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Leichtes Spiel: Wolfgang Hesl (3. v. r.) und Brian Behrendt (3) können das 2:1 von Damir Kreilach (l.) nicht verhindern. - © Christian Weische
Leichtes Spiel: Wolfgang Hesl (3. v. r.) und Brian Behrendt (3) können das 2:1 von Damir Kreilach (l.) nicht verhindern. | © Christian Weische

Arminia Berliner Albtraum für Arminia

Nach der 1:3-Pleite bei Union trennen den DSC nur noch drei Tore vom letzten Tabellenplatz / Trainer Kramny vermisst Konsequenz und Konzentration in den Zweikämpfen

Peter Burkamp
13.02.2017 | Stand 12.02.2017, 21:32 Uhr |

Berlin. Jetzt wird’s langsam eng. Arminias katastrophale Auswärtsschwäche könnte am Ende der Saison den Klassenerhalt kosten. Nach dem absolut verdienten 1:3 bei Union Berlin trennen den DSC nur noch drei Tore vom letzten Tabellenplatz. Jürgen Kramny war nach der Pleite spürbar angefressen. „Wir werden uns deutlich steigern müssen. Das, was wir in Berlin gezeigt haben, reicht nicht, um etwas mitzunehmen", sagte der DSC-Trainer im Hinblick auf das nächste Heimspiel gegen St. Pauli. Besonders das fahrlässige Abwehrverhalten bei den Gegentoren ärgerte den Coach. „Wir müssen mannhafter sein", forderte Kramny. Ihm fehlte die Konsequenz und Konzentration in den Zweikämpfen sowie „die Hilfsbereitschaft dem Mitspieler gegenüber, um Fehler auszubügeln". Das hätte sein Team gegen 1860 München noch stark gemacht. Ohne Sören Brandy, der nach wie vor muskuläre Probleme beklagt, dafür aber mit Reinhold Yabo und mit Brian Behrendt für den gesperrten Julian Börner starteten die Gäste. Und die etwa 1.800 mitgereisten Bielefelder Fans sahen mit Beginn der Partie eine sehr verunsicherte Bielefelder Mannschaft. Gegen die druckvoll startenden Berliner vermochten sich die Arminen kaum zu befreien. DSC-Torwart Wolfgang Hesl und die Verteidigung der Gäste rückten ein ums andere Mal in den Mittelpunkt des Geschehens. Führung war verdient In der 11. Spielminute rettete Hesl noch vor Steven Skrzybski. Nur sechs Minuten später hatten die Arminen Glück, als Hedlund Hesl anschoss. Die größte Chance vergab Unions Mittelstürmer Sebastian Polter (20.) als er freistehend aus drei Metern über das Tor schoss. Angesichts dieser Chancen war die Führung der Berliner nach 22 Minuten absolut verdient. Felix Kroos verwandelte einen Freistoß von der linken Strafraum zum 1:0. Erst nach etwa 30 Minuten vermochten sich die Arminen etwas zu befreien. Schuppans Schuss von der linken Seite wurde zur ersten Ecke (35.) der Bielefelder abgewehrt. Zum vielzitierten psychologisch wichtigen Zeitpunkt gelang den Arminen der glückliche Ausgleich. Andreas Voglsammer zog aus 22 Metern ab. Den Schuss vermochte Unions Keeper Jakob Busk nur abzuwehren. Fabian Klos war zur Stelle und traf zum 1:1. Der in der Pause erarbeiteten Marschroute folgten die Arminen etwa eine Viertelstunde. Dann schlug Damir Kreilach zu. Der Offensivspieler düpierte die Bielefelder Hintermannschaft, als er eine Flanke von Trimmel zur Führung nutzte. Erneut in Rückstand liegend, riskierten die Arminen nun wieder mehr. Das eröffnete den Berlinern einige Kontermöglichkeiten, während die offensiven Bemühungen der Gäste überschaubar blieben. Sie hatten mehr damit zu tun, das dritte Tor zu verhindern. Was letztlich nicht gelang. Sebastian Polter brachte den Ball in der 83. Spielminute über die Linie und damit auch die Entscheidung. „Wir müssen uns eindeutig verbessern und dürfen uns nicht immer darauf verlassen, dass wir zu Hause alle Gegner weghauen", fand Sebastian Schuppan nach dem Abpfiff mahnenden Worte. Die Grundvoraussetzung für das Heimspiel gegen St. Pauli und die kommenden Aufgaben ist für den Linksverteidiger klar: „Wir müssen stabiler stehen und endlich mal zu Null spielen."

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