Sport-Geschäftsführer Samir Arabi (v.l.), Präsident Hans-Jürgen Laufer und Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek stellten am Mittwoch Arminias Sanierungskonzept vor. - © Wolfgang Rudolf
Sport-Geschäftsführer Samir Arabi (v.l.), Präsident Hans-Jürgen Laufer und Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek stellten am Mittwoch Arminias Sanierungskonzept vor. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Sanierungspläne: Arminia soll in fünf Jahren schuldenfrei sein

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Björn Vahle

Bielefeld. Nach den Turbulenzen um die Einreichung der Lizenzunterlagen für die kommende Saison und dem Bekanntwerden des "Bündnis OWL" zur Rettung des Klubs hat Arminia Bielefeld die Sanierungspläne am Mittwoch in einer Pressekonferenz genauer vorgestellt. Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek sprach im Zusammenhang mit der Sanierung von einem Neustart, einer bereinigten Situation. Es sei dennoch kein Moment zum Feiern. "Wir wissen, dass wir das nur ermöglichen konnten durch externe Hilfe." Alm KG nach Sanierung "praktisch schuldenfrei" Ingesamt sollen die Schulden des DSC mithilfe der Gläubiger, die auf zum Teil hohe Millionensummen verzichten, um etwa 21 auf knapp vier Millionen Euro sinken, so Rejek. Die Alm KG sei nach der Sanierung bis auf die Schulden bei der Stadt Bielefeld praktisch schuldenfrei, aufgelöst werde sie nicht. Die Spielbetriebsgesellschaft, die sogenannte KgaA soll dann keine Bankverbindlichkeiten mehr haben. Verbleibende Schulden bei privaten Gläubigern sollen über fünf Jahre abgebaut werden. Dann wäre Arminia schuldenfrei. Arminia-Präsident Laufer sagte, er hoffe, dass die Mitglieder den Weg mittragen. Wenn es dieses Engagement der Unterstützer nicht gegeben hätte, "wäre es um die Marke Arminia gegangen". Laut Markus Rejek hatte sich die Schlinge finanziell kurz vor Weihnachten zugezogen. Dem Verein drohte die Zahlungsunfähigkeit. Überlegungen zu Stadionverkauf Der Schuldenschnitt ist an den Verkauf des Stadions geknüpft. Dadurch sollen weitere Mittel erlöst werden. Zusätzlich sollen die Betriebskosten, die Arminia weiter übernehmen müsste, den Verein "wettbewerbsfähig" bleiben lassen. Erste Gespräche mit Interessenten habe es gegeben, mehr aber noch nicht, sagte Markus Rejek. Wenn Arminia das Stadion verkaufen müsse, heiße das nicht, dass der Verein seine Seele verkaufe, betonte Laufer. "Wir haben unsere Seele gerettet. Ich hoffe, für immer." Rejek ergänzte, dass erste Gespräche aufgenommen wurden. Ein Ergebnis soll bis zum 30. Juli ausgearbeitet werden. Laut Rejek ist es das Ziel, die Schüco Arena zu einem "lebendigen Ort" zu machen, an dem an 365 Tagen im Jahr etwas los ist. Außer diesen Themen sprachen die Verantwortlichen auch über mögliche Änderungen in der Vereinsführung, die sportliche Zukunft und die Reaktion des Vereins auf Kritik zur Verwendung von Steuergeldern. Die Details im Liveticker:

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