Beobachter: Präsident Hans-Jürgen Laufer. - © Christian Weische
Beobachter: Präsident Hans-Jürgen Laufer. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Saibenes Vertrag muss für Arminia finanziell im Rahmen bleiben

Präsident Laufer gibt sich optimistisch. Unklare Trainersituation sorgt für einen Entscheidungsstau bei Personalfragen. Spekulationen um einen neuen Torwart-Coach

Bielefeld. Die große Analyse zur Situation des DSC Arminia Bielefeld über das Abschneiden der Profis in der abgelaufenen Zweitligasaison ist noch nicht erfolgt. In diesen Tagen stehen vielmehr andere Dinge auf der Agenda der Bielefelder Entscheidungsträger ganz oben an. Gleichwohl ist Präsident Hans-Jürgen Laufer mit den Resultaten der verschieden DSC-Mannschaften sehr zufrieden. „Sowohl die Profis als auch die U-23-, U-19- und U-17-Teams und natürlich auch die Frauenmannschaft in der 2. Bundesliga haben den Klassenerhalt geschafft, so dass wir von einer erfolgreichen Saison sprechen können." Das Aushängeschild des Klubs ist aber die Zweitliga-Mannschaft, die Laufer und seinen Mitstreitern im Vorstand und der Geschäftsführung weiterhin viel Arbeit bereitet. Bis Mittwoch müssen gewisse Bedingungen im wirtschaftlichen Bereich zur Erlangung der Zweitligalizenzklar fixiert sein und zur Deutschen Fußballliga (DFL) übermittelt werden. Dieser Nachweis über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist an eine Reduzierung des Zweitligaetats im Vergleich zur Vorsaison gekoppelt. „Wir müssen kaufmännisch auf die Bremse treten und Geld wieder einholen", erklärt Laufer. Trotz einer Zunahme der TV-Gelder um mindestens rund eine Million Euro für die kommende Spielzeit lassen sich Einsparungen nicht vermeiden", erklärt der 68 Jahre alte IT-Unternehmer. Die Rückzahlung der Fananleihe, Kosten für zwei Trainerentlassungen sowie ein verfehlter Zuschauerschnitt von 18.000 seien ausschlaggebende Faktoren für diesen Schritt, „der Sport-Geschäftsführer Samir Arabi sicherlich nicht schmecken wird", betont Laufer. "Wir versuchen, diesen Wunsch zu realisieren" Das Thema Finanzen spielt auch bei der Weiterverpflichtung von Trainer Jeff Saibene eine zentrale Rolle. Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Zusammenarbeit mit dem Fußballlehrer aus Luxemburg fortgesetzt werden soll. „Wir versuchen, diesen Wunsch zu realisieren", sagt Laufer, „aber er muss im finanziellen Rahmen von Arminia Bielefeld bleiben." Nach 14 Punkten aus neun Spielen schaffte Saibene den direkten Klassenerhalt mit Arminia und hat damit auch seinen eigenen Marktwert in der Fußballszene gesteigert. Arminias Verantwortliche verbreiten seit Tagen schon optimistisch klingende Wasserstandsmeldungen. Am Wochenende tritt Saibene mit seiner Ehefrau Anja einen Urlaub auf Rhodos an.Aufgrund dieser unklaren Trainersituation herrscht auch ein Entscheidungsstau bei allen übrigen Personalfragen für die Zukunft. Der Vertrag von Torwarttrainer Manfred Gloger läuft aus. Wird Saibene, so er Ja sagen sollte, einen eigenen Vertrauten für diesen Bereich mitbringen und vielleicht auch einen Athletikcoach? Es darf weiterhin kräftig spekuliert werden. In diesen Bereich passt das Gerücht um Keeper Stefan Ortega, der von 1860 München zum DSC zurückkehren könnte.

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