Konzentriert: DSC-Verteidiger Stephan Salger, hier im Duell gegen Düsseldorfs Adam Bodzek (r.). - © Christian Weische
Konzentriert: DSC-Verteidiger Stephan Salger, hier im Duell gegen Düsseldorfs Adam Bodzek (r.). | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminias Salger ist ganz auf Union fokussiert

Den Schwung vom Pokalerfolg will Trainer Kramny mit in das Ligaspiel in Berlin nehmen

Bielefeld. Eigentlich wollte er gar nicht, doch Michael Görlitz fühlte sich auch nicht gerade in Elfmeterstimmung. Als Wolfgang Hesl dann den Strafstoß des Walldorfers Jonas Kiermeier parierte, sagte sich Stephan Salger: „Dann mach’ ich es eben", und schoss Arminia Bielefeld ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Am Sonntag unternimmt er wieder einen Anlauf. Stephan Salger ist so gut wie gesetzt für das Auswärtsspiel bei Union Berlin, Anstoß 13.30 Uhr, in der Alten Försterei (Liveticker auf nw.de). Und so cool, wie er den entscheidenden Elfer verwandelte, blickt er auch auf das nächste Punktspiel. Sicherlich werde Arminia defensiv von den Berlinern extrem gefordert werden, meinte der gebürtige Rheinländer, „aber wir werden eine Lösung parat haben", sagt er und wirkt sehr fokussiert. Jürgen Kramny ist trotz des „doppelten" Ausfalls von Julian Börner – der Verteidiger ist Gelb-gesperrt und verletzt – ebenfalls davon überzeugt, „dass wir eine stabile Kette hinstellen werden". Offen ist noch, wer neben Salger spielen wird. Nachdem Manuel Hornig krankheitsbedingt ausfällt, stehen Malcolm Cacutalua und Brian Behrendt zur Verfügung. Die Bilanz soll verbessert werden Die Chance auf ein aktives Mitwirken an früherer Wirkungsstätte hat sich für Sören Brandy in den vergangen Tagen nennenswert erhöht. Im Dezember hatte der Angreifer noch für Union gespielt. Man müsse die letzten Trainingseinheiten zwar noch abwarten, meinte DSC-Coach Kramny. Es sähe aber für Brandy wie auch für Reinhold Yabo gut aus. Beide Offensivkräfte dürfte Arminia in Berlin gut gebrauchen, lautet das ambitionierte Ziel der Bielefelder in der Bundeshauptstadt doch: Erster Auswärtssieg. In den letzten Übungseinheiten vor dem Spiel möchte Jürgen Kramny, „der Mannschaft den Glauben an einen Auswärtssieg vermitteln. Unsere Bilanz ist bisher nicht gut. Da wollen wir etwas verändern." Dabei setzt der DSC-Trainer auf das Selbstvertrauen der Mannschaft, welches „zwei Erfolgserlebnisse in den letzten Tagen" (Salger) gestärkt hätten. „Die Spieler haben beim Elfmeterschießen Nervenstärke bewiesen. Der Teamgeist ist da. Wenn Fehler passieren, sind sie bereit, diese auszubügeln", betonte Kramny. Als Beispiel nannte er Fabian Klos, der gegen 1860 München „mit zwei Toren in Vorleistung gegangen ist", in Walldorf (durch einen Tritt erheblich angeschlagen) vom Elfmeterpunkt scheiterte und nun „in Berlin wieder vorangehen soll". Wenn er denn wieder gehen kann. Klos ist einigermaßen ramponiert aus dem Pokalspiel herausgekommen. Bis Sonntag sollte er jedoch wieder fit werden. Jürgen Kramny hofft, dass seine Mannschaft gegen offensive Gastgeber die sich bietenden Räume nutzen kann, denn: „Wir wollen in Berlin etwas mitnehmen."

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