Von der Spannung erlöst: DSC-Fans und Spieler feiern in Walldorf den Einzug ins DFB-Pokalviertelfinale. - © Christian Weische
Von der Spannung erlöst: DSC-Fans und Spieler feiern in Walldorf den Einzug ins DFB-Pokalviertelfinale. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Ligapflicht verdrängt bei Arminia die Pokalfreude

Sportchef Arabi fordert volle Konzentration auf das Spiel bei Union Berlin am Sonntag

Bielefeld. Gleich nach der Auslosung des DFB-Pokalviertelfinales beeilten sich die Frankfurter, ihren Gegner stark zu reden. „Wer im Viertelfinale steht, hat es verdient und ist ein ernstzunehmender Gegner", sagte Eintrachts Sportvorstand Fredi Bobic. Und Trainer Nico Kovac erinnerte pflichtschuldigst, wie gefährlich es ist, „den Gegner zu unterschätzen". Dass die Chance aufs Weiterkommen bei allen möglichen Konstellationen kaum größer sein konnte als mit einem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (Dienstag, 28. Februar, 18.30 Uhr), sagte keiner, gedacht haben dürften es in Frankfurt viele. Dementsprechend gab es bei den Arminen keine Jubelstürme. Sie waren bemüht, gute Miene zur „bösen" Auslosung zu machen. DSC-Trainer Jürgen Kramny kündigte mit einer Spur Sarkasmus an, mit „Losfee" Mark Forster ein ernstes Gespräch führen zu wollen, um dann gewohnt professionell zu reagieren: „Wir werden uns der Aufgabe stellen und uns so teuer wie möglich verkaufen. Wenn man im Viertelfinale steht und die Chance auf das Halbfinale hat, möchte man sie natürlich nutzen." "Schade, dass wir kein Heimspiel haben" Zum vierten Mal in dieser Pokalrunde müssen die Bielefelder auswärts antreten. In Essen und Walldorf war das wegen der unterklassigen Gegner obligatorisch. „Es ist schade, dass wir kein Heimspiel haben. Ich glaube trotzdem, dass auch in Frankfurt was möglich ist", sagte DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer. „Grundsätzlich habe ich mir ein Heimspiel gewünscht, in dem wir unserem Publikum einen Bundesligisten präsentieren können", sagte Samir Arabi und haderte nicht lange mit dem Lospech. „Wir müssen es nehmen, wie es kommt. Ohnehin sollten wir das Thema Pokal jetzt zur Seite legen. Schon am Sonntag geht es in der Liga bei Union für uns um das Kerngeschäft." Mit dem Pokal werde sich bis nach dem Punktspiel in Hannover allein die Scoutingabteilung beschäftigen, um die Mannschaft optimal vorzubereiten. Vor der Dienstreise nach Frankfurt müsse die ganze Aufmerksamkeit den Ligaspielen bei Union Berlin, gegen St. Pauli und in Hannover 96 gehören. „Unsere jüngsten beiden Erfolge in der Liga und im Pokal sollten Selbstvertrauen für die Partie bei Union gebracht haben", sagt Sport-Geschäftsführer Arabi. Er erwartet eine emotionale, hitzige Begegnung, „in der wir hoffentlich den Bock endlich umstoßen und auch auswärts mal mehr als einen Punkt mitnehmen". Arabi ist davon überzeugt, dass der DSC trotz der wirtschaftlichen Unterschiede („Die zahlen in der Winterpause mal eben 1,6 Millionen Ablöse für Sebastian Polter") in Berlin mithalten kann. Außer den Langzeitverletzten und dem gesperrten Julian Börner dürfte es keine weiteren Ausfälle geben. Ulm (kein Nasenbruch), Voglsammer, Yabo und Brandy haben gute Aussichten, am Sonntag (13.30 Uhr, Liveticker auf nw.de) dabei zu sein.

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