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Zufrieden: Arminias Geschäftsführer Markus Rejek freut sich, dass der Sanierungsprozess Fortschritte macht. - © Noah Wedel
Zufrieden: Arminias Geschäftsführer Markus Rejek freut sich, dass der Sanierungsprozess Fortschritte macht. | © Noah Wedel

DSC Arminia Bielefeld Rejeks Wunschlösung bringt Sanierung Arminias voran

Mietforderung der Käufergruppe für den DSC vorteilhafter als bei Mitbewerbern

Peter Burkamp
04.10.2018 | Stand 04.10.2018, 04:55 Uhr

Bielefeld. Arminias Geschäftsführer Markus Rejek bezeichnet die Konstellation, dass ein Konsortium ostwestfälischer Firmen die Schüco-Arena kauft, als Ideallösung und Win-win-Situation: „Die Unternehmen, die sich am Kauf beteiligen, sind auch zum Teil schon unsere Gesellschafter. Sie haben Interesse, etwas für Arminia zu tun und auch für den Standort Bielefeld." Rejek ist „sehr glücklich, dass sich diese Konstellation ergeben hat". Es sei schon immer sein Wunsch gewesen, aber als das Bündnis Ostwestfalen eingestiegen sei, sei nicht die richtige Gelegenheit für das Thema Stadionverkauf gewesen. Arminia ist nun in der Lage, den Prozess der Sanierung fortzusetzen. Die Verträge für den Verkauf des Stadions und die Anmietung durch die Arminia Bielefeld KGaA sollen noch im Oktober unterschrieben werden, so Rejek: „Die Grundparameter stehen, Details müssen wir noch verhandeln. " Alle sind zu gleichen Anteilen beteiligt Die Tilgung der Restschulden durch den Stadionverkauf sei „erste Aufgabe" gewesen. Und Voraussetzung für einen Forderungsverzicht verschiedener Gläubiger. Es bleiben rund 3,5 Millionen von 22 Millionen Euro (letzter offizieller Stand) an Verbindlichkeiten. Zeitnah soll nun mit der Stadt Bielefeld, dem dann letzten verbliebenen Gläubiger, verhandelt werden, „um reinen Tisch zu machen", wie Markus Rejek formulierte. Die sechs Unternehmen Dr. August Oetker KG, die Gauselmann AG, JAB Josef Anstoetz KG, die MöllerGroup, DMG Mori AG sowie die Böllhoff-Gruppe, die das Stadion zusammen mit Immobilienexperten kaufen, bilden eine eigene Gesellschaft innerhalb der Alm KG. Alle, auch die Immobilienexperten, sind finanziell beteiligt. Zu gleichen Anteilen, wie es heißt. Arminia wird nach dem Verkauf des Stadions Generalmieter. Die Miete, die das ostwestfälische Käuferkonsortium verlange, sei für Arminia vorteilhafter als die Forderungen der anderen Kaufinteressenten gewesen, teilte Markus Rejek mit. „Wir sind als Profi KGaA dafür verantwortlich, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Das hat auch den Vorteil, dass uns keiner reinredet. Für den Rasen beispielsweise sind wir zuständig", erklärte Rejek. „Konzerte und Abi-Feiern sind ein No-Go" Arminia bleibe auch Ansprechpartner für die Mieter der Büros. Eine Nutzung der Räumlichkeiten im Stadion durch die neuen Besitzer sei möglich, so Rejek. Die müsse aber vereinbar mit den Interessen der Nachbarn sein. „Konzerte und Abi-Feiern sind ein No-Go", sagte Rejek. Durch den Verkauf des Stadions werde sich nicht unmittelbar finanzieller Spielraum im sportlichen Bereich ergeben. „Die Entschuldung steht im Vordergrund. Wir haben aber jetzt die Chance, aus eigener Kraft Mittel für uns zu generieren", betonte Rejek. So könnten zum Beispiel mögliche weitere Pokaleinnahmen für die Profiabteilung verwendet werden.

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