Zwischen ihnen hat's angeblich nicht gekracht: Cheftrainer Rüdiger Rehm und sein Co-Trainer Uwe Speidel (l.) arbeiten künftig aber nicht mehr zusammen. - © Christian Weische
Zwischen ihnen hat's angeblich nicht gekracht: Cheftrainer Rüdiger Rehm und sein Co-Trainer Uwe Speidel (l.) arbeiten künftig aber nicht mehr zusammen. | © Christian Weische

Arminia Arminia: Rauswurf von Co-Trainer Speidel "gemeinschaftliche Entscheidung"

Keine Kritik an der Arbeitsweise

Bielefeld. Der Aufreger des Tages war bei der obligatorischen Pressekonferenz des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld vor dem Meisterschaftsspiel am Sonntag beim 1. FC Kaiserslautern (13.30 Uhr) zur Mittagsstunde noch geheimste Kommandosache. Trainer Rüdiger Rehm und Außenbahnspieler Christoph Hemlein äußerten sich vielmehr über Chancen, den ersten Sieg in dieser Saison endlich unter Dach und Fach zu bringen. Am Nachmittag folgte dann der Kracher. „Uwe Speidel ist nicht mehr Co-Trainer der Profimannschaft des DSC Arminia", lautete der Inhalt einer Vereinsmitteilung. Nachdem es zu unterschiedlichen Auffassungen über die inhaltliche Ausrichtung gekommen sei, verständigten sich Speidel und Arminia auf eine Beendigung der Zusammenarbeit, hieß es in der Mitteilung. Der 45 Jahre alte Speidel übernahm im Juni 2014 unter dem damaligen Cheftrainer Norbert Meier die Position des Co-Trainers beim DSC. Unter Meier-Nachfolger Rüdiger Rehm war Speidel, der in der Vergangenheit schon mit Bernd Schuster und Jupp Heynckes gearbeitet hatte, für die Leistungsdiagnostik zuständig. Entscheidung diente der "Ruhewahrung" Speidel war für ein Statement nicht erreichbar. Auch Arminias Geschäftsführer Sport, Samir Arabi, hielt sich in dieser Angelegenheit bedeckt und verwies auf den Inhalt der Presseerklärung. Auskunft gab Präsident Hans-Jürgen Laufer: „Es war keine willkürliche, sondern eine gemeinschaftliche Entscheidung, an der auch der Spielerrat beteiligt war. Sie diente dazu, Ruhe zu wahren." Kritik an der Arbeitsweise von Uwe Speidel kann nicht der Hauptgrund für die Trennung gewesen sein. Die Anhäufung später Gegentore, die zum Teil entscheidend waren für die aktuelle Platzierung, führt Rehm ausschließlich auf mentale Schwächen zurück. „Fehlende Fitness als Begründung anzuführen, ist völlig falsch", betont der Trainer. „Meine Spieler weisen sensationell gute Werte im Ausdauerbereich auf." Dickes Lob für Speidel also von Rüdiger Rehm. Diese Einschätzung vertritt auch Außenbahnspieler Christoph Hemlein. „Wir legen läuferisch in der 2. Liga die meisten Meter zurück, was für unsere Fitness spricht. In einigen Spielen waren wir vielmehr nicht konsequent genug. Wir hätten nur die Bälle öfter weghauen müssen." Vertrauensverhältnis arg belastet Laut Informationen von nw.de war Speidel, der an den vergangenen zwei Tagen bereits nicht mehr am Trainingsbetrieb teilnahm, verärgert, als Rüdiger Rehm am 5. Juli seinen Vertrauten Mike Krannich als Co-Trainer in Bielefeld installieren ließ. Auch soll das Vertrauensverhältnis zwischen ihnen zuletzt arg belastet gewesen sein, so dass der Schlussstrich gezogen werden musste. Übrigens: Am Freitag, 27. November 2015, trennte sich Arminia vom damaligen Co-Trainer Effi Kompodietas. 24 Stunden später spielte Arminia 1:1 bei Union Berlin. Ein gutes Omen für die Partie in Kaiserslautern?

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