Haben sich viel zu erzählen: Finanz-Geschäftsführer Gerrit Meinke (l.) und Präsident Hans-Jürgen Laufer. - © Christian Weische
Haben sich viel zu erzählen: Finanz-Geschäftsführer Gerrit Meinke (l.) und Präsident Hans-Jürgen Laufer. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Im Abstiegsfall braucht Arminia die Hilfe von Partnern

Lizenzierungsanträge müssen bis zum 15. März gestellt werden. Vertrag über das Stadion-Namensrecht endet wie auch das Schüco-Engagement als Trikotsponsor am 30. Juni

Bielefeld. Die Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld beschäftigen sich in diesen Tagen nicht nur mit Punkten, die der Mannschaft in der Meisterschaft fehlen, um sorgenfrei in die Zukunft zu blicken. Ebenso wichtig ist die Ordnung der Finanzen, da mit dem Stichtag 15. März 2017 die Lizenzierungsanträge für die Spielzeit 2017/18 in der 2. Liga und der 3. Liga zur Deutschen Fußballliga (DFL) beziehungsweise zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) verschickt werden müssen. Die Vertragsauflösungen mit Ex-Trainer Rüdiger Rehm und dessen Assistenten Mike Krannich erwiesen sich als kosteneinsparend wie auch die bisherigen Pokaleinahmen in Höhe von 2.360.000 Euro, die in die Berechnungen für die Finanzplanungen einfließen. Finanz-Geschäftsführer Gerrit Meinke: „Die Perspektive zur Erlangung der Zweitligalizenz ist besser als in den Jahren zuvor. Bezüglich der Liquiditätssicherung werden wir zwar eine Auflage bekommen, die aber weniger hoch ausfällt als in der Vergangenheit." Voraussetzung dafür ist natürlich der Klassenerhalt, der den Arminen zusätzliche TV-Einnahmen einbringen würde. „Wir rechnen mit einer Summe von rund acht Millionen Euro. Das sind 1,5 Millionen Euro mehr als in der laufenden Spielzeit", betont Meinke. Allerdings, so vermutet der Fiananz-Geschäftsführer, werden sich die Gehälter der Spieler erhöhen. "Einsparungen sind dann Pflicht" Problematischer erweist das Finanzpaket bei einem Abstieg und einem Neuanfang in der 3. Liga. „Einsparungen sind dann Pflicht", sagt Meinke. Über die mögliche Höhe der Einschränkungen wollte sich der Finanz-Geschäftsführer zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. „Das wäre unseriös." Meinke stellte aber klipp und klar fest, dass eine Drittligasaison nur mit Hilfe der Partner möglich sei. „In der Saison 2014/15 hat es funktioniert." Die Einnahmen der Zweitligaabsteiger halten sich in der 3. Liga in Grenzen. Aus dem DFL-Rettungsschirm für Absteiger gibt es 500.000 Euro. Hinzu kommen nur 800.000 Euro aus den TV-Einnahmen für Drittligaklubs. Parallel zu den Lizenzierungsanträgen werden seit einiger Zeit auch Gespräche mit der Firma Schüco International KG geführt. Das Namensrecht an der ehemaligen Alm, die seit dem 13. Januar 2004 Schüco-Arena heißt, endet am 30. Juni 2017 wie auch das Engagement des Unternehmens als Haupt- und Trikotsponsor. „Wir sind auf einem guten Weg, können aber noch keinen Vollzug melden" erklärt Präsident Hans-Jürgen Laufer. In beiden Fällen dürfte die künftige Spielklasse Einfluss auf die Höhe der Werbeeinnahmen haben.

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