Durchsetzungsvermögen: Arminias Offensivspieler Leandro Putaro (r.) setzt sich gegen den Regensburger Sargis Adamyan durch. - © Christian Weische
Durchsetzungsvermögen: Arminias Offensivspieler Leandro Putaro (r.) setzt sich gegen den Regensburger Sargis Adamyan durch. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Noch zwei Siege fehlen Arminia für den Klassenerhalt

Für Offensivspieler Leandro Putaro sind erst 44 Punkte ein sicheres Ruhepolster

30.03.2018 | Stand 29.03.2018, 20:28 Uhr

Bielefeld. Das freie Länderspiel-Wochenende hatte Leandro Putaro genutzt, um den Kopf ein wenig frei zu bekommen. "Ich habe meine Eltern besucht und Fußball im Fernsehen angeschaut", erzählt der 21 Jahre alte Offensivspieler über seinen Kurzurlaub, den er als "ein bisschen langweilig" bezeichnete. Froh ist der gebürtige Göttinger, der ebenso wie Fabian Klos eine Vergangenheit beim VfL Wolfsburg hat, über die Fortsetzung der Meisterschaft am Ostersonntag. An diesem Tag wird Spannung garantiert. Gegner in der Schüco-Arena um 13.30 Uhr ist dann der Tabellendritte Holstein Kiel, der zu den Angstgegnern der Bielefelder gehört (Liveticker auf nw.de). In den sechs bisher ausgetragenen Pflichtspielen zwischen beiden Klubs siegten die Ostwestfalen nur einmal. Dreimal ging der Aufsteiger aus Schleswig-Holstein als Sieger vom Platz. Zwei Partien endeten remis. Putaro hat sich aus dem Tief herausgearbeitet Putaro ist sich ziemlich sicher, dass die aus Bielefelder Sicht eher bescheidene Bilanz gegen Kiel aufgebessert wird. "Wir sind die bessere Mannschaft. Wir werden gewinnen." Um den vorzeitigen Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach zu bringen, "müssen wir", so Putaro, "allerdings einen zweiten Sieg in den restlichen Spielen folgen lassen. Mit 44 Punkten sind wir im grünen Bereich." Leandro Putaro gehört seit Monaten zu den Gewinnern im Aufgebot des Bielefelder Zweitligisten. Dabei sah es im Herbst 2017 alles andere als rosig für ihn aus. Nach einer Roten Karte bei einer Partie der in der Oberliga spielenden U 23 befand sich das Talent auf einem Tiefpunkt. "Ich habe um ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Trainer gebeten", erzählt Putaro. "Er sagte mir, ich solle mir den Allerwertesten aufreißen." Gesagt, getan. Putaro hielt sich an die Anweisung von Jeff Saibene, und hat seit dem 1:1 in Aue am 5. November 2017 in sämtlichen Spielen der Arminen mitgewirkt. Positiv macht sich bei ihm ein freiwilliges zusätzliches Krafttraining bemerkbar, das er zweimal wöchentlich mit seinem Teamkollegen Keanu Staude absolviert. Jeff Saibene hält große Stücke auf seinen Offensivspieler, der sowohl auf der rechten Außenbahn ("Dort kann ich meinen Schnelligkeit ausspielen") als auch im Sturmzentrum neben Andreas Voglsammer einsetzbar ist. Allerdings fehlt Putaro noch die Konstanz, im Training überragende Leistungen kontinuierlich auch in den Meisterschaftsspielen zu zeigen. Dieses Manko ist auch der Grund dafür, dass er in seinen bisher 33 Spielen für Arminia noch nie über die volle Distanz gegangen ist. "Das wäre mein größter Wunsch, 90 Minuten am Sonntag auf dem Platz zu stehen", sagt Putaro.

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