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Konstantin Kerschbaumer und Julian Börner gegen den Kieler David Kinsombi. - © Christian Weische
Konstantin Kerschbaumer und Julian Börner gegen den Kieler David Kinsombi. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminias Spiel gegen Holstein Kiel: Ein teuer erkämpftes Remis

Beim 1:1 gegen Holstein Kiel ziehen sich Behrendt, Voglsammer und Klos erhebliche Verletzungen zu. Börner und Kerschbaumer fallen wegen Gelbsperren am Sonntag in Ingolstadt aus

Jörg Fritz
03.04.2018 | Stand 02.04.2018, 21:06 Uhr |

Bielefeld. Der ostersonntägliche Besuch der Schüco-Arena war nichts für schwache Gemüter. „Fast jeder Spieler humpelte vom Platz", fasste Arminia Bielefelds Mittelfeldspieler Tom Schütz die leidenschaftlich geführten 90 Minuten plus Nachspielzeit zusammen. Nach dem Abpfiff des nicht immer sicher wirkenden Schiedsrichters Benedikt Kempkes stand es 1:1, was zumindest aus Kieler Sicht in Ordnung war. In einem Kampfspiel, das vor 20.150 Zuschauern phasenweise mit harten Bandagen geführt wurde, ließen die Arminen vor allem in der zweiten Halbzeit durch Andreas Voglsammer (3), Florian Hartherz und Fabian Klos fünf erstklassige Chancen zum durchaus möglichen Siegtreffer aus. „Wir hätten den Sieg verdient gehabt, können aber auch mit dem einen Punkt leben", meinte Trainer Jeff Saibene. Schütz: "Das darf nicht passieren" Die Führung für Arminia hatte Brian Behrendt in der 21. Minute mit einem Distanzschuss aus 35 Metern erzielt. Vier Minuten später gelang den Kielern, die spielerisch den reiferen Eindruck hinterließen, durch Kingsley Schindler der 1:1-Ausgleich. Nach einem schlecht ausgeführten Eckball von Tom Schütz funktionierte im defensiven Bereich die Zuteilung nicht, so dass die Kieler diese Einladung mit einem schnellen Konter zu ihren Gunsten nutzten. „Das darf nicht passieren", beanstandete Tom Schütz. Jeff Saibene zog nach dem dritten Spiel in Serie gegen einen Aufstiegsaspiranten dennoch ein zufriedenstellendes Fazit. „Wir haben gegen Nürnberg, Düsseldorf und Kiel vier Punkte erkämpft und gezeigt, auf Augenhöhe zu sein. Das sind gute Ergebnisse." Auch Kapitän Julian Börner gab sich selbstbewusst. „In diesen drei Partien haben wir einiges, aber nicht alles richtig gemacht. In der Tabelle stehen wir zu Recht da, wo wir jetzt stehen." Kerschbaumer und Börner gesperrt Mit 39 Punkten haben die Ostwestfalen als Tabellensechster den Klassenerhalt zwar noch nicht endgültig gesichert. Die Ausgangsposition für die verbleibenden sechs Meisterschaftsspiele hat sich aber nicht verschlechtert. Der Rückstand auf Aufstiegsrelegationsrang drei beträgt weiterhin sechs Punkte, der Vorsprung auf Abstiegsrelegationsplatz 16 fünf Punkte. Verschlechtert hat sich für Arminia Bielefeld nach dem Abnutzungskampf gegen Kiel allerdings die personelle Situation. Die Arminen mussten für das Remis einen hohen Preis zahlen. Konstantin Kerschbaumer (5. Gelbe Karte) und Julian Börner (10. Gelbe Karte) sind für das Auswärtsspiel am Sonntag in Ingolstadt gesperrt. Fabian Klos, der nach seiner Einwechslung zu Beginn der zweiten Halbzeit und der Umstellung auf 4:4:2 für viel Belebung sorgte, erlitt eine Nasenbeinfraktur. Sturmkollege Andreas Voglsammer zog sich eine schwere Prellung am Schienbein zu und musste ausgewechselt werden. Brian Behrendt musste mit Verdacht auf Innenbandverletzung ebenso vorzeitig den Platz verlassen. Eine MRT-Untersuchung soll am Dienstag weiteren Aufschluss geben. Einsatz von drei Spielern fraglich Arminias Pressesprecher Tim Santen: „Es bleibt festzuhalten, dass wir in allen drei Fällen abwarten müssen, was die nächsten Tage bringen werden. Nach aktuellem Stand sind die drei Spieler für Ingolstadt noch fraglich, wenngleich die Tendenz bei Behrendt etwas schlechter aussieht." Das bedeutet, dass Arminia Bielefeld wohl mit einer neuen Innenverteidigung in Ingolstadt antreten muss. Die Wahl dürfte auf Henri Weigelt und Stephan Salger fallen, die bereits am 12. Spieltag beim 2:2 gegen Eintracht Braunschweig gemeinsam in der Abwehr spielten.

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