Verletzt: Vereinsarzt Andreas Elsner (l.) und Physiotherapeut Michael Schweika führen Julian Börner vom Platz. - © Christian Weische
Verletzt: Vereinsarzt Andreas Elsner (l.) und Physiotherapeut Michael Schweika führen Julian Börner vom Platz. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Börners Pech trübt Arminias Erfolg

Nach dem Sieg gegen Bochum hat der DSC Kontakt zum unteren Tabellenmittelfeld

Bielefeld. Dank des eigenen 1:0-Erfolgs über den VfL Bochum und durch die gleichzeitigen Niederlagen von Karlsruhe und Aue ist Arminia Bielefeld wieder über den Strich gesprungen. Eine Momentaufnahme nach dem 15. Spieltag, dennoch sehr wichtig für das Selbstvertrauen. „Jetzt ist es zwar noch ein bisschen früh, um genauer auf die Tabelle zu schauen. Trotzdem tut es gut, auf einem Nichtabstiegsplatz zu stehen", sagte Tom Schütz nach dem 1:0-Erfolg vom Sonntag. Drei Heimsiege in Folge und zwei Auswärtsauftritte, bei denen ein Unentschieden greifbar war, haben die Arminenbrust etwas breiter gemacht. Bei Andreas Voglsammer so breit, dass er damit das Tor des Tages im Westderby gegen den VfL Bochum erzielen konnte. „Manchmal reicht es schon, Spiele zu gewinnen. Dann ist vieles möglich. Das sehen wir jetzt", versuchte Verteidiger Sebastian Schuppan die Entwicklung zu erklären. Auch für Sport-Geschäftsführer Samir Arabi ist das gestiegene Selbstvertrauen eine logische Konsequenz: „Nimmt man die letzten sechs Spiele inklusive Pokal, hat die Mannschaft vier Mal gewonnen." Dass Profis, Verantwortliche und Fans noch in der Nachspielzeit um den wichtigen Dreier zittern mussten, unterstreicht aber auch, dass trotz positiven Trends die Mannschaft noch steigerungsfähig ist. „Die drei Punkte waren enorm wichtig. Die Spannung in der Schlussphase hätten wir uns aber sparen können. Wir müssen nach den Balleroberungen zwingender werden", meinte Trainer Jürgen Kramny. Um eben solche Schlussphasen zu vermeiden. „Ganz viele Spiele in der 2. Liga sind so eng, dass die eine oder andere Mannschaft die Partie durch ein spätes Tor noch drehen kann", betonte Samir Arabi. Die Freude über die drei Punkte gegen Bochum wurde durch die Meldung getrübt, dass sich Julian Börner schwer verletzt hat. Nach einer genaueren Untersuchung bestätigte sich der Verdacht auf Schultereckgelenksprengung. Börner hatte den Ball in der gegnerischen Hälfte am Bochumer Anthony Losilla vorbeigelegt, prallte dann mit dem Spieler zusammen und fiel unglücklich auf die Schulter. Die Hinrunde ist für den 25-Jährigen beendet. Die Arminen hoffen, dass Börner bei gutem Heilungsverlauf mit ins Trainingscamp fahren kann. Durch die Schulterverletzung fällt der Innenverteidiger nun schon zum zweiten Mal in dieser Saison aus. Eine Fußprellung hatte ihn bereits das Mitwirken in St. Pauli, gegen Hannover, in Aue und gegen Nürnberg gekostet. Immerhin trifft es die Arminen auf dieser Position nicht besonders hart. Mit Malcolm Cacutalua, Stephan Salger und Manuel Hornig verfügt der DSC über drei Spieler, die Börner ersetzen könnten. Am Sonntag kam Cacutalua für Börner ins Spiel. Der Ex-Bochumer bot ab der 57. Spielminute eine ordentliche Leistung und dürfte für die Partie in Braunschweig auch die erste Alternative sein.

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