Keanu Staude versucht, in dieser Szene an Kölns Defensivspieler Marco Höger vorbei zu kommen. - © Christian Weische
 Keanu Staude versucht, in dieser Szene an Kölns Defensivspieler Marco Höger vorbei zu kommen. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Keanu Staude sucht seine Chance für weiteres Tor in Bochum

In Bochum, beim nächsten DSC-Gegner, erzielte der Mittelfeldspieler sein erstes Zweitligator

Bielefeld. Einwurf von Florian Dick, Kopfballverlängerung Tom Schütz, „dann habe ich den Ball irgendwie über die Linie gestochert". Keanu Staude erinnert sich noch genau an sein erstes Zweitligator für Arminia. Es war die 1:0-Führung beim VfL Bochum, am Freitag Arminias nächster Gegner, erzielt am 7. Mai 2017. Die Partie endete 1:1. Fünf Zweitligatreffer hat das Bielefelder Eigengewächs mittlerweile auf seinem Konto. Mit dem Schuss zum zwischenzeitlichen 1:2 im Heimspiel gegen den 1. FC Köln beendete Staude eine lange Durststrecke. Zuletzt hatte er am 6. August in Fürth ein eigenes Tor bejubeln dürfen. „Es tut immer gut, wenn man trifft", sagt Staude. Wettspielchen beim Training Sichtlich mit Spaß an der Sache lieferte er sich nach dem Montag-Training mit einigen anderen jüngeren DSC-Profis ein kleines Wettspielchen. Dabei schien es zuletzt fast so, als hätte der Mann, dessen Sololauf und kecker Abschluss zum 5:0-Zwischenstand beim wichtigen Sieg gegen Braunschweig (Endstand 6:0) in der vorvergangenen Spielzeit führten, seine Unbekümmertheit verloren. Nach 28 Einsätzen, zwei Toren und vier Vorlagen in der zurückliegenden Saison bleibt der 21-Jährige aktuell hinter den Erwartungen zurück. Jeff Saibene verspricht sich mehr von Staude, aber auch von Patrick Weihrauch. Letzterer konkurriert mit Staude um den Platz im linken Mittelfeld. Saibene bezeichnete die Form der beiden jüngst als Durchschnitt. Weder Staude noch Weihrauch empfehlen sich für einen Stammplatz Weder Staude noch Weihrauch schafften es, sich nachhaltig für einen Stammplatz zu empfehlen. Dabei hatte Weihrauch gegen Berlin zu Anfang einige gute Szenen. In Darmstadt zog Saibene Anderson Lucoqui, eigentlich Linksverteidiger, den beiden vor. Der Ex-Düsseldorfer fiel nicht ab. Staude möchte natürlich mehr Spielanteile, gibt sich öffentlich aber zurückhaltend: „Ich habe kein Problem damit. Der Trainer entscheidet. Aber ich nehme mir die Kritik zu Herzen und versuche, mich im Training bestmöglich zu präsentieren." Offenbar gelingt ihm genau dies häufiger. „Es gibt Tage, da trainiert er so, als wolle er den nächsten Gegner im Alleingang besiegen", sagt Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. Staude versucht positiv zu bleiben Angesichts mancher Trainingseindrücke fällt es den DSC-Verantwortlichen um so schwerer zu erklären, warum Staude nicht mehr so explodiert wie in dem denkwürdigen Spiel gegen Braunschweig. Und er selbst? „Ich kann es nicht sagen. Manchmal hat man 50:50-Situationen, die gegen einen laufen. Manchmal trifft man die falsche Entscheidung." Staude mag keine Ausreden suchen. „Ich versuche positiv zu bleiben." Den Trainer möchte er überzeugen. Vielleicht bekommt er die Chance für ein weiteres Tor in Bochum. Dort, wo alles anfing.

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