Die Bielefelder Führung: Julian Börner (l.) trifft zum 1:0. Christoph Hemlein muss nicht mehr eingreifen. Michael Rensing (r.) kommt zu spät. - © Christian Weische
Die Bielefelder Führung: Julian Börner (l.) trifft zum 1:0. Christoph Hemlein muss nicht mehr eingreifen. Michael Rensing (r.) kommt zu spät. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld: Mit dem Heimgesicht zum Erfolg

Der DSC landet einen verdienten 2:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf. Der eingewechselte Klos sorgt mit einem verwandelten Foulelfmeter für den wichtigen Dreier

Bielefeld. Tristesse und Frust am Samstag, Jubel und viel Hoffnung auf den Klassenerhalt nur drei Tage später. Dank seiner Heimstärke und einem 2:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf am Dienstagabend bleibt der DSC im Rennen um den Ligaverbleib. „Wir haben die Reaktion gezeigt, die wir zeigen wollten. Über 90 Minuten war der Sieg hoch verdient", freute sich Jeff Saibene nach seinem Debüt in der Schüco-Arena. Der neue DSC-Trainer hatte die Mannschaft gegenüber dem Würzburgspiel auf vier Positionen verändert und auch Torjäger und Kapitän Fabian Klos zunächst auf die Bank gesetzt. „Fabi hat das sehr professionell aufgenommen. Er hat zu mir gesagt: Trainer, Sie können immer auf mich zählen", berichtete Saibene. Von Beginn an zeigten die Arminen ihr Heimgesicht. Einsatz, Laufbereitschaft, Zweikampfhärte – alles das, was die Mannschaft in Würzburg und überhaupt all zu oft auswärts vermissen ließ, demonstrierte sie gegen die Fortunen von der ersten Minute an. Das erste Zeichen müsse von der Mannschaft kommen, hatte Jeff Saibene gefordert, und die Spieler sendeten ein klares Signal an die Fans, die gern reagierten und ihre Elf lautstark unterstützen. Auf dem Platz blieb es nicht bei Bemühungen. Brian Behrendt setzte in der 10. Spielminute schön Andreas Voglsammer ein, der mit einem Schuss von der rechten Seite an Fortuna-Keeper Michael Rensing scheiterte. Nur eine Minute später durften die DSC-Fans jubeln. Nach einem Freistoß von Tom Schütz hatte sich Abwehrchef und Kapitän Julian Börner nach vorn geschlichen und die 1:0 Führung erzielt. Arminia hielt den Druck aufrecht und schnürte die Düsseldorfer phasenweise an deren eigenem Strafraum ein. Letztlich konnten die Gäste diese gefährlichen Situationen überstehen. Für den nächsten Aufreger sorgte dann Schiedsrichter Timo Gerlach, als er nicht wie von DSC-Spielern und Fans gefordert, auf Elfmeter entschied. Reinhold Yabo hatte den Ball schon an Rensing vorbeigelegt, dann aber zu offensichtlich und beabsichtigt den Kontakt gesucht – eine umstrittene, aber wohl vertretbare Entscheidung. Gegen Ende der ersten Halbzeit ließen die Arminen ein wenig nach und kassierten prompt den Ausgleich. Nach einem Pfostentreffer von Ihlas Bebou (39.), bereitete der selbe Spieler eine Minute später das 1:1 für Kaan Ayhan vor. Nach der Pause war das Tempo nicht mehr so hoch wie zu Beginn des ersten Durchgangs, beide Mannschaften hatten weniger gefährliche Offensivaktionen. Düsseldorf schien mit dem Punkt zufrieden, bei Arminia war der Willen, den Siegtreffer zu erzielen, deutlich zu erkennen. Mit Fabian Klos (ab 55.) kam neue Torgefährlichkeit dazu. Die bewies der Torjäger in der 84. Spielminute, als er einen an Julian Börner verursachten Foulelfmeter verwandelte. „In unserer Situation geht es nur um den Verein, die Beschäftigten und die Stadt. Wenn du mal draußen bleibst, darf das kein Thema sein. Der Elfer war typisch Fabi, er hat die richtige Reaktion gezeigt", sagte Tom Schütz. Der Mittelfeldspieler schwor beinahe, dass die Mannschaft „jetzt alles dafür tun wird, dass wir die Auswärtsserie am Freitag in Sandhausen durchbrechen".

realisiert durch evolver group