Symbolfoto - © Pixabay
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Bielefeld Geldstrafen für Arminia-Anhänger nach Randale in Bochum

Das Amtsgericht verurteilt wegen Landfriedensbruch

Bielefeld. Für einen kurzen Moment drohte die Situation zu eskalieren: Im Mai des vergangenen Jahrs gingen nach dem Auswärtsspiel von Arminia Bielefeld beim VfL Bochum Anhänger beide Vereine aufeinander los. Die Polizei verhinderte Schlimmeres. Für zwei damals beteiligte Bielefelder gab es nun vor Gericht ein teures Nachspiel: Sie müssen Geldstrafen in Höhe von 1.600 sowie 900 Euro bezahlen. Beide Gruppen gingen aufeinander los Das Auswärtsspiel von Arminia am 7. Mai 2017 war mit einem Unentschieden zu Ende gegangen. So friedlich wie die beiden Mannschaften wollten sich einige Anhänger der Teams jedoch offenbar nicht voneinander verabschieden. Nach dem Spiel geleitete die Polizei die mitgereisten Arminia-Fans aus dem Stadion in Richtung Bochumer Bahnhof. Hinter einem Kiosk tauchte plötzlich eine Gruppe Bochumer Hooligans auf, die die Gäste-Fans provozierten. Letztere ließen sich nur zu bereitwillig auf das Spielchen ein. Trotz der Ansprache eines szenekundigen Beamten, man möge sich gefälligst ruhig verhalten, gingen die beiden Gruppen aufeinander los. Doch waren die Einsatzkräfte schnell zur Stelle und verhinderten – teils unter Einsatz von Pfefferspray – eine Eskalation der Situation. Anhand von Videoaufzeichnungen identifizierten die Beamten zwei bereits polizeibekannte Männer als Beteiligte. Gegen die beiden 25 und 26 Jahre alten Bielefelder wurden Strafbefehle erlassen, gegen die diese Einspruch einlegten. Das Freizeitverhalten kann auch dienstrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen Vor Gericht zogen der ältere der beiden Angeklagten und sein Verteidiger Jerrit Schöll den Einspruch jedoch zurück und akzeptierte den Strafbefehl über 900 Euro. Auf die Frage, was er beruflich mache, gab der Angeklagte pikanter weise an, er sei „im öffentlichen Dienst beschäftigt." Genaueres wollte er auch auf Nachfrage dazu nicht sagen. Im ungünstigsten Fall kann sein Freizeitverhalten nicht nur straf-, sondern auch dienstrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Seinen 25 Jahre alten Mitangeklagten, der eine Beteiligung an den Krawallen abgestritten hatte, verurteilte das Gericht zu einer Geldstrafe von 1.600 Euro. Verteidiger Sebastian Nickel hatte zuvor einen Freispruch beantragt.

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