DSC Arminia, Jahreshauptversammlung in der Schüco Arena, Hans-Jürgen Laufer und Markus Rejek - © Christian Weische
DSC Arminia, Jahreshauptversammlung in der Schüco Arena, Hans-Jürgen Laufer und Markus Rejek | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Hauptversammlung: Arminia erklärt Mitgliedern den Stadionverkauf

Bielefeld. Historisch, einzigartig, unglaublich: Diese und ähnliche Worte waren am Montagabend im Krombacher Stammtisch in der Schüco-Arena immer wieder zu hören. In der gut dreistündigen Jahreshauptversammlung des DSC Arminia Bielefeld informierten Präsidium und Geschäftsführung 272 Mitglieder über den Verkauf des Stadions und das damit abgeschlossene Sanierungsprogramm. Darüber hatten die Verantwortlichen bereits am Montagmittag in einer Pressekonferenz Auskunft gegeben. DSC-Geschäftsführer Markus Rejek stellte den Mitgliedern in der Jahreshauptversammlung die Einzelheiten des Sanierungsprojekts "Hermann" vor. "Wir sind netto-finanzschuldenfrei", sagte Rejek und sprach von einem "historischen Moment". Gespräche und Verhandlungen mit Gläubigern und Partnern seien während der vergangenen Saison dank der positiven Vorstellungen der Profi-Mannschaft erleichtert worden. Umgekehrt, so Rejeks Appell, gelte es nun, das Team auch in sportlich schwerer Zeit zu unterstützen. "Wir gewinnen zusammen, und wir verlieren zusammen", sagte Rejek. Verpflichtung von Rejek "ein Volltreffer" Präsident Laufer verlieh mehrfach seiner Erleichterung und seinem Erstaunen über die gelungene Sanierung Ausdruck und sprach allen Beteiligten sowie den Mitarbeitern des Klubs seinen Dank aus: "Unfassbar, was ihr geleistet habt." Die Verpflichtung von Geschäftsführer Markus Rejek zum 1. Oktober vergangenen Jahres nannte er einen "Volltreffer". Nun bestehe dank neuer wirtschaftlicher Stabilität beispielsweise die Möglichkeit, das Trainingszentrum zu modernisieren und den Eingangsbereich des Stadions neu zu gestalten. "Ich bin froh", sagte Laufer, "dass nach jahrelangen Gesprächen wegen Stundungen von Schulden genau das nicht mehr nötig ist." Laufer nahm zudem Stellung zur Demonstration der Partei "Die Rechte NRW" in Bielefeld am vergangenen Wochenende. "Rechtsradikalen und Holocaustleugnern zu widersprechen ist keine Politik, sondern Haltung", sagte er, "Arminia ist ein wichtiger Botschafter, und wir haben eine gesellschaftliche Verantwortung. In unserem Verein ist kein Platz für Faschismus und Extremismus. Für die Werte unseres Vereins werden wir immer wieder einstehen." Sportchef Samir Arabi sprach wie Laufer seinem Geschäftsführerkollegen Markus Rejek Dank aus: "Du hast die Arbeit in einer sehr schwierigen Lage übernommen und unermüdlich für Arminia Bielefeld gekämpft." Arabi warnte mit Blick auf die aktuell schwierige sportliche Lage der Profi-Mannschaft vor Schwarz-Weiß-Denken: "Wir müssen auch im Misserfolg in Ruhe analysieren. Wenn wir gewinnen, sind unsere Spieler keine Fußballgötter, und nach sechs Niederlagen handelt es sich nicht um einen Haufen Rohlinge, die den Ball traktieren." Zugleich stellte Arabi zufrieden fest, auch dank der Transfers von Roberto Massimo und Henri Weigelt, die im eigenen Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet wurden, werde Arminia "in der Fußballbranche wieder positiv wahrgenommen". Konkurrenzfähig bleiben Der Leiter von Arminias Nachwuchsleistungszentrum, Finn Holsing, informierte die Mitglieder stolz darüber, in drei Spielzeiten in Folge Spieler in die Profimannschaft integriert zu haben. Holsing sagte auch: "Bei Personal und Infrastruktur müssen wir uns aber verbessern, um konkurrenzfähig zu bleiben. Darauf habe ich schon in der Vergangenheit hingewiesen." Neben Berichten aus den weiteren Abteilungen standen Ehrungen auf der Tagesordnung. Silberne Ehrennadeln und Ehrenurkunden für 25-jährige Vereinszugehörigkeit erhielten Ewald Brinkmann, Markus Füchtenhans, Markus Fulle, Rainer Niehage, Ludger Riedel, Maximilian Steinmüller, Carsten Stellbrink. Für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten die goldene Ehrennadel: Peter Beyer, Karl-Heinz Kerkhoff, Jens Lischke und Hans Joachim Oczylok. Seit 50 Jahren ist Heiko Homann Armine und seit 60 Jahren Heinz-Georg Lütge. Bronzene Verdienstnadeln für Personen, die sich in besonderer Weise für die Förderung des Vereins eingebracht haben, gingen an Dirk Grote, Wendelin Bohrenkämper, Cengiz Cenikli, Tobias Lison, Lutz Bentrup, Sören Düker, Nadja Peek, Ole Wolff, Jörg Hansmeier, Dieter Dünkeloh. Die goldene Verdienstnadel nahm Günter Eing entgegen.

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