Tom Schütz nach dem Ende des Spiels gegen Duisburg. - © Christian Weische
Tom Schütz nach dem Ende des Spiels gegen Duisburg. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Tom Schütz: „Es ist das gute Recht der Fans zu pfeifen“

Erstmals müssen sich die Spieler Pfiffe von den Fans anhören. Ortega vermisst Selbstvertrauen und Kreativität

Philipp Kreutzer

Bielefeld. Sie näherten sich vorsichtig, brachen den Versuch aber schnell ab. Als Arminias Profis sich nach dem Abpfiff der Partie gegen den MSV Duisburg auf den Weg Richtung Südkurve machten, bekamen sie erstmals in dieser Saison nach einem Heimspiel ein lautes Pfeifkonzert der eigenen Anhänger zu hören. Die Kicker machten kehrt und begaben sich mit hängenden Köpfen Richtung Kabine. „Dass der Trainer zum Thema wird, das gehört nun mal dazu" „Es ist das gute Recht der Fans zu pfeifen", sagte Tom Schütz. Der Mittelfeldroutinier räumte ein: „Unsere Leistung war schlecht. Aber wir spielen nicht absichtlich schlecht. Wir werden uns nicht aufgeben." Trainer Jeff Saibene bemängelte: „Uns fehlt offensiv wie defensiv die letzte Konsequenz. Defensiv war es heute eigentlich gut, wir haben kaum etwas zugelassen. Aber dann müssen wir vorne auch öfter mal etwas machen." Auf die Frage, ob er nach der erneuten Niederlage nun wieder Diskussionen um seine Person erwarte, sagte er: „Dass der Trainer zum Thema wird, das gehört nun mal dazu." Torwart Stefan Ortega räumte ein: „Uns fehlen Selbstbewusstsein, Kreativität und die Fähigkeit, mal etwas Besonderes zu machen. Ich habe das Gefühl, bei uns treibt einer den Ball, und die anderen laufen weg. Duisburg kommt gefühlt mit der ersten Chance zum 1:0. In der Entstehung verpassen wir dreimal den Ball, das ist dann auch ein bisschen Pech." Duisburgs Fabian Schnellhardt bestätigte das: „In der zweiten Halbzeit passierte nicht mehr viel, wir hatten das Glück, mit der einzigen gefährlichen Szene zu treffen."

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