Am Ende dürfte trotz des späten Ausgleichs die positiven Aspekte des Bielefelder Spiels auch den Spielern aufgefallen sein. - © Christian Weische
Am Ende dürfte trotz des späten Ausgleichs die positiven Aspekte des Bielefelder Spiels auch den Spielern aufgefallen sein. | © Christian Weische

Arminia Arminia gegen SC Paderborn: Die DSC-Spieler in der Einzelkritik

Jan Ahlers

So nah dran war der DSC Arminia an einem nachhaltigen Befreiungsschlag, ehe der SC Paderborn im OWL-Duell in der letzten Spielminute zurückschlug. Nichtsdestotrotz zeigte Bielefeld einen konzentrierten und gefälligen Auftritt wie lange nicht mehr. Hier sind die Noten für die Arminia-Profis. Stefan Ortega In den ersten 45 Minuten ohne echte Prüfung, mehr als das schöne Beiwerk des soliden Rückhalts konnte sich der Keeper nicht erarbeiten. Beim 1:1 war er chancenlos, einen zweiten Kopfball fing er spektakulär im Fliegen. Auch das 2:2, wo Ortega zunächst noch klasse gegen Ritter parierte, war für ihn schließlich nicht mehr zu halten. Note: 3 Florian Hartherz Er hielt Tekpetey meist an der kurzen Leine, die Impulse nach vorne hielten sich am Freitagabend in Grenzen. Daher auch in der Benotung einer der Schwächeren der diesmal guten Arminia-Elf. Note: 3,5 Brian Behrendt Unaufgeregt, cool und in der Luft nicht zu bezwingen. Die Null zur Pause hatte Arminia auch ihrem Turm in der etwas zusammengewürfelten Viererkette zu verdanken, und auch nach dem Seitenwechsel ließ die Hintermannschaft nur drei Chancen zu. Zwei von ihnen waren allerdings drin. Note: 2,5 Manuel Prietl Der sonst emsige Wühler im Mittelfeld rückte aufgrund der Ausfälle von Julian Börner und Cedric Brunner in die Viererkette – die fremde Position war ihm zunächst nicht anzumerken. Glück, dass er eine Michel-Hereingabe nach 20 Minuten nicht ins eigene Tor lenkte, dafür putzte er mehrfach souverän aus. Eine neue Alternative für die Defensivreihe scheint geboren. Note: 2,5 Jonathan Clauss Zuletzt war er aufgrund mangelnder Arbeit gegen den Ball ein Unsicherheitsfaktor, in Paderborn zeigte er eine angenehm solide Leistung ohne Glanzmomente und Aussetzer. Note: 3 Keanu Staude In der ersten Halbzeit räumte der Linksaußen den ein oder anderen Paderborner in Zweikämpfen ab, war aber auch Unruheherd und forderte Rechtsverteidiger Dräger viele Nerven ab. Das war schon in Ordnung, würde der Ostwestfale sagen. Note: 2,5 Tom Schütz Dass der DSC zu Beginn wollte, war ihm besonders anzumerken. Sein strammer Versuch strich nach neun Minuten knapp am linken Pfosten vorbei. Danach lief er, gewann viele Zweikämpfe, ließ wenige scharfe Pässe der Paderborner durch. Und: Seine Freistöße waren, wie auf der Gegenseite die von Philipp Klement, echte Waffen – und nach einem von ihnen fiel das 2:1. Note: 2,5 Max Christiansen Wollte seine nächste Startelfchance unbedingt nutzen und näherte sich nach nur drei Minuten mit einem ersten Flachschuss an. Dann hielt er im Mittelfeld die Angriffsbemühungen der Gastgeber gut im Griff, war überhaupt deutlich präsenter und gewillter. So könnte das öfter etwas werden mit der Startelf. Note: 3 Patrick Weihrauch Einen Kilometerpreis hätte sich der Offensivmann, der sich längst nicht nur auf seinem angestammten rechten Flügel aufhielt, verdient. Munteres Spiel von Weihrauch, wenn auch ohne die großen Aktionen nach vorne. Note: 3 Andreas Voglsammer Seine große Stunde schlug nach langer Flaute kurz nach dem Seitenwechsel: Eine Ballberührung, rumms, drin – und da war das Selbstvertrauen wieder. Weitere Abschlüsse fehlten zwar, doch das erledigte Sturmpartner Klos einige Minuten darauf. Unter Applaus ausgewechselt in der Schlussphase, die aus Arminen-Sicht noch eine böse Überraschung beinhalten sollte. Note: 2,5 Fabian Klos Wuchtig, kampfstark – das übliche Klos-Spiel eben. Bis er in der 46. Minute, kurzfristig auf den linken Flügel ausgewichen, eine maßgenaue Hereingabe auf Voglsammer servierte und dem Spiel eine neue Entwicklung gab. Beim 2:1 war er schließlich, wenn auch etwas unkonventionell, mit jenem Torriecher dabei, der ihn jahrelang beim DSC ausgezeichnet hatte. Starke Leistung des Spielführers, der nach 70 Minuten unter Applaus das Feld verließ – und von der Bank mitansehen musste, wie Paderborn sich noch zum glücklichen Ausgleich zitterte. Note: 2,5 Prince Osei Owusu Kam in der 70. Minute für Klos. Sollte Bälle vorne festmachen, tatsächlich spielte sich das Geschehen aufgrund der DSC-Auswärtsführung erwartungsgemäß eher in der Arminia-Hälfte ab. Keine Note Sören Brandy Endlich mal wieder ein Einsatz für Brandy, wenn auch nur für etwa fünf Minuten. In diesen musste er mitansehen, wie der späte Ausgleich fiel. Keine Note Anderson Lucoqui Kam nach dem 2:2-Ausgleich, allein für die Nachspielzeit, die letztlich ereignislos verstrich. Keine Note

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