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Enttäuschte Arminen: Der HSV bejubelt in dieser Szene den Treffer durch Pierre-Michel Lasogga zum 3:0-Endstand. Foto: Christian Weische - © Christian Weische
Enttäuschte Arminen: Der HSV bejubelt in dieser Szene den Treffer durch Pierre-Michel Lasogga zum 3:0-Endstand. Foto: Christian Weische | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia-Spiel gegen Hamburg: Unter Wert geschlagen

Nach der Enttäuschung beim HSV wollen Trainer Saibene und seine Profis die richtigen Lehren ziehen

Peter Burkamp
29.08.2018 | Stand 29.08.2018, 06:10 Uhr

Bielefeld. Das schönste Fußball(Stadion)-Erlebnis ist weniger als die Hälfte wert, wenn das Resultat am Ende nicht stimmt. Mit hängenden Köpfen verließen die Bielefelder nach der 0:3-Niederlage das Hamburger Volksparkstadion. Die mit großer Vorfreude angetretene Reise zum großen HSV geriet für Arminias Profis, ihren Trainer Jeff Saibene und die 3.400 mitgereisten Fans zur Enttäuschung. Saibene, bekennender HSV-Sympathisant seit seiner Kindheit, hatte nach dem Spiel „schon vergessen", wie es sich anfühlte, den Stadionrasen zu betreten. „Es war einfach extrem bitter. Wir haben phasenweise sehr gut gespielt. Letztlich waren wir aber in den zwei, drei entscheidenden Situationen nicht gut." Der frühe Rückstand, als Keeper Stefan Ortega von zwei Hamburgern angegangen nach einer Ecke nicht konsequent wirkte und Lewis Holtby das 1:0 gelang (9.), spielte dem HSV in die Karten. „Ich war froh, dass wir gut gestartet sind, da Bielefeld eine Mannschaft hat, die unglaublich unangenehm im Anlaufen ist und die gefährlich ist, wenn sie ins Umschaltspiel kommt", sagte HSV-Trainer Christian Titz. Des Gegners Freud’ bedeutete für Arminia ein mühevolles Anrennen. „Wir haben einen riesen Aufwand betrieben", erinnerte sich Saibene. „Leider ist uns der Ausgleich nicht gelungen, obwohl wir gute Chancen hatten." "Hätte ein ganz anderes Spiel werden können" Die größte besaß Andreas Voglsammer kurz vor der Halbzeit. Anstatt den selbst eroberten Ball vorbeizulegen oder Julian Pollersbeck auszuspielen, scheiterte er mit einem Heber. Ob der HSV-Keeper den Ball Rot-verdächtig außerhalb des Strafraums abwehrte, konnte nicht eindeutig geklärt werden. Ähnlich wie vor dem 0:1 war die Situation umstritten. Die beteiligten Arminen müssen sich aber auch vorwerfen lassen, nicht optimal gehandelt zu haben. „Ich hätte ihn reinmachen müssen", gab sich Andreas Voglsammer denn auch selbstkritisch. Christian Titz war froh, dass seine Mannschaft die starken Phasen der Arminen vor und nach der Pause unbeschadet überstehen konnte. „Mit dem Ausgleich hätte es ein ganz anders Spiel werden können", meinte der Hamburger Coach. Statt des 1:1 fiel das 0:2 (75.) durch Pierre-Michel Lasogga, der kurz vor Schluss dann auch noch per Foulelfmeter zum 0:3 traf. „Er hat den Unterschied ausgemacht", sagte HSV-Trainer Titz über den Torjäger, dessen Auftritt mit „abgezockt" wohl treffend beschrieben ist. Währen Lasogga beim Sieger im Mittelpunkt stand, mochte Julian Börner die viel zitierten entscheidendem Momente der Partie nicht personalisieren. „Ich werde die Niederlage nicht an Einzelnen festmachen. Wir haben als Mannschaft einerseits ein gutes Spiel gemacht und gezeigt, dass wir mit dem HSV mithalten können, haben aber auch 0:3 verloren. Es gibt also noch einiges zu verbessern", sagte der DSC-Kapitän. Ähnlich sah es auch Jeff Saibene. „Wir müssen aus unseren Fehlern lernen, diese Niederlage wird uns nicht umwerfen." Zumal die Höhe des Sieges „nicht den Spielverlauf widerspiegelt", wie Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi anmerkte. „Wir sind in der richtigen Spur. Das Spiel haken wir schnell ab", sagte Manuel Prietl mit Blick auf das Heimspiel gegen Regensburg.

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