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Lösen sich ab: Jeff Saibene (l.) und Uwe Neuhaus begegneten sich im August noch als Kontrahenten in der Schüco-Arena. Nun wartet der ehemalige Dresden-Coach auf sein erstes DSC-Spiel. - © imago
Lösen sich ab: Jeff Saibene (l.) und Uwe Neuhaus begegneten sich im August noch als Kontrahenten in der Schüco-Arena. Nun wartet der ehemalige Dresden-Coach auf sein erstes DSC-Spiel. | © imago

Neuhaus-Debüt bei Arminia rückt näher Wie viele Trainerwechsel sich in der 2. Bundesliga bislang auszahlten

Arminia: Mit Jeff Saibene wurde bereits der achte Coach der laufenden Zweitliga-Saison gefeuert. Die Neueinstellungen brachten bislang mehrheitlich keinen Erfolg – einer von ihnen musste schon wieder gehen

Jan Ahlers
13.12.2018 | Stand 13.12.2018, 11:44 Uhr

Bielefeld. Schon morgen steht für Uwe Neuhaus die erste Bewährungsprobe als Trainer von Arminia Bielefeld an: Am Abend gastiert der DSC beim Tabellenfünften Holstein Kiel (18.30 Uhr/Sky). Dann gilt es für den 59-Jährigen auch, die bislang wenig erquickliche Bilanz derer aufzupolieren, die in der laufenden Zweitliga-Saison das Traineramt eines Kollegen übernommen haben: Nur wenige Wechsel zahlten sich bislang aus. Dynamo-Aus: "Das haben sicher ähnlich viele nicht verstanden" Die überraschend lange Liste von acht Trainer-Entlassungen in der Hinrunde führt dabei Neuhaus selbst an, der nach nur zwei sieglosen Spieltagen und dem Aus im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden entlassen wurde. „Das haben sicher ähnlich viele nicht verstanden", sagt Neuhaus angesprochen auf das für viele Arminia-Fans nicht nachvollziehbare Aus von Jeff Saibene. Sein Nachfolger Maik Walpurgis führte die Sachsen zwar ins gesicherte Mittelfeld, Konstanz fehlt Dresden aber – gerade das 1:8 beim 1. FC Köln kam einer Demütigung gleich. Einige Wochen später musste Stefan Leitl beim FC Ingolstadt seine Sachen packen, er hatte in sechs Partien fünf Punkte geholt. Sein Nachfolger Alexander Nouri blieb in den folgenden acht Punktspielen nur drei weitere Zähler und war Ende November bereits wieder fällig. Jetzt soll Jens Keller den ursprünglich als Mitfavoriten gehandelten Tabellenletzten zum Klassenerhalt führen, startete aber nur mit einem Remis. Die Riege der bislang wenig wirksamen Trainer-Täusche komplettieren Uwe Koschinat vom SV Sandhausen und Michael Oenning vom 1. FC Magdeburg. Koschinat übernahm Anfang Oktober den Posten von Kenan Kocak auf Rang 17 liegend, holte seitdem nur einen Sieg in seinem allerersten Spiel gegen Ingolstadt. Sandhausen ist trotz des 1:1-Remis in Bielefeld, das Saibene seinen Job kosten sollte, weiterhin Vorletzter. Oenning folgte auf Jens Härtel, der mehr als vier Jahre in Magdeburg an der Seitenlinie stand. Er hat bislang aber lediglich zwei Punkte aus drei Spielen geholt. HSV-Coach Hannes Wolf sticht hervor Einen sofortigen Effekt bewirkte unterdessen Torsten Lieberknecht, der beim MSV Duisburg Ilia Gruev beerbte – das bekam der DSC vor wenigen Wochen schmerzlich zu spüren. Er führte die nach acht Spieltagen noch sieglosen Zebras von den Abstiegsplätzen, musste nach dem 1:0-Auswärtssieg auf der Alm aber zwei deftige Pleiten mit 1:8 Gegentoren einstecken – Duisburg ist weiterhin mittendrin im Abstiegskampf. Einziger dauerhafter Erfolgsgarant ist Hannes Wolf beim Hamburger SV: Er hat, seit er Ende Oktober auf den Platz von Christian Titz rückte, satte 16 von 18 möglichen Punkten geholt und grüßt von der Tabellenspitze. An ihm wird sich Uwe Neuhaus gerne orientieren, auch wenn der DSC bei zuletzt dreifach siegreichen Kielern Außenseiter ist. „Es wäre klasse, wenn uns eine Überraschung gelingen würde", sagt der gebürtige Hattinger, dessen bislang letzter Einstand als Coach ein erfolgreicher war: Mit Dynamo besiegte er 2015 den VfB Stuttgart II in der 3. Liga mit 4:1 und blieb zwölf weitere Spiele ungeschlagen.

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