Arminia Bielefel trainiert wieder in den Alpen. - © Christian Weische (Archiv)
Arminia Bielefel trainiert wieder in den Alpen. | © Christian Weische (Archiv)

Arminia Bielefeld Auftakt im Trainingscamp: Arminen kommen in Zell am See an

Philipp Kreutzer

Zell am See-Kaprun. Die bisherigen Dienstreisen in dieser noch jungen Saison absolvierten sie im Bus. Am Montag besteigen die Kicker von Arminia Bielefeld erstmals seit dem Trainingsauftakt ein Flugzeug. Um 15.10 Uhr startet eine Eurowings-Maschine mit dem DSC-Tross an Bord von Köln/Bonn Richtung Salzburg in Österreich. Reiseziel des Zweitligisten ist wie im Vorjahr das Hotel Tauern Spa in Zell am See-Kaprun. Im Trainingslager wollen sich die Arminen bis zur Rückreise am 17. Juli für die bevorstehende Saison in Form bringen. 26 Kicker sind dabei, aus dem Lizenzspielerkader fehlt lediglich der freigestellte Christopher Nöthe. Verläuft die Anreise mit 70-minütigem Flug und anschließendem Bustransfer reibungslos, ist nach der Ankunft am Montagabend ein Trainingslauf vorgesehen. Am Morgen danach soll es auf dem Rasenplatz im Ort eine intensive Ausdauereinheit geben. In der Folge wird sich der Fokus nach und nach verschieben. Die Grundlagen Kraft und Ausdauer sind gelegt, Taktisches rückt in der Vordergrund. „Wir legen vor allem auf die drei Testspiele sehr viel Wert", sagte Cheftrainer Jeff Saibene vor der Abreise nach Österreich. Während des Trainingslagers treffen die Bielefelder am Mittwoch, 11. Juli, 17 Uhr, in Neukirchen auf den FC Banik Ostrau. Am Samstag, 14. Juli, um 13.30 Uhr, heißt der Gegner in Bruck an der Großglocknerstraße FK Jablonec. Den Abschluss bildet die Partie gegen Dinamo Moskau am Sonntag, 15. Juli, um 13 Uhr, in St. Ulrich. Teamgeist ohne Ablenkung Nachdem er in der ersten Trainingswoche in Bielefeld in den Spielformen „noch einiges laufen gelassen" habe, will Saibene nun früher intervenieren und korrigieren. Der Fokus liege in Österreich zunächst auf „unseren Prinzipien im Defensivverhalten, die die neuen Spieler kennenlernen sollen". Die Integration der sieben Neuzugänge lässt sich nach Meinung Saibenes in einem Trainingslager sehr gut weiter vorantreiben. Bei der täglichen Arbeit in den Alpen soll – möglichst frei von Ablenkung – ein Teamgeist entstehen, mit dem sich die Mannschaft selbst erfolgreich durch die Saison tragen kann. Deshalb ist beispielsweise auch ein Mannschaftsabend ohne Trainerteam vorgesehen – ordentliche Leistungen in Spiel und Training vorausgesetzt. Grundsätzlich aber stellte der Coach bereits Ende vergangener Woche zufrieden fest: „Ich habe das Gefühl, die sieben Neuen sind schon seit acht Monaten bei uns." Vor der Mannschaft reiste am Wochenende schon eine DSC-Abordnung um Zeugwart Rainer Schonz sowie Betreuer und Busfahrer Dirk Westerhold nach Zell am See. In einem 40-Personen-Bus sowie drei Bullis transportierten sie sämtliche Trainingsmaterialien nach Österreich. Darunter Medizinbälle und eine neue Kamera, mit der Videoanalyst Philipp Heithölter Übungseinheiten und Spiele aufzeichnet und Sequenzen für das Trainerteam sowie die Mannschaft aufbereitet. Auch 30 Mountainbikes stehen bereit. Mit ihnen werden die Spieler die ganz kurzen, nur etwa zehnminütigen Dienstwege zwischen Hotel und Trainingsplatz im Ort zurücklegen. Viel Aufwand also, der dem DSC möglichst großen Ertrag bringen soll. Trainer Jeff Saibene ist jedenfalls sicher: „Wenn wir einen guten Teamgeist haben, werden wir erfolgreich sein."

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