Thomas Lauritzen sieht Schüco weiter eng mit Arminia verknüpft. - © Christian Weische
Thomas Lauritzen sieht Schüco weiter eng mit Arminia verknüpft. | © Christian Weische

DSC Arminia Bielefeld Verkauf des Arminia-Stadions sorgt für beste Laune

Arminia-Aufsichtsratschef Hartmut Ostrowski, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen und Schüco-Sprecher Thomas Lauritzen freuen sich über die ostwestfälische Lösung

Bielefeld. Sechs Investoren kaufen das Stadion von Arminia Bielefeld. Die Dr. August Oetker KG, die Gauselmann AG, JAB Josef Anstoetz KG, die MöllerGroup, DMG Mori AG sowie die Böllhoff-Gruppe stehen auf der Liste. Die Absichtserklärung, der sogenannte Letter of Intent ist unterschrieben. Die Erleichterung ist groß in Ostwestfalen-Lippe - nicht nur bei Arminia.  "Das ist eine ostwestfälische Lösung, damit kann man nur sehr zufrieden sein", freut sich Arminia-Aufsichtsratschef Hartmut Ostrowski, der gerade in Spanien weilt. Es habe auch eine andere Option gegeben, mit einem Interessenten außerhalb von OWL. "Aber die wäre weniger wirtschaftlich gewesen." Jetzt stehe noch die Entscheidung im Bielefelder Rat an, in dem es um die Schulden von Arminia geht. Und dann kann es losgehen. "Durch den Verkauf ist Arminia in Zukunft sportlich nicht mehr durch die finanzielle Bremse behindert", sagt Ostrowski. "Wenn das zustande kommt, dann ist das eine gute Nachricht", versichert Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen. Die in der Vergangenheit oft prekäre Finanzsituation des Vereins habe sich wie ein "Mühlstein" ausgewirkt. Auch die Stadt Bielefeld profitiere, sagt Clausen. Die Zukunft des Vereins werde stabilisiert, das sei auch deshalb wichtig, weil die Schüco-Arena ja mitten in der Stadt liege. "Das bedeutet für die Stadtentwicklung ein Risiko weniger." Zufrieden ist auch Thomas Lauritzen, der für die Schüco International KG im Aufsichtsrat sitzt. Immerhin bis 2020 ist Schüco Inhaber der Namensrechte am Stadion, trotzdem ist das Unternehmen nicht auf der Käufer-Liste. Warum? "Eine gute Lösung" Darüber habe das Unternehmen schon vor vielen Jahren eine Grundsatzentscheidung getroffen. "Deshalb sind wir auch nie Anteilseigner der Stadiongesellschaft gewesen", erklärt Thomas Lauritzen, Sprecher der Schüco-Gruppe. Blitzzufrieden ist er dennoch mit der für November geplanten Transaktion. "Das ist eine gute Lösung", sagt Lauritzen. Haus bleibt ostwestfälisch "Ich finde es toll, dass das Haus ostwestfälisch bleibt." Seit 2010 ist Lauritzen Mitglied des Aufsichtsrats und hat daher den Verkaufsprozess begleitet. Dass sich der Verkauf etwas länger hingezogen hat, als ursprünglich geplant, habe ihn nicht beunruhigt. "Natürlich ist da viel Herzblut dabei." Dadurch, dass ein Rückkaufrecht für den Verein Bestandteil des Vertrags ist, habe sich der Kreis der potenziellen Investoren automatisch auf Ostwestfalen reduziert. Der Kauf des Stadions sei eben kein klassisches Rendite-Objekt, das Risiko sei schwerer zu kalkulieren als bei anderen Projekten. Ruhig, aber dynamisch Gut sei gewesen, dass die Transaktion durch die Zusagen des Bündnis Ostwestfalen nicht unter Zeitdruck gestanden habe. "Wir konnten das in Ruhe und ostwestfälisch genau machen", sagt Lauritzen. Die Arbeit gehe "ruhig, aber dynamisch" voran. Und Finanzgeschäftsführer Markus Rejek mache "einen Superjob".

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