Chance: Prince Osei Owusu (Mitte), nach seinem Kurzeinsatz gegen Fürth noch bitter enttäuscht, will den Trainer im Test gegen Bremen von seinen Qualitäten überzeugen. - © Christian Weische
Chance: Prince Osei Owusu (Mitte), nach seinem Kurzeinsatz gegen Fürth noch bitter enttäuscht, will den Trainer im Test gegen Bremen von seinen Qualitäten überzeugen. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Knieverletzung: Arminias Ortega fällt wochenlang aus

Die Bielefelder testen in Lohne gegen Werder Bremen. Für den verletzten Torwart Stefan Ortega Moreno rückt Philipp Klewin zwischen die Pfosten.

Philipp Kreutzer
22.10.2018 | Stand 22.10.2018, 19:40 Uhr

Bielefeld. Nach der ebenso unnötigen wie schmerzhaften 2:3-Heimniederlage gegen Greuther Fürth geht es für Arminia Bielefeld am Dienstag mit einem Testspiel weiter. Der Zweitligist trifft um 18 Uhr im niedersächsischen Lohne auf den aktuellen Bundesliga-Dritten Werder Bremen. Für die Bielefelder wird der Test zur Stunde der Reservisten, weil DSC-Trainer Jeff Saibene nach der Niederlage gegen Fürth sicher mehr denn je über Wechsel in der Anfangsformation für das nächste Punktspiel am Samstag bei Erzgebirge Aue (Anstoß: 13 Uhr) nachdenken wird. Akteure wie Sven Schipplock, Prince Osei Owusu, Keanu Staude, Patrick Weihrauch, Roberto Massimo oder Anderson Lucoqui, die zuletzt wenig Einsatzzeiten erhielten, haben jedenfalls nun die Chance, sich beim Coach zu empfehlen. Genauso die nach Verletzungen im Wiederaufbau befindlichen Tom Schütz und Nils Quaschner, die ebenfalls im Lohner Heinz-Dettmer-Stadion auflaufen sollen. Eine Veränderung in der Startelf wird es in Aue in jedem Fall geben: Torhüter Stefan Ortega Moreno steht aufgrund der Innenbandzerrung im Knie, die er im Spiel gegen Fürth erlitt, vorerst nicht mehr zur Verfügung. Auch wenn die Verletzung bei Weitem nicht so schlimm ist wie befürchtet, wird Arminias Nummer eins wohl sogar für mehrere Wochen ausfallen. Der Keeper begann gestern mit der Reha. Für Ortega Moreno wird Philipp Klewin zwischen die Pfosten rücken und damit am Samstag in Aue zu seinem ersten Zweitliga-Einsatz kommen. Der 25-Jährige, im Sommer von Rot-Weiß Erfurt zum DSC gewechselt, soll gegen Werder Spielpraxis sammeln. Nach drei Niederlagen in Folge droht Arminia nun in eine kritische Lage abzurutschen. Der Vorsprung auf den drittletzten Tabellenplatz beträgt nur noch vier Punkte. Alarmierend ist auch der Schnitt von 1,7 Gegentreffern pro Spiel, die zuletzt häufiger gestellten Fragen nach dem System rücken in den Hintergrund. Ob in einer 4-4-2-Formation oder wie zuletzt im 3-5-2: Arminia macht defensiv einfach zu viele Fehler und kassiert zu viele Treffer. Gegen Fürth mischten sich individuelle Patzer wie von Florian Hartherz vor dem 2:2 mit kollektiven Aussetzern wie beim Anschlusstreffer und beim 2:3. Nur dank der Bielefelder Unterstützung machten die Gäste aus einem 0:2-Pausenrückstand einen Auswärtssieg. „Die erste Halbzeit war gut, die zweite Halbzeit eine Katastrophe, nach vorne wie nach hinten", schimpfte Stürmer Fabian Klos. Am besten beherzigen nun alle DSC-Profis das Motto, das Mittelfeldspieler Manuel Prietl ausgab: „Es muss sich jeder an die eigene Nase fassen, und ich fange gleich damit an."

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