Turm in der Schlacht: Innenverteidiger Brian Behrendt im Derby-Zweikampf mit Paderborns Uwe Hünemeier. Foto: Christian Weische - © Christian Weische
Turm in der Schlacht: Innenverteidiger Brian Behrendt im Derby-Zweikampf mit Paderborns Uwe Hünemeier. Foto: Christian Weische | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Brian Behrendt setzt gegen Sandhausen auf die Saibene-DNA

Im Heimspiel gegen Sandhausen soll die DSC-Elf an die gute Leistung aus dem Derby anknüpfen

Peter Burkamp
08.12.2018 | Stand 08.12.2018, 10:22 Uhr |

Bielefeld. Wenn nach langer Durststrecke – fünf Heimspielniederlagen in Folge, inklusive Pokal – eine Mannschaft kommt, die noch unter Arminia Bielefeld im Klassement rangiert, ist im Umfeld schnell von einem Pflichtsieg die Rede. Jeff Saibene kann mit diesem Begriff nicht viel anfangen. „Pflichtsieg? Natürlich ist es unser klares Ziel zu gewinnen", sagt Arminias Trainer vor der Heimpartie gegen den SV Sandhausen am Sonntag, 13.30 Uhr, in der Schüco-Arena. Rückkehr zu alten Tugenden Nur zu gern würden der DSC-Trainer und seine Spieler an die Vorstellung aus dem 2:2 in Paderborn anknüpfen – allerdings mit einem besseren Ende als vergangenen Freitag. Jetzt eine Serie starten, sich aus dem Tabellenkeller befreien, das wär’s. Helfen soll dabei die Rückkehr zu alten Tugenden. „In Paderborn hat man wieder die DNA gesehen, die Jeff Saibene mit nach Bielefeld gebracht hat: Mutig sein, vorn draufgehen, den Gegner 90 Minuten lang unter Druck setzten. Dann bekommen wir unsere Chancen und werden auch unsere Tore machen", ist sich Brian Behrendt sicher. In der Woche vor dem OWL-Derby habe sich die Mannschaft mit dem Trainerteam offen ausgetauscht. „Wir sind gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass uns diese Spielweise besser liegt, als abzuwarten", sagt Behrendt. Und so heißt es am Sonntag auch wieder 4:4:2-System mit hohem Pressing und Anlaufen des Gegners. „Es ist kein großes Geheimnis, dass wir es so belassen wollen. Das hat der Mannschaft gut getan. In Paderborn habe ich viel Gutes gesehen. Es war wie im letzten Jahr. Auf dieser Schiene wollen wir weiterfahren", sagt Saibene. Mit Blick auf die Leistung in Paderborn, aber auch angesichts der personellen Situation ist nicht mit größeren Änderungen in der Startelf zu rechnen. Nach wie vor stehen Joan Edmundsson, Nils Seufert, Nils Quaschner, Roberto Massimo und Sven Schipplock nicht zur Verfügung. Alle befinden sich im Aufbautraining. "Prietl hat seine Sache gut gemacht" Der wiedergenesene Julian Börner und der „entsperrte" Cedric Brunner bieten sich für Sonntag an. Wobei Saibene nicht abgeneigt scheint, erneut Manuel Prietl in der Innenverteidigung zu nominieren. „Er hat seine Sache gut gemacht." Nachdem Max Christiansen allerdings kurz pausieren musste und auch Keanu Staude wegen eines Infekts erst am Mittwoch wieder eingestiegen ist, „gibt es zwei, drei Themen, die uns beschäftigen", wie Saibene im Hinblick auf die Startelf formuliert. Viele Alternativen besitzt der DSC-Trainer speziell in der Offensive jedoch nicht. Brian Behrendt ist allerdings davon überzeugt, „dass, egal wer spielen sollte, alle alles geben werden, damit wir am Sonntag einen Sieg einfahren". Dass die Mannschaft unter Druck steht, mag Behrendt nicht leugnen. „Den haben wir uns in den letzten Wochen selbst auf die Schultern gelegt." Aber Druck sei auch wichtig, um mit der nötigen Einstellung an die Aufgabe zu gehen. „Es ist schon ein sogenanntes 6-Punkte-Spiel. Wir können den Abstand auf Sandhausen auf sieben Zähler vergrößern und wollen uns und die Fans glücklich machen", so Behrendt kämpferisch.

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