Arminia hatte beim Auswärtsspiel in Regensburg kein Glück. - © Christian Weische
Arminia hatte beim Auswärtsspiel in Regensburg kein Glück. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld 2:3 in Regensburg: Arminia geht zum Jahresabschluss die Puste aus

Arminen bekommen gegen couragierte Regensburger vor allem in der Defensive Probleme / Teixeira wird nach 37 Minuten ausgewechselt

Bielefeld. Arminia Bielefeld muss sich nach mäßiger Leistung bei Jahn Regensburg mit 2:3 geschlagen. Nachdem die Saibene-Elf die frühe Führung postwendend wieder herschenkte, schraubten die Gastgeber das Ergebnis zwischenzeitlich auf 3:1 hoch. Konstantin Kerschbaumers Anschlusstreffer kam zu spät. DSC-Trainer Jeff Saibene schickte diesselbe Startelf ins Rennen, die beim 1:3 im Schneetreiben von Sandhausen als Verlierer vom Platz gegangen war. Die Saibene-Elf legte beinahe einen Blitzstart hin: Nach drei Minuten steckte Kerschbaumer auf Putaro durch, der den Ball von der Grundlinie zurück auf Klos legte. Dieser jagte das Leder aus gut neun Metern knapp über die Querlatte. Von Beginn an wurde die Partie von beiden Teams intensiv geführt, beide Mannschaften arbeiteten mit frühem Pressing. Nachdem Regensburg bereits nach fünf Minuten verletzungsbedingt wechseln musste, belohnten sich die Arminen wenig später für eine couragierte Anfangsphase: Jahn-Keeper Pentke wollte das Spiel mit einem weiten Abwurf schnell machen. Putaro war jedoch hellwach, fing den Ball ab und leitete ihn weiter auf Kerschbaumer. Dieser steckte in den Sechzehner zu Voglsammer durch, der frei vor Pentke die Nerven behielt und rechts unten zum 1:0 einnetzte (12.). Doch der Führungstreffer sollte 120 Sekunden später postwendend wieder hergeschenkt werden: Linksaußen Adamyan bekam den Ball auf links zugespielt und legte ihn in die Mitte auf Gimber ab. Dieser blieb mit seinem Schuss zunächst an Salger hängen. Sein zweiter Versuch von der Strafraum-Linie passte jedoch. Ortega hatte die Hand noch am Ball, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern - dennoch ein haltbarer Ball. Der Jahn dreht das Spiel - Überforderter Teixeira muss runter Nur eine Minute später rauschte ein Abschluss von Adamyan an der Querlatte vorbei - beinahe das 2:1. Auf der Gegenseite konnte Leandro Putaro einen Abschluss verzeichnen, nachdem ihm Innenverteidiger Knoll den Ball in die Füße geköpft hatte (20.). Dennoch gewannen die Regensburger in dieser Phase immer mehr an Übergewicht und brachten die Bielefelder Defensive stetig durcheinander. Besonders Linksaußen Adamyan überforderte Arminias Rechtsverteidiger Teixeira mit seiner Schnelligkeit und Dribbelstärke. Nach 25 Minuten sollte erneut Adamyan in der Mitte Grüttner bedienen, der per Kopf für das 2:1 sorgte - Spiel gedreht. Voglsammer hätte weitgehend unbedrängt aus gut 20 Metern durchaus für den Ausgleich sorgen können (28.), sollte aber für die letzte nennenswerte Aktion der Saibene-Elf bis zum Pausenpfiff sorgen. Saibene wechselte nach etwas mehr als einer halben Stunde das erste Mal und brachte Brian Behrendt für Nils Teixeira, wodurch die rechte Abwehrseite wieder stabiler wurde. Auch nach dem zweiten verletzungsbedingten Wechsel binnen 45 Minuten ließen sich die Gastgeber nicht aus dem Konzept bringen und hätten durch Vrenezi (35.) und Grüttner (45.) vor dem Pausenpfiff sogar auf 3:1 erhöhen können - Ortega reagierte jeweils stark. Stephan Salger sah unterdessen die fünfte gelbe Karte und fehlt somit im nächsten Heimspiel gegen Greuther Fürth. Nach Wiederanpfiff hatten sich die Arminen wieder gefangen und waren etwas besser im Spiel. Die Defensive blieb jedoch fragil - Vrenezi kam aus 20 Metern frei zum Schuss (52.). Auf der Gegenseite ließen Voglsammer und Börner nach Freistößen von Schütz und Voglsammer jeweils mit einem Kopfball aufhorchen (54.). Nach einer Stunde versuchte Saibene seiner Mannschaft mit dem Doppelwechsel Hemlein für Putaro und Weihrauch für Schütz neuen Schwung zu verleihen. Hartherz ins eigene Netz - Arminia zeigt Moral Dennoch sollte es nach wie vor an Ideen und Durchschlagskraft fehlen. Der Jahn agierte defensiver als noch in der ersten Halbzeit, doch die Arminen erspielten sich so gut wie keine Chancen. Der Mannschaft von Trainer Beierlorzer eröffneten sich mit fortschreitender Spieldauer immer größere Räume, die Nandzik mit seinem Linksschuss im Zuge einer Kontersituation zunächst noch ungenutzt lassen sollte (68.). In der 78. Minute folgte schließlich die Vorentscheidung: Der starke Adamyan wurde von drei Gegenspielern nur unzureichend attackiert und chipte das Leder von der Sechzehnerkante auf die rechte Seite. Salger wollte die anschließende flache Hereingabe vor Ortega aus dem Strafraum klären und schoss dabei Hartherz an, von dessen Brust die Kugel ins eigene Tor prallte. Unmittelbar nach dem 3:1 sorgte Fabian Klos für den Anschlusstreffer, wurde aber wegen Abseits zurückgepfiffen - eine denkbar knappe Entscheidung (85.). Nachdem Börner mit einem Distanzschuss noch an Keeper Pentke scheitern sollte (89.), sollte Kerschbaumer diesen nach Doppelpass mit Klos doch noch überwinden (90.+2). Doch das 3:2 in der zweiminütigen Nachspielzeit kam zu spät - unmittelbar danach war Schluss. Die Arminen müssen sich bei starken Regensburgern mit 3:2 geschlagen geben, die aufgrund des Sieges am DSC vorbeiziehen. Dieser belegt mit 25 Punkten aktuell den siebten Tabellenplatz, könnte nach Abschluss des Spieltages aber noch weiter abrutschen. Der Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz beträgt sieben Punkte, würde im Falle eines Darmstädter Sieges bei Greuther Fürth jedoch auf vier Zähler schmelzen. Nach der Winterpause geht es am Mittwoch, den 24.01.2018, mit einem Heimspiel gegen Greuther Fürth weiter. Das Auswärtsspiel der Arminia im NW-Liveticker:

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