Damals wie heute bedient: Die Bayern-Bank, unter anderem mit Manager Uli Hoeneß und Teamarzt Dr. Müller-Wohlfahrt, in der Saison 1978/79. - © WITTERS
Damals wie heute bedient: Die Bayern-Bank, unter anderem mit Manager Uli Hoeneß und Teamarzt Dr. Müller-Wohlfahrt, in der Saison 1978/79. | © WITTERS

Arminia Bayern-Krise weckt bei Arminen Erinnerungen an 1979

Als der DSC die Bayern daheim abfertigte

Björn Vahle

Bielefeld. Der FC Bayern ist zur Überraschung vieler und zur großen Belustigung all seiner Kritiker in eine Krise gestrauchelt, die man so in den vergangenen Jahren selten erlebt hat. Plötzlich scheint doch wieder Spannung möglich in der Bundesliga, nachdem Gladbach die Münchner im eigenen Stadion mit 3:0 - man muss das so sagen - abfertigte. Dass der FCB verliert ist für sich ja schon zur Seltenheit geworden, dass er hoch verliert geradezu ein Ereignis. Gerade deshalb dürften sich am Samstagabend einige Arminia-Fans wohlig an ein solches Happening erinnert haben. Denn auch der DSC spielt in der Reihe der Mannschaften, die dem Rekordmeister daheim empfindliche Niederlagen zufügten, eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Nur dreimal nämlich verlor der FC Bayern in der Bundesliga daheim höher als am Samstag gegen Gladbach: gegen Duisburg 1967 (0:4), gegen Schalke 1976 (0:7) und zuletzt - tusch - gegen Arminia Bielefeld am 10.3.1979 mit 0:4. Die Tore schossen Klublegende Norbert Eilenfeldt (2), Volker Graul und Helmut Schröder, beim FC Bayern wurde der damals wie heute wahrscheinlich wenig amüsierte Karl-Heinz Rummenigge frühzeitig ausgewechselt. Leider nützte den Arminen der historische Sieg am Ende nichts, als Tabellen-16. stieg der DSC ab. Die Bayern kämpften sich am Ende noch auf Platz 4 vor, hatten mit der Meisterschaft aber nichts mehr zu tun. Zumindest letzteres würden auch Fußball-Fans aus Bielefeld wahrscheinlich so akzeptieren. Der Spannung wegen.

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