Engagiert: Anderson Lucoqui wird in dieser Szene unsanft von St.Paulis Henk Veerman gestoppt. - © Christian Weische
Engagiert: Anderson Lucoqui wird in dieser Szene unsanft von St.Paulis Henk Veerman gestoppt. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminias Lucoqui gibt sich mit Blick auf die Partie in Ingolstadt kämpferisch

Die linke Seite harmoniert eine Halbzeit lang sehr gut. Vielzahl an Wechseln kein Grund für die Niederlage

Peter Burkamp

Bielefeld. Das Ergebnis mag etwas anderes suggerieren. Dennoch dürfte die Wahrscheinlichkeit groß sein, dass DSC-Trainer Jeff Saibene am Sonntag in Ingolstadt zu einem Großteil der Elf vertraut, die im Spiel gegen St. Pauli eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Pokalniederlage gegen Duisburg zeigte. Vorausgesetzt natürlich, dass die Trainingsleistung stimmt. „Zur Aufstellung möchte ich eigentlich nichts sagen, aber die elf Spieler, die angefangen haben, haben alles gegeben", meinte Julian Börner nach dem bitteren 1:2 gegen St. Pauli. Im Nachhinein könne man sagen, der Trainer habe es richtig gemacht, meinte Arminias Mannschaftskapitän, um gleich hinterher zu schicken: „Ich bin mir sicher, wenn elf andere auf dem Platz gestanden hätten, wären die auch um ihr Leben gelaufen. Wir sind ein Team, das haben wir bewiesen." Mutige Vorstöße nach vorn Zum dritten Mal nach den Spielen in Darmstadt – der 2:1-Erfolg bei den Lilien war der bislang letzte Dreier der Arminen – und gegen Köln durfte Anderson Lucoqui in der Startelf ran. Dieses Mal nicht als offensiver Linksaußen vor Florian Hartherz, sondern an Stelle des Linksverteidigers. In der ersten Halbzeit überzeugte der agile 21-Jährige durch mutige Vorstöße nach vorn und harmonierte auf der linken Seite mit Keanu Staude, der ebenfalls nach längerer Pause mal wieder in der Startelf stand. Im zweiten Durchgang machte das Duo vor der Szene, die durch Salger zum Foulelfmeter führte, allerdings keine gute Figur. Später stand für Arminenfans und das Trainerteam in Zweifel, ob Lucoqui nach diversen Zusammenstößen mit gegnerischen Spielern würde durchhalten können. „Es tat schon weh, aber ich hatte so viel Adrenalin im Blut, dass ich schnell wieder auf den Platz wollte, um der Mannschaft zu helfen", meinte der Ex-Düsseldorfer, der sich bis zum Abpfiff durchbiss. Wie seine Teamgefährten war auch der Verteidiger traurig, am Ende mit leeren Händen dazustehen. „Lieber schlecht spielen und gewinnen, als gut spielen und verlieren", meinte er. Lucoqui wollte unmittelbar nach dem Spiel nicht lange klagen, sondern gab sich kämpferisch mit Blick auf die Partie in Ingolstadt. Dass die Mannschaft nach dem 1:1 durch St. Pauli die Stabilität verloren und sich möglicherweise Angst in den Köpfen breitgemacht habe, „darf uns nicht noch mal passieren", sagte Lucoqui. Er nahm Jeff Saibene in Schutz. „Es liegt nicht an ihm. Wir Spieler müssen uns an die eigene Nase fassen und uns als Mannschaft aus diesen schwierigen Situation wieder herausholen."

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