Souverän: Der Bielefelder Julian Börner (r.) setzt sich gegen den Fürther Nik Omladic durch. - © Christian Weische
Souverän: Der Bielefelder Julian Börner (r.) setzt sich gegen den Fürther Nik Omladic durch. | © Christian Weische

Fürth Der beste Saisonstart seit 17 Jahren

Fußball: Starke Ostwestfalen siegen nach Toren von Staude und Klos mit 2:1 in Fürth und sind damit so gut gestartet wie seit 17 Jahren nicht. Saisonübergreifend sind es sogar sechs Auswärtsspiele ohne Niederlage

Fürth. Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld schwebt auf Wolke sieben. Nach dem 2:1 (2:0)-Sieg bei der SpVgg Greuther Fürth belegen die Arminen in der Tabelle den dritten Platz und legen gleichzeitig mit zwei Siegen den besten Saisonstart seit 17 Jahren hin. Im August 2000 war der DSC unter Hermann Gerland mit einem 3:1 gegen Osnabrück und einem 1:0 in Ulm in die damalige Zweitligasaison gestartet. "Es fühlt sich gut an. Wir haben jetzt schon mehr Punkte als nach zehn Spielen in der Vorsaison", meinte Fabian Klos, der neben Keanu Staude und Julian Börner zu den auffälligsten Bielefelder Spielern gehörte. Trainer Jeff Saibene hielt Wort und nahm gegenüber dem 2:1-Sieg gegen Jahn Regensburg zwei personelle Änderungen vor. Für den gesperrten Rechtsverteidiger Nils Teixeira rückte Routinier Florian Dick in die Startelf. Zudem spielte Brian Behrendt für Stephan Salger in der Innenverteidigung. Die Hoffnung, dass Tom Schütz möglicherweise eingesetzt werden könnte, erfüllte sich nicht. Der Mittelfeldakteur klagt immer noch über Schmerzen an der Achillessehne und trat die Reise nach Fürth erst gar nicht an. Dem Gastgeber die Feierlaune verdorben Ein langes Gesicht zogen hingegen die Fans der Gastgeber. Eigentlich sollte gefeiert werden, da die neue Haupttribüne eingeweiht wurde. Das Kleeblatt, wie die Fürther von ihren Anhängern genannt werden, scheiterte wie schon so oft in der Vergangenheit daran, gut herausgespielte Chancen in Tore zu verwandeln. Arminias Abwehr stand bis auf wenige Ausnahmen sicher. Die Änderungen, die Saibene vorgenommen hatte, wirkten sich positiv aus. In einer ausgeglichenen Partie sorgte ein Doppelschlag innerhalb von drei Minuten kurz vor der Halbzeit für die Vorentscheidung in dieser Begegnung. Nach Vorarbeit von Fabian Klos köpfte der junge Keanu Staude mit seinem zweiten Saisontor zum 1:0 (38.) ein. 180 Sekunden später stand Staude erneut im Mittelpunkt. Nach einem Foul von Serdar Dursun im eigenen Strafraum an Staude entschied Schiedsrichter Patrick Ittrich auf Elfmeter. Diese Chance ließ sich Fabian Klos nicht entgehen und erhöhte auf 2:0 (41.). Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff verhinderte DSC-Keeper Stefan Ortega mit einer Glanzparade nach einem Schuss von Jürgen Gjasula den Fürther Anschlusstreffer. Den Gegner klar beherrscht Im zweiten Abschnitt setzten die Ostwestfalen ihren dominanten Auftritt fort. Erst nach dem Anschlusstreffer von Nic Omladic (72.) musste Arminia einige bange Minuten überstehen. "Ich hatte aber nie das Gefühl, dass die Partie zu unseren Ungunsten kippen könnte", sagte Mittelfeldspieler Konstantin Kerschbaumer, der die deutliche Verbesserung im Defensivverhalten gegenüber der Partie gegen Regensburg als Hauptgrund für den verdienten Auswärtssieg sah. In der 84. Minute rettete Stefan Ortega mit einer weiteren Glanzparade den Sieg. Rundum zufrieden war auch Trainer Saibene. "Es war ein souveräner Auftritt meiner Mannschaft. Wir haben mutig verteidigt und vieles richtig gemacht", sagte der Luxemburger, der neben den sechs Startpunkten noch über eine zweite Statistik stolz war. "Wir sind seit sechs Auswärtsspielen ungeschlagen. Das ist super."

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