Einsatz offen: Auch Mannschaftskapitän Fabian Klos (l.) bekommt keine Stammplatzgarantie. - © Foto: Wolfgang Rudolf
Einsatz offen: Auch Mannschaftskapitän Fabian Klos (l.) bekommt keine Stammplatzgarantie. | © Foto: Wolfgang Rudolf

Arminia Alle Arminia-Profis auf dem Prüfstand

Trainer Saibene kündigt gegen Düsseldorf Wechsel an

Bielefeld. „Wir müssen eine Leistungssteigerung zeigen. Das sind wir uns schuldig." Leise und mit ernster Miene formuliert Jeff Saibene seine Forderung für das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf, am Dienstagabend, Anstoß 17.30 Uhr, in der Schüco-Arena. Nach der dürftigen Vorstellung beim 1:1 in Würzburg ist Wiedergutmachung angesagt. Arminias neuer Coach zeigt Verständnis für die Enttäuschung einiger Fans, „die so weit gefahren sind. Wir haben den letzten Biss vermissen lassen. Jetzt müssen wir etwas zurückgeben." Saibene setzt auf den Heimvorteil, nachdem auch im 13. Anlauf kein Auswärtsdreier in der Liga gelingen wollte. Der Trainer freut sich sehr auf seinen ersten Auftritt in der Schüco-Arena und hofft, „dass der Funke überspringt. Wir müssen zu Hause mit Überzeugung auftreten. Das erste Zeichen muss aber von der Mannschaft kommen." Die soll sich „in allen Belangen steigern und von Anfang an bereit sein". Raumaufteilung verbessern Bis auf das Aufbäumen in den letzten 20 Spielminuten und den Punktgewinn hat Saibene nicht viel Positives aus Würzburg mitgenommen. Eine ausführliche Videoanalyse habe jedoch Ansätze geboten, „wie wir unser Spiel verbessern können". Saibene will einige taktische Änderungen vornehmen, damit „die Distanzen zwischen den Linien nicht zu groß sind und unsere Raumaufteilung in Ballbesitz effektiver ist", sagte er und sprach damit auch die Defizite aus dem Würzburg-Spiel an. Neben taktischen Veränderungen kündigte er auch personelle an. Jeder könne ersetzt werden, bei 22, 23 Spielern seien alle Optionen möglich. „Es wird zwei bis drei Veränderungen geben", verriet Saibene. Einerseits findet er es wichtig, angesichts von drei Spielen in sechs Tagen zu rotieren, um Kräfte zu schonen. Die bevorstehenden Wechsel hätten allerdings auch mit der Leistung am Samstag in Würzburg zu tun. Saibene gab im Vorfeld des Düsseldorf-Spiels keinem der DSC-Profis eine Startelfgarantie, nicht einmal Kapitän und Torjäger Fabian Klos. Die meisten Möglichkeiten für Rochaden sieht er nach wir vor im offensiven Bereich. Spieler wie Andreas Voglsammer, der nach seiner Einwechselung in Würzburg hoffnungsvolle Ansätze zeigte, David Ulm, Manuel Prietl, Reinhold Yabo und Christopher Nöthe dürfen sich Hoffnungen auf die Startelf machen. Da weder Michael Görlitz noch Steffen Lang fit sind, wird wohl Florian Dick zum zweiten Mal in Folge als rechter Verteidiger auflaufen. Fortuna ist das fünftbeste Auswärtsteam der Liga und hat schon fünf Mal in der Fremde gewonnen. Gegen Düsseldorf müsse man darauf achten, nicht in Konter zu laufen: „Auswärtsspiele kommen ihnen entgegen. Da müssen sie weniger agieren und setzen mehr auf Gegenstöße", berichtete Saibene, der sich einige Fortunen-Spiele auf Video angesehen hat und am Freitag vor Ort die 0:1-Niederlage gegen 1860 verfolgte. „Es gibt in der Liga viele Klubs auf Augenhöhe. Es wird nicht einfach, aber Düsseldorf ist ein Gegner, den wir schlagen können", sagte Saibene.

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