Wer spielen will, muss sich anbieten: Florian Hartherz (Mitte) und seine Kollegen legen wieder los. Foto: Wolfgang Rudolf - © Wolfgang Rudolf
Wer spielen will, muss sich anbieten: Florian Hartherz (Mitte) und seine Kollegen legen wieder los. Foto: Wolfgang Rudolf | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Trainingsauftakt bei Arminia: Jeder kann sich zeigen

Die DSC-Profis sind wieder ins Training eingestiegen. Trainer Neuhaus möchte seinen Kader möglichst schnell komplett haben

Bielefeld. Uwe Neuhaus hat keine Zeit zu verlieren. „Wir wissen, dass unsere sportliche Situation verbesserungswürdig ist", sagte er nach dem Trainingsauftakt. In weniger als vier Wochen steht schon das Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden an. Bis dahin möchte der DSC-Trainer seine Vorstellungen in puncto spielerische Ausrichtung vorantreiben. Als einer von sechs Zweitligisten hat Arminia Bielefeld am Donnerstag den Übungsbetrieb wieder aufgenommen. „Was wir in den ersten 14 Tagen als Crashkurs mitgegeben haben, wollen wir während der Vorbereitung der Mannschaft näherbringen. Das steht absolut im Mittelpunkt der nächsten Wochen", sagte Neuhaus. Der DSC-Trainer, der in Dresden eine 4:3:3-Ausrichtung bevorzugte, mag sich an seinem neuen Arbeitsplatz nicht auf ein System festlegen lassen. „Die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, ist unabhängig vom System. Das kann man auch mit einem 4:4:2 umsetzen." Neuhaus: "Muss noch viele Informationen sammeln" Er habe in der kurzen Weihnachtspause gut abschalten können, sich dennoch gedanklich viel mit Arminia beschäftigt, meinte Neuhaus. Jetzt geht es im direkten Kontakt mit der Mannschaft weiter. „Ich muss noch viele Informationen sammeln." Für ihn geht es darum, bis zum Wiederbeginn der Liga in Dresden am 30. Januar „zu einem Ergebnis zu kommen, welche Konstellation die beste ist". Um sich ein umfassendes Meinungsbild machen zu können, setzt der 59-Jährige auf die Praxis und Testspiele. Bis zum Start sind vorerst fünf Freundschaftsspiele geplant. Es gelte diverse unterschiedliche Formationen zu testen, so Neuhaus. Einige Comebacks möglich Dabei könnte der eine oder andere bereits abgeschriebene Profi zu einem Comeback kommen. „Als ich startete, habe ich ja schon gesagt, dass mich alles, was vorher war, nicht interessiert. Jeder, der sich zeigen will, kann das machen", antwortete Neuhaus auf die Frage, ob auch Christopher Nöthe noch einmal eine Rolle spielen könnte. Der Stürmer, der am Donnerstag 31 Jahre alt wurde, erzielte das erste Trainingstor des neuen Jahres. Nun liegt es an den Profis, in den nächsten Tagen auf sich aufmerksam zu machen. Und ein Ticket für das Trainingslager vom 13. bis 22. Januar in Benidorm zu lösen. Es mache wenig Sinn, Leute mit nach Spanien zu nehmen, die keine Rolle für die Mannschaft spielen, sagte Neuhaus. Auch diejenigen, die nicht in der Lage sind, am Training teilzunehmen, dürften zu Hause bleiben. Das könnte Nils Quaschner treffen, der wegen anhaltender Knieprobleme zuletzt nicht in Tritt kam und auch jetzt zum Wiederbeginn fehlte. Tom Schütz musste wegen Wadenproblemen gestern ebenfalls passen. Wann er wieder einsteigt, ist noch offen. Zu etwaigen personellen Veränderungen, Namen oder Positionen äußert sich Uwe Neuhaus weiterhin nicht, sondern sagte nur: „Ich würde begrüßen, den Kader möglichst schnell komplett zu haben."

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