Bielefelds Cedric Brunner (r) im Kampf um den Ball mit Ahmet Engin (l) aus Duisburg. - © picture alliance/dpa
Bielefelds Cedric Brunner (r) im Kampf um den Ball mit Ahmet Engin (l) aus Duisburg. | © picture alliance/dpa

Arminia Bielefeld Knock-Out in der 82. Minute: Duisburgs Engin verschärft Arminias Krise

Verfolgen Sie das Spiel im großen Liveticker auf nw.de

Philipp Kreutzer
Patrick Albrecht

Bielefeld. Das Heimspiel gegen den MSV Duisburg sollte für die Kicker von Arminia Bielefeld zum Wendepunkt werden. Doch statt endlich den ersten Pflichtspielsieg seit dem 25. September zu feiern, kassierte der heimische Fußball-Zweitligist am Freitag die nächste Niederlage. Durch das 0:1 (0:0) verlängerte sich Arminias Sieglos-Serie in Meisterschaft und Pokal auf acht Partien. Das einzige Tor des Abends erzielte Ahmet Engin in der 82. Minute auf Zuspiel von Fabian Schnellhardt. Vor 14.766 Zuschauern – Minusrekord in der Schüco-Arena in dieser Saison – schickte Jeff Saibene seine Mannschaft in einem 3-4-3-System auf das Feld, bei gegnerischem Ballbesitz wurde daraus ein 5-4-1. Der DSC-Trainer nahm gegenüber dem 1:1 in Ingolstadt drei personelle Änderungen in der Startelf vor: Stefan Ortega stand nach auskurierter Verletzung wieder im Tor, der ebenfalls von einer Knieblessur genesene Cédric Brunner rückte in die Abwehrreihe und Florian Hartherz ins linke Mittelfeld. MSV war weitgehend im Ballbesitz Anders als bei der 0:3-Pleite im DFB-Pokal vor gut drei Wochen gegen denselben Gegner überließ Arminia dem MSV weitgehend den Ballbesitz und damit die Initiative – und versuchte, aus einer kompakten Defensive nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Nach schönem Spielzug in der neunten Minute über Behrendt, Klos und Weihrauch blockte ein Duisburger Staudes Schuss aus acht Metern im letzten Moment. In der nächsten Aktion traf Bielefelds Offensivakteur nach Fehlpass von Duisburgs Wolze und Zuspiel von Klos aus 18 Metern den Pfosten. Einen Börner-Kopfball nach einer Ecke von Schütz entschärfte MSV-Torhüter Mesenhöler (34.). Mit zunehmender Spieldauer agierte Arminia aber immer zurückhaltender und wirkte teilweise zu passiv. Die Gäste hatten bei einem Kopfball von Stoppelkamp ihre erste Offensivaktion. Ortega wehrte zur Ecke ab (13.). Bei einem Schubser von Behrendt gegen Engin im Strafraum forderten die Duisburger einen Strafstoß, doch Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus ließ zurecht weiterlaufen (38.). Glück hatte der DSC, als Brunner nach zu kurzem Rückpass von Clauss gegen Engin klärte. Der Duisburger hatte zuvor schon Ortega umspielt (45.). In der Schlussviertelstunde kommt Voglsammer Nach der Pause verflachte die auf übersichtlichem Niveau stehende Partie weiter. Nach einer Balleroberung von Prietl geriet Weihrauchs Hereingabe zu unpräzise (56.). Saibene brachte für die Schlussviertelstunde Stürmer Voglsammer – allerdings anstelle von Fabian Klos statt an der Seite des DSC-Rekordtorjägers. Mancher Arminia-Anhänger hätte sich sicher einen zweiten Stürmer gewünscht. Während der DSC offensiv nichts mehr zustande brachte, wurde Duisburg gefährlicher. Einen Tashchy-Schuss aus 14 Metern lenkte Ortega noch zur Ecke (78.). Kurz darauf war der Schlussmann aber machtlos, als Engin frei vor ihm auftauchte und zum 1:0 einschoss. Bemühungen blieben erfolglos Die anschließenden Bemühungen der Gastgeber blieben ohne Ertrag. Der eingewechselte Owusu verfehlte in der Schlussminute mit einem Kopfball das Ziel, Staudes 16-Meter-Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Ebenfalls ärgerlich aus DSC-Sicht: Cédric Brunner sah die fünfte gelbe Karte und fehlt damit am nächsten Freitag beim OWL-Derby in Paderborn.

realisiert durch evolver group