Jubel! Arminia Bielefeld nach dem Tor gegen Dresden. - © Wolfgang Rudolf
Jubel! Arminia Bielefeld nach dem Tor gegen Dresden. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Matchwinner Edmundsson: Arminia siegt 2:1 gegen Dynamo Dresden - Fans bleiben friedlich

Die Partie galt als Hochsicherheitsspiel. Der Polizei wurden aber keine besonderen Vorkommnisse gemeldet.

Matthias Schwarzer
Patrick Albrecht

Bielefeld. Arminia Bielefeld hat das erste Heimspiel der neuen Saison mit 2:1 gegen Dynamo Dresden gewonnen. Anders als befürchtet blieb am Samstag auch auf den Fanrängen alles ruhig: "Uns wurden keine besonderen Vorkommnisse gemeldet", bestätigt die Polizei in Bielefeld auf Anfrage von nw.de. Weil im Dezember 2013 mehrere Hundert Hooligans aus Dresden auf ihrem Weg ins Stadion massiv randaliert hatten, galt das Spiel als Hochsicherheitsspiel. Etwa 1000 Dynamo-Fans waren nach Bielefeld gereist, die Polizei war mit mehr Einsatzkräften vor Ort als gewöhnlich. Starke Leistung von Arminia Auch sportlich lief alles rund: Neuzugang Joan Edmundsson zeigte am Samstag erneut eine starke Leistung und erzielte sein bereits zweites Saisontor, ehe er zudem das 2:0 durch Fabian Klos auflegte. Die Arminen verpassten es, mit dem 3:0 für die Entscheidung zu sorgen und mussten so nach Berkos Anschlusstreffer kurz vor Schluss noch einmal mächtig zittern. DSC-Trainer Jeff Saibene schickte diesselbe Startelf ins Rennen, die bereits am vergangenen Sonntag in Heidenheim begonnen hatte. Die 19.409 Zuschauer sahen eine eher ereignisarme Anfangsviertelstunde. Bis auf einen verunglückten Distanzschuss von Behrendt blieben die Arminen in der Offensive unauffällig. Zwar hatte die Saibene-Elf mehr vom Spiel, konnte das jedoch nicht in Torchancen ummünzen. Das änderte sich mit fortschreitender Spieldauer. Zunächst bewies Neuzugang Seufert mit einem Chipball in den Sechzehner auf Edmundsson sein gutes Auge, der diesen jedoch nicht kontrollieren konnte (23.). Tempo angezogen Zwei Minuten später setzte Kapitän Börner einen Kopfball nach einem Hartherz-Freistoß auf das Tornetz (26.). In der 28. Minute sollte dann der Knotenlöser folgen: Innenverteidiger Müller verlängerte unfreiwillig per Kopf auf Voglsammer, der den Ball auf Edmundsson weiterleitete. Dieser nahm ihn im vollen Lauf mit der Brust mit und schob die Kugel frei vor Keeper Schubert überlegt ins linke Eck. Das zweite Tor im zweiten Spiel für den Neuzugang von den Faröer-Inseln. Mit der Führung im Rücken zog die Saibene-Elf das Tempo deutlich an und erarbeitete sich Chancen im Minutentakt: Staude (31.) und Edmundsson (33.) konnten mit ihren Abschlüssen zwar für wenig Gefahr sorgen, sollten dann mit einer tollen Direktkombination Fabian Klos das 2:0 mustergültig vor die Füße legen. Dieser bedankte sich rechtherzlich und spitze den Ball durch die Beine von Keeper Schubert zum verdienten 2:0 über die Linie (33.). Bis auf einen Abschluss aus 16 Metern von Duljevic (19.) brachte Dynamo kaum etwas zustande, was auch an den Arminen lag, die den Gegner stetig in dessen Hälfte unter Druck setzten. Nach 35 Minuten gewährten die Bielefelder Dumic zu viel Platz, der bis in den Sechzehner vordrang, dort aber knapp am rechten Pfosten vorbeizielte. Foul gegen Staude Nachdem Staude aus aussichtsreicher Position einen harmlosen Schlenzer in Richtung Dynamo-Tor abgab (39.), hatte Voglsammer fünf Minuten vor dem Pausenpfiff das 3:0 auf dem Fuß: Nach einem langen Ball aus der Abwehr gelang der Ball zu Voglsammer, der links im Sechzehner frei zum Schuss kam und die Kugel knapp am langen Pfosten vorbei setzte. Nach Wiederanpfiff schaltete Arminia einen Gang runter und ließ Dresden agieren, verteidigte aber geschlossen und kompakt und ließ zunächst nichts zu. Dresden wirkte nach der Umstellung von einer Dreier- auf eine Viererkette zwar etwas sicherer, fand in der Offensive aber keine Lösungen. Koné kam nach 57 Minuten zur bis dato besten Chance für die SGD, konnte den starken DSC-Keeper Ortega aus spitzem Winkel jedoch nicht überwinden. Den Arminen eröffneten sich zunehmend mehr Räume in der Offensive, Dresden ging bereits Mitte der ersten Halbzeit hohes Risiko. Nutzen konnte der DSC das nicht: Nach einer der zahlreichen Kontermöglichkeiten wurde Staude gut 20 Meter vor dem Tor zu Foul gebracht. Voglsammer schlenzte den anschließenden Freistoß denkbar knapp am linken Pfosten vorbei (66.). Der stark aufspielende Seufert versuchte sich ebenfalls mit zwei Abschlüssen, die jedoch deutlich ungefährlicher waren (71.,76.). Dresden hatte im zweiten Durchgang zwar mehr vom Spiel, doch die Saibene-Elf verstand es, immer wieder für Entlastung zu sorgen und den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. Saibene brachte in den letzten Minuten Tom Schütz für Torschütze Fabian Klos, um das Zentrum weiter dicht zu machen. Mit 4 Punkten zum Auswärtskracher Zuvor waren bereits Weihrauch für Brunner (verletzungsbedingt) sowie Schipplock für Voglsammer gekommen. Das 3:0 sollte trotz guter Kontermöglichkeiten nicht fallen, und so musste doch noch einmal gezittert werden. Nachdem Röser nach Zuspiel von Duljevic nach 72 Minuten noch entscheidend gestört werden konnte, hatte es der eingewechselte Berko drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit einfacher: Wahlqvist legte Eberts Hereingabe von links an der rechten Grundlinie zurück in den Fünfer, wo Berko lauerte und nur noch das leere Tor vor sich hatte (87.). Nur noch 2:1. Die Arminen mussten vollkommen unnötig zittern und bestraften sich in der Nachspielzeit beinahe selbst. Zunächst scheiterte Dumic aus kürzester Distanz per Kopf an Ortega, eine Minute später traf Nikolaou nach einer Freistoßhereingabe aus extrem spitzen Winkel nur den Außenpfosten. Am Ende blieb es beim verdienten 2:1-Erfolg. Somit hat Arminia Bielefeld nach zwei Spielen vier Punkte auf der Habenseite und kann nun mit einer guten Stimmung zum Auswärtskracher zum Hamburger SV fahren (Montag, 27.8., 20:30 Uhr). Hier können Sie das Spiel im Ticker nachlesen:

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