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Sieg für den DSC: Nach dem erstes Ligaspiel unter Trainer Uwe Neuhaus jubelt die Mannschaft. - © Christian Weische
Sieg für den DSC: Nach dem erstes Ligaspiel unter Trainer Uwe Neuhaus jubelt die Mannschaft. | © Christian Weische

Armina Bielefeld 2:1-Sieg in Kiel: Die Arminia-Spieler in der Einzelkritik

Jan Ahlers
15.12.2018 | Stand 15.12.2018, 12:47 Uhr

Endlich ein Sieg! Arminia Bielefeld hat nach zehn erfolglosen Anläufen wieder ein Pflichtspiel gewonnen. Und das auch, weil mehrere Leistungsträger nach dem Trainerwechsel deutlich verbesserte Leistungen zeigten. Hier sind die Noten für die DSC-Profis. Stefan Ortega Hatte dank aufmerksamer Leistung seiner Vordermänner eine halbe Stunde lang überhaupt nichts zu tun. Dann aber reagierte er stark gegen den Volley-Schuss von van den Bergh, ehe in der zweiten Halbzeit einige gefährliche Holstein-Abschlüsse allesamt das Tor knapp verfehlten. Beim zwischenzeitlichen Ausgleich stimmte er sich nicht gut genug mit Börner ab, ehe Ortega in der entscheidenden Phase wieder sicherer Rückhalt war. Note: 2,5 Cedric Brunner Der Schweizer, der aus verschiedenen Gründen in den vergangenen Wochen seltener auflief, ersetzte Jonathan Clauss als Rechtsverteidiger, blieb aber einer der Unauffälligeren – es ging mehr über die linke Seite. Note: 3,5 Julian Börner Keine Frage, der gegen Sandhausen noch suspendierte Kapitän stand im Vorfeld des Spiels im Mittelpunkt – und während der Partie erst recht: Er rettete bei Schindlers Schuss nach 21 Minuten, putzte auch sonst mit Grätschen und Kopfbällen so einige Male aus. Beim 1:1 von Kiel legte er etwas unglücklich per Kopf auf, doch mit dem umjubelten Siegtreffer war der Fauxpas vergessen. Note: 2 Brian Behrendt Hatte weniger entscheidende Zweikämpfe zu führen als Börner, drosch in der ersten Halbzeit einen Freistoß aus der Ferne links vorbei. Hin und wieder suchte er nach gewonnenen Bällen energisch und temporeich den Weg in die gegnerische Hälfte. Und: Die Schotten hielt er lange dicht, und das war wichtig. Note: 3 Florian Hartherz Fackelte einen Distanzschuss nach sieben Minuten ab, der deutlich über das Tor flog. Das Duell mit dem bei Bundesligisten begehrten Flügelspieler Kingsley Schindler ging hingegen zunächst eindeutig an den Bielefelder Linksverteidiger. Nach dem Seitenwechsel gab es auf der rechten Seite deutlich mehr Räume für Holstein. Ging aber nochmal gut. Note: 3 Manuel Prietl Rolle rückwärts für den Österreicher, der nach einem Ausflug in die Viererkette zurück auf gewohnter Position zwischen den Strafräumen agierte. Wenig verwunderlich zeigte Prietl eine unaufgeregte, durchschnittliche Leistung – wobei „Durchschnitt" beim sehr konstanten 28-Jährigen stets ein wenig höher anzusiedeln ist. Note: 3 Tom Schütz Musste nach zehn Minuten gleich in großer Not gegen den durchstartenden Janni Serra eingreifen – erfolgreich. Zunächst schwache Standards, die selten ankamen, später sollte sich das ändern. Zudem leitete er mit einer Willensleistung das 1:0 von Fabian Klos ein. Ihm gehörten damit viele Prozente an der ersten als auch zweiten Arminia-Führung, als Börner einen Freistoß des Mittelfeldmanns einköpfte. Note: 2 Keanu Staude Der lauffreudige Außenstürmer stach in viele Räume, verzweifelte zu Beginn ein wenig am Schiedsrichter. Als Kiel in der zweiten Halbzeit drückte, hätte er frei vor Kronholm für Ruhe sorgen können, scheiterte aber an einem starken Reflex – so wurde die Angelegenheit spannender als nötig. Note: 3 Anderson Lucoqui Im linken Mittelfeld hatte Lucoqui bis dato noch nicht für den DSC gespielt, erwies sich aber als Aktivposten. Erst vergab er eine Topchance mit dem schwächeren rechten Fuß (18.), um kurz darauf Klos das 1:0 gedankenschnell aufzulegen. Der 22-Jährige bekam überhaupt mächtig auf die Socken, war von der Kieler Defensive selten mit fairen Mitteln zu stoppen. Nach 72 Minuten war der Akku leer, er durfte unter Applaus raus. Note: 2,5 Fabian Klos Wo Klos die ersten 30 Minuten steckte, war kurz darauf eine nichtige Frage: Aus der Drehung, zunächst mit dem Rücken zum Tor, gegen zwei Gegenspieler – das 1:0 passte einfach zum DSC-Stürmer, der in der Folge keine Meter scheute, aber auch eine der zahlreichen Gelegenheiten auf den zweiten DSC-Treffer liegenließ. War am Freitagabend letztlich egal. Note: 2,5 Andreas Voglsammer Der Stürmer war in der Anfangsphase fast überall auf dem Feld zu finden, selbst am eigenen Sechzehnmeterraum. Vor allem Heim-Keeper Kenneth Kronholm hätte dabei zweimal alt aussehen könnte, als ihn Voglsammer zu Fehlern zwang. Das 2:0 ließ er Sekunden vor dem Pausenpfiff aber zu leicht liegen, ähnlich wie einen weiteren Hundertprozenter nach einer guten Stunde. Trotzdem eine sehr auffällige Leistung. Note: 2,5 Jonathan Clauss Zuletzt in der Startelf, gab es heute nur einen Kurzeinsatz ab der 72. Minute für den Franzosen. Die Zeit hätte ausgereicht, um das 3:1 per Konter nachzulegen, doch Kiels Goalie Kronholm verwehrte das. Keine Note Stephan Salger Kam in der 84. Minute für Andreas Voglsammer, um den 2:1-Sieg über die Zeit zu bringen. Mit Erfolg – die Kieler Schlussoffensive blieb aus. Keine Note Sören Brandy Durfte in der Nachspielzeit anstelle von Staude die letzten Sekunden bestreiten und den erlösenden Sieg auf dem Rasen feiern. Keine Note

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