Besonderer Moment: Roberto Massimo bei seinem ersten Profitor in Darmstadt. - © Christian Weische
Besonderer Moment: Roberto Massimo bei seinem ersten Profitor in Darmstadt. | © Christian Weische

DSC Arminia Bielefeld Arminias Massimo spielt auf Zypern 90 Minuten für Deutschland

Philipp Kreutzer

Bielefeld. Seinen besonderen Tag verbrachte Roberto Massimo etwa 3.000 Kilometer von Bielefeld entfernt. Auf Zypern feierte Arminias Jungprofi am Freitag seinen 18. Geburtstag. Wobei sich die Feierlichkeiten in einem überschaubaren Rahmen bewegten: Auf der Mittelmeerinsel weilt das Bielefelder Eigengewächs nicht etwa zum Urlaub, sondern zum Trainingslager mit der deutschen U-19-Nationalmannschaft. Massimo nahm viele Glückwünsche entgegen. Freude empfand der Kicker auch, weil er tags darauf in einer Testpartie gegen Aris Limassol 90 Minuten lang zum Einsatz kam. Beim 3:0 (0:0)-Erfolg der DFB-Talente war Massimo im rechten Mittelfeld unterwegs. Die Tore erzielten David Lennart Philipp (Werder Bremen), Charles-Jesaja Herrmann (VfL Wolfsburg) und Patrick Sussek (FC Ingolstadt). Im zweiten Spiel des Tages setzte Trainer Guido Streichsbier auf eine komplett neue Formation, die gegen Apollon Limassol 5:1 (3:1) gewann. Neben dem dreifachen Torschützen John Yeboah (VfL Wolfsburg) traf Yassin Ibrahim (Borussia Dortmund). Ein weiterer Treffer fiel durch ein Eigentor. Beim DSC erhielt Massimo, der in der vergangenen Saison auf sieben Zweitliga-Einsatze kam, für eine Ablöse von 2,5 Millionen Euro von Bundesligist VfB Stuttgart unter Vertrag genommen und an Arminia ausgeliehen wurde, zuletzt nur wenige Anteile. 20 Zweitliga-Minuten hat er in dieser Spielzeit bestritten. Die hatten es allerdings in sich: Der Youngster glich in Darmstadt in der Schlussminute mit seinem ersten Profitor zum 1:1 aus. Umso enttäuschender für Massimo, dass er wenige Tage später gegen Köln nicht zum Einsatz kam und zuletzt in Bochum nicht einmal dem Kader angehörte. Leistungsschwankungen und Konkurrenzkampf „Es ist doch normal, dass ein so junger Spieler Leistungsschwankungen unterliegt", sagt Samir Arabi. Arminias Sport-Geschäftsführer verweist zudem darauf, dass in Joan Simun Edmundsson und Jonathan Clauss im Sommer zwei neue Akteure für die rechte Seite dazukamen, die den Konkurrenzkampf auch für Massimo verschärften. Klar ist aber auch, dass die Spielpraxis, die sich die Stuttgarter für das Leihgeschäft erhofft hatten, zurzeit nicht gegeben ist. Beim VfB dagegen könnte Massimo über die Regionalliga-Mannschaft an den Erstliga-Kader herangeführt werden. Arabi sagt, er sei mit dem VfB, der in Helmut Schulte einen Mitarbeiter für die ausgeliehenen Spieler beschäftigt, „im ständigen Dialog" und halte einen Wechsel Massimos zu den Schwaben bereits in der Winterpause für unwahrscheinlich. Umso spannender wird es sein zu sehen, ob der Youngster am Samstag im Heimspiel gegen Fürth dem DSC-Kader angehören wird.

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