Tom Schütz bedankt sich nach Abpfiff bei Wolfgang Hesl. - © Christian Weische
Tom Schütz bedankt sich nach Abpfiff bei Wolfgang Hesl. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Selbstgespräche halten Arminias Torhüter Hesl gegen Bochum wach

Mit sensationellen Reflexen rettet der DSC-Keeper den Sieg in der Nachspielzeit

Bielefeld. Den 17.479 frierenden Zuschauern in der Schüco-Arena wurde es gleich aus mehreren Gründen so richtig warm um’s Herz. Nach dem dritten Heimsieg in Folge ist ergebnistechnisch ein Aufwärtstrend bei Arminia Bielefeld erkennbar. Der Sprung auf Nicht-Abstiegsplatz 15 ist ein sichtbarer Beweis für die Tatsache, dass die unter Interimscoach Carsten Rump und dem neuen Chefcoach Jürgen Kramny vorgenommen Änderungen fruchten. In den verbleibenden zwei Meisterschaftsbegegnungen am Sonntag in Braunschweig und dann zum Jahresabschluss auf der Alm gegen Dynamo Dresden liegen weitere Punkte durchaus im Bereich des Machbaren, so dass einem fröhlichen Weihnachtsfest nichts mehr im Wege stehen sollte. „Wir haben einen hervorragenden Torwart gehabt. Er hat uns den Sieg festgehalten", zollte DSC-Coach Jürgen Kramny seinem Spieler mit der Rückennummer 1 ein riesengroßes Kompliment. Adressat dieser Wertschützung war Wolfgang Hesl, der in der Nachspielzeit mit zwei spektakulären Paraden gegen Mlapa und Hoogland das 1:0 rettete und neben dem Torschützen Andreas Voglsammer zum Matchwinner der Gastgeber avancierte. „Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Harms Osmers liefen alle Arminen-Spieler auf Hesl zu und umarmten ihn. "Im Duell eins gegen eins ist Wolle überragend" Voglsammer, der in der 80. Minute Platz für Christoph Hemlein machen musste, war trotz der Bochumer Großoffensive in der Endphase nicht bange. „Ich habe nicht einen Augenblick gezittert. Ich war mir sicher, dass Wolfgang alles halten wird." Auch Tom Schütz freute sich über die sensationellen Reflexe des Keepers. „Im Duell eins gegen eins ist Wolle überragend." Während der regulären Spielzeit hatte Wolfgang Hesl nur wenige Gelegenheiten, um sich auszuzeichnen. „Ich muss mich bei meinen Vorderleuten bedanken. Bis auf die Schlussphase haben wir kaum Möglichkeiten der Bochumer zugelassen", lautete sein bescheiden klingendes Fazit der 94 dramatischen Minuten. Hesl erlebte am zweiten Advent einen besonderen Tag. Nach Patzern beim 4:4 gegen Union Berlin und bei der 1:3-Niederlage in Stuttgart war der Keeper in die Kritik geraten. Gegen Bochum war der 30-Jährige 94 Minuten hellwach. Sein Rezept, trotz der Kälte und der geringen Beschäftigung hellwach zu bleiben: „Ich habe während des Spiels viel mit meinen Mitspielern und auch mit mir geredet, um für den entscheidenden Moment wach zu sein." Sein Plan ging auf. Hesl und Arminia wurden nicht kalt erwischt.

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