Rehnen sammelt im Tor von Fortuna Köln Spielpraxis. Foto: Imago - © imago/Kirchner-Media
Immer dabei: Der von Arminia ausgeliehene Nikolai Rehnen sammelt im Tor von Fortuna Köln Spielpraxis. Foto: Imago | © imago/Kirchner-Media

Arminia Ausleihe in die 3. Liga für Rehnen der richtige Schritt

Der Torwart hat bei Fortuna Köln alle Punktspiele absolviert und entwickelt sich weiter

Peter Burkamp
11.01.2019 | Stand 10.01.2019, 17:56 Uhr

Bielefeld. Leihgeschäfte sind in den Fußball-Profi-Ligen seit Längerem ein probates Mittel, wenn ein Transfer aus diversen Gründen für den aufnehmenden oder den abgebenden Verein keine Option ist. Arminia Bielefeld hat mit Leihgeschäften verschiedene Erfahrungen gemacht. Eher positive, berücksichtigt man, welch großen Anteil zum Beispiel Alexander Schwolow (SC Freiburg) am Aufstieg oder Reinhold Yabo (RB Salzburg) am Klassenerhalt hatten. Aktuell denken die Arminen darüber nach, Robin Hack und/oder Justin Hoogma von Hoffenheim auszuleihen. In die andere Richtung gibt es bisher weniger Erfolgsmeldungen. Das soll sich ändern. Derzeit haben die Arminen zwei Spieler verliehen: Leandro Putaro an Eintracht Braunschweig und Nikolai Rehnen an Fortuna Köln. Offensivkraft Putaro hat 14 Einsätze zu verzeichnen. Rehnen holte das Maximum heraus. Er stand in sämtlichen Drittligaspielen zwischen den Pfosten. Die Ausleihe zur Fortuna (bis 2020) in seine Geburtsstadt Köln sieht er „sehr positiv. Jeder möchte doch spielen. Das war letzte Saison bei Arminia nicht gegeben. Bei Fortuna habe ich die super Möglichkeit bekommen, Praxis zu sammeln." Rehnen war in der Spielzeit 17/18 die Nummer zwei hinter Stefan Ortega, der in eben dieser Spielzeit nicht ein Mal fehlte oder gesperrt war. Wettkampferfahrung sei gerade für einen jungen Torwart wichtig. „Man wächst an seinen Aufgaben, es gibt jedes Spiel unterschiedliche Situationen zu erleben, und man entwickelt sich auch als Persönlichkeit weiter", sagt Rehnen. Die 3. Liga sei dafür eine „gute Plattform", betont der Steinhagener, der 2012 in die DSC-Jugend wechselte: „Ich denke, dass das Tempo gegenüber der Regionalliga noch ein bisschen höher ist und das ganze Drumherum sowie die mediale Begleitung auf die 2. oder 1. Liga vorbereiten." In der Hinrunde habe es mit Fortuna für das Team und ihn persönlich „Höhen und Tiefen" gegeben. Eine „Katastrophe" seien das 0:6 gegen Unterhaching und das 0:7 gegen Wiesbaden gewesen: „Für einen Torwart ist das erst Recht nicht schön." Gegen Ende der Hinrunde punktete die Fortuna regelmäßig und bewegte sich aus der Abstiegszone. Rehnens Bilanz des ersten halben Jahres in Köln fällt positiv aus. „Ich kann nur für mich sprechen. Jeder Spieler hat eine andere Situation. Für mich war es der richtige Schritt." Ausleihgeschäfte gerade für die jüngeren Spieler sind auch aktuell eine Option für den DSC. „Natürlich denken wir darüber nach", sagt Samir Arabi. Allerdings müsste es auch für beide Seiten passen. Seitdem es die U 23 nicht mehr gibt, in der jüngere Profis immerhin auf Oberliganiveau Spielpraxis sammeln konnten, fehlt es an Möglichkeiten, unter Wettkampfbedingungen Fußball spielen zu können. Kandidaten für eine Ausleihe sind aktuell Can Özkan, Cerruti Siya und Semir Ucar.

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