Arminia Bielefeld Arminia weitgehend chancenlos bei Union Berlin

Top-Torjäger Fabian Klos traf im fünften Ligaspiel hintereinander, konnte die verdiente 1:3-Niederlage aber nicht verhindern / Der große Liveticker zum Nachlesen

Bielefeld. Arminia Bielefeld muss sich an der Alten Försterei bei Union Berlin einem über 90 Minuten besseren Gegner verdient mit 1:3 (1:1) geschlagen geben und rutscht in der Tabelle auf einen direkten Abstiegsplatz ab. Fabian Klos hatte zwar kurz vor der Pause noch die Berliner Führung ausgeglichen, doch in Halbzeit zwei besorgten Unions Damir Kreilach (63.) und Sebastian Polter (83.) den Endstand. Im Vergleich zum Pokalerfolg in Walldorf veränderte DSC-Trainer Jürgen Kramny seine Startelf auf drei Positionen: Brian Behrendt ersetzte den gelbgesperrten und verletzten Julian Börner in der Innenverteidigung, in der offensiven Dreierkette machten David Ulm und Christoph Hemlein für Reinhold Yabo und Andreas Voglsammer Platz. Union Berlin machte von der ersten Minute an ordentlich Druck auf die DSC-Defensive und hatte durch Pedersen (2.), Puncec (3.), Kreilach (10., 15.), Hedlund (14.) und Polter (20.) zahlreiche große Gelegenheiten zur Führung. Arminia war den Gastgebern komplett unterlegen, bekam überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel und war ausschließlich mit Defensivarbeit beschäftigt. In der 22. Minute schließlich erzielte Berlins Kapitän Felix Kroos mit einem schönen Freistoß aus gut 20 Metern halblinker Position die verdiente Führung. Manuel Junglas hatte zuvor in der Mauer einen Schritt zur Seite und somit den Weg für das 1:0 frei gemacht. Auf Fabian Klos ist Verlass, auf die Defensive nicht Auf Seiten des Gastgebers wollten Hedlund (28.) und Polter (30.) noch nachlegen, bevor Arminia nach gut einer halben Stunde besser ins Spiel kam und Akzente nach vorne setzen konnte. Sebastian Schuppan sorgte mit einem Linksschuss von der Sechzehner-Kante bereits für etwas Gefahr (34.), bevor Fabian Klos wenige Augenblicke vor dem Pausenpfiff den schmeichelhaften Ausgleich erzielte. Voglsammer nahm eine Görlitz-Flanke von der rechten Seite direkt volley. Union-Keeper Busk klärte zur Seite, wo Klos angerauscht kam und den Ball zum 1:1 über die Linie drückte. Busk reklamierte ein Foulspiel, doch Klos war einen Tick schneller und schoss, bevor der Torwart die Hand auf den Ball bekam. Arminias Top-Torjäger hat somit in allen fünf zurückliegenden Ligaspielen getroffen. Mit diesem für die Kramny-Elf äußerst schmeichelhaften Ergebnis ging es in die Pause. In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern dasselbe Bild: Union blieb spielbestimmend, Arminia war damit beschäftigt, die Elf von Trainer Jens Keller vom eigenen Tor fernzuhalten. Das gelang jedoch eher mäßig: Trimmel (48.), Skrzybski (54.) und Polter (60.) näherten sich der erneuten Führung an. Zwischenzeitlich sorgte Arminias Andreas Voglsammer auf der Gegenseite mit einem Drehschuss für Gefahr (52.). In der 63. Minute fiel dann doch das verdiente 2:1 für die Hausherren. DSC-Keeper Wolfgang Hesl unterschätzte eine Trimmel-Flanke von der rechten Seite und unterlief sie, sodass Unions Kreilach keine große Mühe hatte, per Kopf zum 2:1 für die Hausherren einzunicken. Vorlagengeber Christopher Trimmel hatte vorher allerdings auch zu viel Platz. Kramny brachte in der Folge Keanu Staude für Christopher Nöthe, doch mehr als einen eher harmlosen Freistoß von Tom Schütz sollte den Arminen nicht gelingen. Berlins Kreilach setzte einen Nachschuss über das leere Tor, und auch der eingewechselte Redondo vergab frei vor Wolfgang Hesl. Wie in der ersten Halbzeit ließen die Hauptstädter zahlreiche gute Gelegenheiten ungenutzt und verpassten somit die Vorentscheidung. Die Arminen konnten sich eine Viertelstunde vor Schluss aus der Umklammerung der Gastgeber befreien und versuchten, etwas Druck aufzubauen. Brian Behrendt scheiterte in der 77. Minute mit einem Gewaltschuss an Union-Keeper Busk. Mitten in diese Phase fiel dann der Knock-Out für die Kramny-Elf. Der eingewechselte Nikci brachte eine Ecke von rechts herein, Junglas und Voglsammer verlängerten das Leder unglücklich in Richtung eigenes Tor, wo Polter die Kugel aus einem Meter nur noch über die Linie drücken musste (83.). Die letzten beiden Wechsel (Christopher Hemlein für Michael Görlitz, Tomas Holota für Tom Schütz) blieben wirkungslos. Die Kramny-Elf konnte dem 3:1 nichts mehr entgegensetzen. Durch die Niederlage rutscht Arminia Bielefeld auf einen direkten Abstiegsplatz, da St. Pauli zeitgleich sein Heimspiel gegen Dynamo Dresden gewann und auf den Relegationsplatz kletterte. Am nächsten Sonntag kommt dann das besagte St. Pauli zum brisanten Abstiegsduell auf die Alm. Der Liveticker zum Nachlesen:

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