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Strahlende Gesichter: Fabian Klos (l.) Julian Börner und Tom Schütz (r.) feiern den Torschützen Andreas Voglsammer (2. v. l.). - © Christian Weische
Strahlende Gesichter: Fabian Klos (l.) Julian Börner und Tom Schütz (r.) feiern den Torschützen Andreas Voglsammer (2. v. l.). | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Voglsammers Tor sorgt bei Arminia für Erleichterung

Nach dem 1:0-Heimerfolg über den VfL Bochum klettert der DSC aus der Abstiegszone

Peter Burkamp
05.12.2016 | Stand 04.12.2016, 21:34 Uhr

Bielefeld. Es dürfte ein wenig gedauert haben, bis die Bielefelder Fans ihren Ruhepuls wieder erreicht hatten. Die Schlussphase des Heimspiels gegen Bochum hatte Nerven gekostet wie seit langem nicht mehr. Während die Spieler sich mit letzter Kraft in die Bälle warfen, Torwart Wolfgang Hesl mit zwei Glanzparaden brillierte, zitterten die Fans und bangten um die 1:0-Führung gegen den VfL. Als der erlösende Abpfiff nach vierminütiger Nachspielzeit endlich ertönte, hatten die Arminen auf dem Platz und auf den Rängen gerade noch genug Kraft, die Hände gen Himmel zu recken. „Die Mannschaft hat sich für einen Riesenaufwand belohnt", sagte Jürgen Kramny nach dem knappen 1:0-Erfolg. Auch er war sichtlich erleichtert darüber, dass seine Schützlinge dem Schlussspurt der Bochumer Stand halten konnten. Durch diese Erfahrung, so hofft Arminias Trainer, „kann die Mannschaft das Fürth-Trauma überwinden". Das in letzter Minute noch verlorene Spiel aus der Vorwoche sei bei verschiedenen öffentlichen Terminen noch ein Thema gewesen, meinte Kramny. Tom Schütz mutmaßte, dass es sogar während der 90 Minuten im Westfalenderby noch eine Rolle gespielt haben könnte. „Vielleicht hat der eine oder andere noch an das späte Gegentor von letzter Woche gedacht und deshalb die nötigen zwei, drei Schritte nicht mehr gemacht", sagte der Mittelfeldspieler und meinte einige Kontersituationen der eigenen Mannschaft. Nachdem die Gastgeber zunächst „keinen Zugriff" (Kramny) auf die Bochumer bekommen und Glück hatten, nicht in Rückstand geraten zu sein, befreiten sie sich nach etwa zehn Minuten und gingen nach einer schönen Kombination über Manuel Prietl und Florian Hartherz durch Andreas Voglsammer in Führung (17. Spielminute). Mit dem 1:0 im Rücken gestalteten die Arminen das Spiel offener. „Das Tor hat Selbstvertrauen gegeben", sagte Tom Schütz. Wie auch schon gegen Heidenheim gelang es den Arminen allerdings nicht, das entscheidende Tor nachzulegen und gleichzeitig sich und den Fans einen ruhigeren zweiten Advent zu bescheren. „Wir haben viele Balleroberungen nicht sauber genug nach vorn gebracht. Wenn wir den einen oder anderen Angriff besser durchspielen, sprechen wir hinterher von einem 2:0 oder 3:0-Sieg", meinte Kramny. In einigen Situationen fehlte es schlicht an der Genauigkeit. Die Bochumer hatten mit wachsender Spielzeit Räume preisgegeben, die die Arminen jedoch nicht zu nutzten wussten. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte Kramny und dürfte ein effektiveres Umschaltspiel gemeint haben. So musste es zwangsläufig zu eingangs erwähntem Schlussspurt der Bochumer kommen. Hatte der VfL bis zur 85. Spielminute zwar mehr Spielanteile, aber keine Torchance zu verzeichnen, so gab es in den folgenden neun Zeigerumdrehungen noch genug Möglichkeiten, um das Spiel zu drehen. In Bedrängnis traf Junglas das eigene Lattenkreuz (89.). Im Anschluss rettete Wolfgang Hesl bravourös gegen Peniel Mlapa (90 + 1) und Tim Hogland (90 + 2.) den Erfolg und den dritten Heimsieg in Folge. Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Verteidiger Julian Börner, der wegen einer Schultereckgelenksprengung mehrere Wochen ausfällt.

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