Der Karlsruher David Kinsombi (M) und der Bielefelder Christopher Nöthe (r) kämpfen um den Ball. Links ist der Karlsruher trainer Mirko Slomka zu sehen. - © picture alliance / Uli Deck/dpa
Der Karlsruher David Kinsombi (M) und der Bielefelder Christopher Nöthe (r) kämpfen um den Ball. Links ist der Karlsruher trainer Mirko Slomka zu sehen. | © picture alliance / Uli Deck/dpa

Arminia Bielefeld 3:2: Arminia Bielefeld unterliegt in Karlsruhe

Einem torlosen ersten Durchgang folgt ein kurioses Tor-Spektakel

Bielefeld. Fußball verrückt im Wildpark-Stadion: Nach einer unglaublichen zweiten Halbzeit muss sich die Kramny-Elf dem Karlsruher SC etwas unglücklich mit 2:3 geschlagen geben. KSC-Stürmer Hoffer versetzte den Arminen zehn Minuten vor Schluss den K.O.-Treffer. Im Vorfeld des Spiels veränderte DSC-Trainer Jürgen Kramny seine Startelf im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Dynamo Dresden auf ganzen sechs Positionen: Börner, Görlitz, Junglas, Hemlein und Nöthe rückten ins Team. Zudem sollte Winter-Neuzugang Reinhold Yabo bei seinem Ex-Klub Karlsruhe ein gelungenes Startelfdebüt feiern. Der zweite Neuzugang, Sören Brandy, nahm zunächst auf der Bank Platz. Die Arminen starteten die Partie beinahe mit einem Paukenschlag: Nach einem Fehlpass von KSC-Rechtsverteidiger Thoelke spielte Neuzugang Reinhold Yabo den Ball wunderbar in den Strafraum auf Fabian Klos, der per Kopf auf Schütz abtropfen ließ. Dieser beförderte das Leder aus gut 15 Metern an den rechten Außenpfosten (2.). Anschließend waren Torchancen eher Mangelware,  Karlsruhe mit Vorteilen im Ballbesitz. Die Arminen störten den gegnerischen Spielaufbau mitunter jedoch sehr früh und suchten bei Ballgewinn schnellstmöglich den Weg zum Tor. Schuppan scheiterte in der 25. Minute völlig freistehend per Kopf (25.), Nöthe versuchte sich wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff nach Vorlage von Klos mit einem Lupfer (37.). Der KSC kam erst nach 30 Minuten durch Rechtsaußen Mavrias nach Zuspiel vom Ex-Paderborner Moritz Stoppelkamp zu seiner ersten großen Chance. Prömel versuchte sich fünf Minuten später noch mit einem eher harmlosen Abschluss aus gut 15 Metern. Ansonsten gab es keine weiteren Torszenen, dafür viele intensive Zweikämpfe im Mittelfeld. Für die zweiten 45 Minuten war durchaus noch Steigerungspotenzial vorhanden. Guter Start in die zweite Halbzeit Und das sollte auch komplett ausgeschöpft werden. Die zweite Halbzeit hätte für die Kramny-Elf nicht besser beginnen können: Über Nöthe und Schuppan kam der Ball auf der linken Seite zu Yabo, der den Ball mit Tempo mitnahm und flach in die Mitte spielte. Dort stand Fabian Klos goldrichtig und schob den Ball links unten zum 0:1 ein (52.). Was dann folgte, waren vollkommen verrückte fünf Minuten. Zunächst besorgte KSC-Abwehrmann Figueras in der 62. Minute nach einem Eckball den Ausgleich, nachdem die Badener zu diesem Zeitpunkt den Zugriff auf das Spiel eigentlich verloren hatten. Zwei Minuten später drehte der KSC das Spiel und kam durch einen unhaltbar abgefälschten Linksschuss von Dennis Kempe zur Führung. Die Arminen antworteten prompt: Ein Schütz-Freistoß von der linken Sechzehner-Kante flog an Freund und Feind vorbei und schlug rechts unten zum 2:2-Ausgleich ein. Doch die Karlsruher zeigten sich keineswegs geschockt und wurden von nun an immer stärker. Barry (73.), Stoppelkamp (75.), Diamantakos (77.) und Hoffer (79.) scheiterten, noch ehe es Letztgenannter in der 82. Minute besser machen sollte. Der für den gelbverwarnten Manuel Junglas eingewechselte Tomasz Holota klärte einen Eckball per Kopf ins Zentrum in die Füße von Erwin Hoffer, der flach ins untere rechte Eck abzog. Wolfgang Hesl war mit den Fingerspitzen noch dran, konnte den Einschlag aber ebenso wenig wie Fabian Klos, der auf der Linie stand, verhindern. Unmittelbar nach dem Führungstreffer versuchte sich Nöthe nochmals mit einem Flachschuss, der ans Außennetz prallte. In der Nachspielzeit wurde es noch einmal brenzlig: Nach einem hohen Ball in den Strafraum rutscht das Leder durch zu Klos, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Der eingewechselte Zawada kam jedoch mit großem Risiko angerauscht und klärte schließlich. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Alexander Sather das Spiel ab. Durch die Niederlage rutscht Arminia Bielefeld auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Der Abstand auf den Relegationsplatz und einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt nun zwei beziehungsweise drei Punkte. Weiter geht es nächste Woche Freitag, wenn der TSV 1860 München in der Schüco-Arena zu Gast ist. Der Liveticker zum Nachlesen:

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